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Höchstwert seit Mai452 Neuinfektionen: Die Hälfte der Betroffenen ist jünger als 25

Über-65-Jährige machen nur mehr 3,8 Prozent aller Neuinfektionen aus. Erst rund ein Fünftel der Zwölf- bis 25-Jährigen hat vollständigen Impfschutz erhalten.

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© AFP
 

452 Corona-Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden (Stand: Donnerstag, 9.30 Uhr) laut Dashboard von Gesundheits- und Innenministerium in Österreich gemeldet. Vor exakt einer Woche waren es noch 306 Neuinfizierte gewesen.

Die Hälfte aller Neuansteckungen - exakt sind es 49,7 Prozent - mit dem Coronavirus haben in Österreich in der vergangenen Woche unter 25-Jährige betroffen. Mit Abstand die höchste Sieben-Tages-Inzidenz (Infektionen je 100.000 Einwohner) weist mit 99,3 die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen aus. Das Durchschnittsalter einer neuinfizierten Person lag in der Kalenderwoche 28 (12. bis 18. Juli) bei 29,6 Jahren. Im Vorjahr war ein Infizierter in der KW 28 im Schnitt 37 Jahre alt.

Wie sehr das Coronavirus mittlerweile die Jugend trifft, machen die aktuellen Zahlen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) deutlich. Von insgesamt 2.190 Infektionen in der Kalenderwoche 28 entfielen 935 bzw. 42,7 Prozent auf Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. 119 bzw. 5,4 Prozent waren zwischen sechs und 14 Jahre alt, 36 bzw. 1,6 noch keine sechs.

Während zu Beginn der Pandemie das Virus vor allem die Senioren erfasst und gefährdet hat, spielt diese Bevölkerungsgruppe bei den Neuinfektionen inzwischen praktisch keine Rolle mehr. 3,8 Prozent der in der Vorwoche verzeichneten Infizierten - in absoluten Zahlen 84 Personen - waren älter als 65. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass mehr als drei Viertel aller Senioren inzwischen einen vollständigen Impfschutz erhalten haben

Noch mehreren Tagen ohne Todesfall gab es wieder einen Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Erneut zurückgegangen ist allerdings die Zahl der Intensivpatienten - binnen 24 Stunden gab es fünf Coronapatienten weniger. Derzeit befinden sich 102 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 26 auf Intensivstationen betreut.

Junge noch wenig geimpft

Im Detail sind 84,6 Prozent aller Über-85-Jährigen mittlerweile vollimmunisiert. Bei den 75- bis 84-Jährigen sind es 83,7 Prozent, bei den 65- bis 74-Jährigen 76,8 Prozent. Dagegen ist laut aktuellen Eintragungen im E-Impfpass erst ein Fünftel der Zwölf- bis 24-Jährigen - exakt sind es 20,8 Prozent - vollimmunisiert. 40,7 Prozent haben zumindest einen Stich erhalten. In der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen sind 37 Prozent vollimmunisiert, von den 35- bis 44-Jährigen 44,5 Prozent und damit deutlich weniger als die Hälfte.

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung, haben bis 21. Juli 58 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher zumindest einen Erststich gegen SARS-CoV-2 erhalten. Vollimmunisiert sind 46,8 Prozent. Das deutsche Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass mehr als 80 Prozent der Bevölkerung geimpft oder genesen sein müssten, um die Verbreitung des Coronavirus ohne Schutzmaßnahmen in Grenzen zu halten. Allerdings werden in Österreich Kinder, die jünger als zwölf sind, nicht geimpft.

Bisher gab es in Österreich 655.197 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (22. Juli 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 10.730 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 640.202 wieder genesen.

 

 


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Kommentare (9)
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tubaman58
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Panik, Panik, Panik

Fürchtet euch nicht zu tode..

rehlein
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Wir sind echt super!

Wir haben es geschafft innerhalb von 2 Wochen die Zahl der Neuinfektionen mehr als zu verdreifachen - da macht uns dzt. kaum ein anderes europäisches Land nach (am 8.7. hatten wir 120 Neuinfektionen)

Das ist ein mehr als positiver Trend nach oben! Man wirft mir hier ja immer vor, ich sei so negativ und entwerfe haltlose Szenarien.

