AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

SpanienSánchez' Koalitionspartner für "Reichensteuer"

Der Koalitionspartner von Ministerpräsident Pedro Sánchez fordert in Spanien die Einführung einer "Reichensteuer" zur Finanzierung des Kampfes gegen die Coronakrise. Der Chef der linken Partei Unidas Podemos (UP), Pablo Iglesias, wolle dies noch diese Woche im Ausschuss für Sozialen und Wirtschaftlichen Wiederaufbau beantragen, berichteten die Zeitung "El País" und andere Medien am Dienstag.

© (c) AFP (BORJA PUIG DE LA BELLACASA)
 

Mit der Besteuerung großer Vermögen wolle man zusätzliche Einnahmen von ungefähr elf Milliarden Euro erzielen, hieß es unter Berufung auf UP-Sprecher.. Das wäre knapp ein Prozent des spanischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) beziehungsweise mehr als das Doppelte von dem, was der spanische Staat 2019 für Gesundheit ausgab. Eine Stellungnahme der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) von Sánchez gab es zunächst nicht.

Iglesias hatte seine Pläne bereits am Freitag beim Treffen des Partei-Vorstandes angedeutet. "Es ist ein Konsens, dass Instrumente wie eine Wiederaufbau-Steuer nötig sind, damit diejenigen, die mehr haben, aushelfen und die Staatskassen mit mehr Mitteln ausstatten", sagte er auf der Videokonferenz.

Den Berichten zufolge sollen nach den Plänen der UP diejenigen zur Kasse gebeten werden, die ein Nettovermögen (Bruttovermögen minus Schulden) von mindestens einer Million Euro haben. Geplant seien progressive Steuersätze zwischen 2,0 und 3,5 Prozent. Bisher wird den verschiedenen autonomen Regionen in Spanien die Freiheit eingeräumt, die Vermögensteuer weitgehend selbst zu gestalten. In Madrid zahlt man zum Beispiel zur Zeit keine Vermögensteuer.

Mit knapp 230.000 Infektionsfällen und fast 27.000 Toten ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten getroffenen Länder. Wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus rechnet Madrid 2020 mit einem Anstieg des Haushaltsdefizits auf rund 116 Milliarden Euro oder gut 10,3 Prozent des BIP. Das wäre der höchste Fehlbetrag seit dem Höhepunkt der Euro-Krise im Jahr 2012.


Corona: Wie verhalte ich mich richtig?

Wenn Sie bei sich Erkältungssymptome bemerken, dann gilt zunächst: zu Hause bleiben und Kontakte zu Mitmenschen meiden! Tritt zusätzlich Fieber auf oder verschlechtert sich der Zustand, dann sollte das Gesundheitstelefon 1450 angerufen werden. Bei allgemeinen Fragen wählen Sie bitte die Infoline Coronavirus der AGES: 0800 555 621 .
Die Nummer 1450 ist nur für Menschen mit Beschwerden! Es gilt: Zuerst immer telefonisch anfragen, niemals selbstständig mit einem Corona-Verdacht in Arztpraxis oder Krankenhaus gehen!

Coronavirus-Infopoint

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.