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ÖlkatastropheSibirien: Schwimmende Barrieren nutzen nichts

Schwimmende Barrieren stoppen Umweltverschmutzung in Sibirien nicht. Große Mengen von Ölprodukten hinter Sperren nachgewiesen.

Hinter den Sperren seien "hohe Konzentrationen von Petroleumprodukten" nachgewiesen worden
Hinter den Sperren seien "hohe Konzentrationen von Petroleumprodukten" nachgewiesen worden © AP
 

Die nach einem Leck aus einem Kraftwerkstank in Sibirien errichteten schwimmenden Barrieren auf dem Fluss Ambarnaja haben die massive Umweltverschmutzung des Gebietes nicht gestoppt. Hinter den Sperren seien "hohe Konzentrationen von Petroleumprodukten" nachgewiesen worden, sagte die Umweltstaatssekretärin der Region Krasnojarsk, Julia Gumenjuk, am Montag laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Entweder seien die Barrieren "ineffektiv", oder sie seien zu spät errichtet worden. Am Freitag hatte das russische Katastrophenschutzministerium die Ausbreitung des ausgelaufenen Dieselöls dagegen als "gestoppt" bezeichnet. Präsident Wladimir Putin hatte den Katastrophenfall ausgerufen, nachdem aus dem Treibstofftank eines Kraftwerks bei Norislk 21.000 Tonnen Dieselöl ausgelaufen waren und große Teile des Flusses verseucht hatten.

Wasserversorgung in Gefahr

Laut Gumenjuk maßen Spezialisten der örtlichen Umweltbehörden Konzentrationen von Erdölprodukten, die zwischen dem 80- und 116-fachen über den erlaubten Werten liegen. Auch im Pjasino-See seien hohe Konzentrationen von Schadestoffen gemessen worden. Aus dem See entspringt der Pjasina-Fluss, der für die Wasserversorung der gesamten Taimir-Halbinsel wichtig ist.

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