Nun, bei so einem tollen Anstieg, muß man auch das Positive dran sehen - da sind wir ganz vorne mit dabei, bei den Ländern die enorme Anstiege zu verzeichnen haben. Ehre, wem Ehre gebührt!

Wenn die mehr als Verdreifachungen alle 2 Wochen so weitergehen, stehen wir sicher bald bei den Risikogebietsländern - was für eine Auszeichnung.

Ich nehme mir zu Herzen, was mir hier ständig vorgeworfen wird, und sehe alles nur mehr super und positiv:)

Freue mich auch schon sehr auf den August und dann den Herbst - da wird es bei uns auf Station sicher auch wieder voll lustig:)
Dort genießt man das Leben so richtig. So wie es einem hier oft empfohlen wird.
Das Leben genießen, weil die Risikogruppen sind ja schon geimpft - der Rest soll es genießen.

Also bitte so weitermachen!
Maßnahmen alle weg, oder einfach nicht einhalten, und der Politik die Schuld geben.

Wenn man zur Vorsicht warnt, dann ist man schnell unten durch bei den Postern, die den vollen Durchblick haben - also keine Warnung von mir, sondern ein SUPER, dass die Zahlen so schnell steigen.

Bravo!

Dobinator
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Vorschläge

Und deine Lösung ist? Einsperren? Alles zusperren? Wie lange?

Ba.Ge.
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Hausverstand aktivieren

wäre meine Lösung. Eben nicht denken „die vulnerable Gruppe ist (für immer) gerettet und mir kann nichts passieren“ 🙈
Aber dieser Gedankengang zeichnet sich schon viel zu lange bei viel zu vielen ab. Naja, wir sehen ja eh, was wir davon haben…

rehlein
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@Dobinator

Nein!!! Auf keinen Fall! Nix einsperren, nix zusperren!

GB ist dzt. auf dem richtigen Weg:
Die haben hunderttausende in Quarantäne, dass schon keine Mitarbeiter in einigen Supermärkten mehr sind. Regale sind leer, weil kein Personal mehr zum Einräumen da ist.
Müll bleibt liegen, weil keine Müllabfuhr mehr funktinioniert, weil so viele Mitarbeiter in Quarantäne sind.
Die Liste läßt sich beliebig erweitern.

Wirtschaftlich eine Katastrophe - aber dieser Weg scheint gewollt zu sein - wird ja auch hier befürwortet, dass sofort alle Maßnahmen aufgehoben werden müssen.

Man sieht anhand dieses Beispiels ja wie gut das läuft.

Also ist es doch SUPER!

Balrog206
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Ja

Das kommt davon wenn man negative K1 Personen massenhaft einsperrt ! Die Krankenhäuser sind ja zum Glück von diesen COVID fällen zur Zeit nicht betroffen !
Weiter so !

rehlein
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@Balrog

Man sieht auch Sie haben es verstanden.

Wenn so viele Infizierte wie in GB herumschwirren, infizieren sich auch keine K1 Personen - diejenigen, die dzt. infiziert sind, haben es ja auch vom letzten Regenschauer bekommen. Kontaktpersonen sind überhaupt nicht gefährdet - erst absondern, wenn sie schon erkrankt sind, dann haben sie weitere Infektionen ja schon erledigt. Alles richtig verstanden.
Deshalb freedom für Kontaktpersonen!

Weiter so!

samro
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wie immer ein toller post rehlein

genau so ist es.
wir haben diesmal schon im juli einen superwert erreicht.
aber sind viele ganz stolz und andere lassen ungeniert die sau raus, verzeihung gienieeeessen ihr leben das ja so schrecklich war in letzter zeit.
ja bravo an die die uns das wieder bescheren spitze zu werden.

Bobby_01
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Rehlein

Ja nur weiter so.
Die Selbstverantwortung funktioniert bei uns nicht.
In 2 - 3 wochen ist es soweit dass uns Deutschland und andere als Risikoland einstufen und dann ist es mit dem Tourismus vorbei.
Und das nur weil einige wenige sich an nichts halten.
Die maskenpflicht aufzuheben ist Schwachsinn und beschleunigt den Anstieg weiter.