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An Folgen von CoronaTausende Mitarbeiter im Gesundheitswesen starben

Weltweit sind einem neuen Bericht zufolge mindestens 7.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben - besonders schwer getroffen sind Mexiko, Brasilien, die USA und Großbritannien.

© (c) AFP (ADEK BERRY)
 

Weltweit sind einem neuen Bericht zufolge mindestens 7.000 Mitarbeiter im Gesundheitswesen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Allein in Mexiko seien mehr als 1.300 Mitarbeiter in Krankenhäusern und Arztpraxen einer Covid-19-Erkrankung erlegen, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International mit. In Österreich war demnach ein Mitarbeiter betroffen.

Der Leiter der Abteilung Wirtschaft und Soziales von Amnesty, Steve Cockburn, sprach von einem Skandal. "Viele Monate nach Beginn der Pandemie sterben Mitarbeiter im Gesundheitswesen in Ländern wie Mexiko, Brasilien und den USA immer noch in dramatischer Anzahl", kritisierte er. Zugleich unterstreiche der "rapide Anstieg bei den Infektionen in Südafrika und Indien", dass jetzt "alle Staaten handeln" müssten. Mit Blick auf die hohen Todesfallzahlen unter Mitarbeitern im mexikanischen Gesundheitswesen war in dem Amnesty-Bericht von einem "überwältigen" Preis für menschliches Leben die Rede.

Am 25. August bestätigte das mexikanische Gesundheitsministerium allein dort 97.632 mit Covid-19 infizierte Beschäftigte im Gesundheitswesen. Es wird berichtet, dass die Reinigungskräfte der Krankenhäuser in Mexiko in besonders hoher Gefahr sind, sich zu infizieren, so Amnesty. Viele Reinigungskräfte im mexikanischen Gesundheitssektor seien extern angestellt und über Drittfirmen schlechter geschützt als Angestellte.

In Brasilien seien mehr als 634 Beschäftigte im Gesundheitssektor an Covid-19 gestorben, berichtete Amnesty. Laut der Associacao Brasileira de Saude Coletiva (ABRASCO), einer Vereinigung von medizinischem Personal, klagen die Beschäftigten im Gesundheitswesen über unzureichende persönliche Schutzausrüstung, einen Mangel an eindeutigen Verhaltensregeln beim Umgang mit Infektionen, fehlende psychologische Unterstützung, minimalen sozialen Schutz für Familienmitglieder und prekäre Arbeitsverträge für diejenigen, die im Zuge der Notfallmaßnahmen eingestellt werden.

Auch in Indien seien die Covid-19-Fälle in den vergangenen Monaten sehr angestiegen. Im ganzen Land gibt es nun 3.690.000 bestätigte Fälle und mehr als 65.000 Tote. Das Gesundheitsministerium veröffentlichte vergangene Woche in den Medien Zahlen von mehr als 87.000 Infizierten und 573 Todesfällen beim medizinischen Personal. Mehr als die Hälfte der Todesfälle (292) wurden aus dem Bundesstaat Maharashtra gemeldet.

Weitere besonders schwer betroffene Länder sind dem Bericht zufolge die USA und Großbritannien. In den Vereinigten Staaten starben demnach mehr als 1.070 Mitarbeiter im Gesundheitswesen nach einer Corona-Infektion, in Großbritannien waren es fast 650.


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