Zum weltweiten Abbau der Emissionen zur Erreichung der Pariser Klimaziele müssen wir auch in Österreich auf allen Ebenen unseren angemessenen Teil beitragen: Bund und Länder, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, Haushalte und jede/r von uns persönlich. Das war die Kernbotschaft in meiner letzten Kolumne an dieser Stelle (12. Juni). Wissenschaftlich begründet und mit Hinweis auf mehr Einstiegsinfos via klimaneutral.uni-graz.at/carbon-management. Wie aber funktioniert professionelles „Carbon Management“, das uns auf all diesen Ebenen zu erfolgreichen Klimaschutzbeiträgen befähigt?

Es ist überall dieser Sechsklang: 1. die handelnden Personen (etwa Politiker oder wir selber) und Handlungsbereiche (wie Energie, Mobilität, Verbrauche) klar festlegen; 2. ein „Referenzbudget“ der bisherigen jährlichen Emissionen erstellen, von dem aus der Abbau startet; 3. Abbau-Zielpfade Richtung 2030 in den Handlungsfeldern festlegen und diese 4. mit Maßnahmenbündeln und einer Wirkungsrechnung zum erwarteten Abbauerfolg unterlegen; 5. ein Emissions-Monitoring aufsetzen, das uns beim Besserwerden hilft und 6. einen integrierenden Entscheidungshilfe-Workflow nutzen, der uns laufend auf Kurs zum Klimaschutzziel hält.

Für Politik und Unternehmen gibt es dazu Unterstützung und persönlich brauchen wir eine gute App, die den Sechsklang so einfach macht wie gute Navigations-Apps das Wandern.

Ein Denkanreiz noch, aus Frido Hütters Beitrag in dieser Zeitung am 3. Juli zur Frage der Woche („Sind Formel-1-Rennen noch zeitgemäß?“): „Ein Flug München – New York benötigt etwa so viel Treibstoff wie die F 1 in einer ganzen Saison. Ihr CO2-Ausstoß wird mit etwa 1000 Tonnen beziffert.“ Was lernen wir daraus, dass hier Formel-1-Liebe für die Emissionen all der Flüge der Crews und Fans und manches andere aus der jährlichen Weltreise des Formel-1-Zirkus blind macht? Dass professionelles Carbon Management eine tolle Sache ist, damit wir auch all das klimafreundlich neu gestalten lernen, was Spaß macht – und unseren Kindern Zukunft lassen!