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Erbschaftssteuer gefordertKogler will zur Krisenfinanzierung reiche Erben zur Kasse bitten

Vizekanzler in der "TT": "Ich bin für einen rigorosen Beitrag von Millionen- und Milliarden-Erben."

CORONAVIRUS: PK 'AKTUELLES': KOGLER
Vizekanzler Werner Kogler © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) fordert zur "gerechten Krisenfinanzierung" eine Erbschafts- und Schenkungssteuer. "Ich bin für einen rigorosen Beitrag von Millionen und Milliarden-Erben", sagt er in der " Tiroler Tageszeitung". Für Coronabonds ist er nur dann, wenn es klare gemeinsame Regeln gibt. Die Stopp-Corona-App hat er sich bereits heruntergeladen.

"Immer, wenn es in Millionenhöhe zu Erbschaften und Schenkungen kommt, soll auch eine Steuer eingehoben werden. Ich hoffe schon, dass der Corona-Schock hier in Österreich zu einem Umdenken führen wird. Große Vermögensüberträge zu besteuern ist jedenfalls vernünftig, weil es dem Wirtschaftswachstum nicht schadet, und es ist ein Beitrag zur gerechten Krisenfinanzierung", so Kogler. "Ich bin für einen rigorosen Beitrag von Millionen- und Milliardenerben."

Kogler hofft, dass die Pandemie bei vielen zur Erkenntnis führen werde, dass "die ungezügelte Globalisierung schädlich ist". "Ich hoffe, der Corona-Schock ist groß genug. Es darf nicht sein, dass ein Kontinent wie Europa medizinische Hilfsgüter nicht selbst produziert. Da gehört sehr viel zum Besseren korrigiert."

Eurobonds nur mit klaren Regeln

Die in der EU und in der österreichischen Koalition strittige Frage von Eurobonds zur Bewältigung der Wirtschaftsfolgen der Corona-Krise bewertet Kogler differenziert. Hier bräuchte es klare Regeln. Italien solle einmal sein marodes Bankensystem in den Griff bekommen. "Zudem ist in Italien ein Riesenvermögen von Superreichen geparkt. Ich sehe nicht ein, dass Arbeiter aus Österreich oder Lettland, dieses marode System ohne Verbesserungsaussicht mitfinanzieren soll", sagte Kogler.

"Die Bonds-Lösung ist für mich eine von mehreren Möglichkeiten. Ich bin eben für Bonds unter gemeinsamen Regeln. Mache ich aber Auflagen, dann funktioniert es ähnlich wie beim Europäischen Rettungsschirm ESM", argumentierte der Grünen-Chef. Mit einer Aufstockung des ESM wäre man "viel schneller bei einer Lösung", so Kogler, der ähnlich wie Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) auch auf die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Europäische Zentralbank (EZB) verwies, die weiter Anleihen kaufen solle. "Ich unterstütze explizit auch die Idee von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einer Arbeitslosenrückversicherung. Ja, wir müssen europäische Solidarität üben. Deshalb sollten wir auch daran denken, jetzt das EU-Budget für die richtigen Investitionen zu erhöhen."


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wedef1
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Zahlen werden wir ALLE

Die Diskussion wer was wieviel zahlt und wer nicht geht an der Realität vorbei. Die Realität wird sein: zahlen werden wir ALLE.

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wischi_waschi
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wedef1

Ich, gebe dir 80% recht. Aber viele machen ein sehr gutes Geschäft.
An 1.Stelle steht die Pharmaindustrie. Dann geht es weiter mit den großen Lebensmittelketten, die machen die besten Umsätze des Jahres.
Die Klein, Mittelbetriebe und natürlich die Arbeiter bleiben auf der Strecke.
Aber leider wissen wir das schon.

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grizzley78
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Leere Phrasen...

Wie oft haben wir diese Forderung schon gehört? Es hat doch seinen Grund, warum das nicht schon längst umgesetzt ist. Einerseits wäre der Effekt nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein, da die wirklich Reichen und Großen ihr Vermögen so verpackt haben (Stifungen, ausländische Schachtelkonstrukte,...) dass nationales Steuerrecht einfach daran abprallt. Andererseits schaut die immer mächtiger werdende ÖVP schon darauf, dass ihr wichtigstes Klientel keinen Schaden hat.

Die Wandlung der Grünen in der Regierung ist beachtlich, die letzten Jahre zeigen sehr deutlich dass es eigentlich völlig egal ist, wer Juniorpartner (bzw. Steigbügelhalter) der Türkisen ist...

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tomtitan
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Und die ganzen Stiftungen sollten auch miteinbezogen werden -

wird aber nie passieren - das werden Schwarz und Rot wohl zu verhindern wissen...

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schneeblunzer
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Das Geld liegt auf der Straße

man muß es nur aufheben. Facebook, Google, amazon ...

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grizzley78
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...nur aufheben können wir es nicht...

Sie haben völlig recht mit dieser Feststellung! Das Problem ist, dass das zumindest seit der Finanzkrise 2008 allen bekannt ist und, warum auch immer, nichts daran geändert wird.

Keine sinnvolle Finanztransaktionssteuer, keine einheitlichen Steuerregeln innerhalb der EU... und das schlimme an der Gesamtsituation ist, dass grad an dieser Krise im Moment wiederum genau Amazon, google, Facebook, am besten verdienen.

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pescador
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.

Das hätte nur symbolische Auswirkungen. Das Gesamtvolumen an Steuereinnahmen wäre nicht besonders groß. Ich finde, man sollte jetzt trotz Krise nicht unkontrolliert mit dem Steuergeld um sich werfen. Viele Betriebe die auch vor der Krise schon marode waren, werden jetzt auf Staatskosten noch ein paar Monate am Leben erhalten.

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grizzley78
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...

Ich bin vollkommen Ihrer Meinung. Und finde es bei allem Verständnis für die Notlage vieler kleiner und mittlerer Unternehmen unhaltbar, dass ausgerechnet die WKO nun mit der Gießkanne Milliarden unkontrolliert verteilt.

Für eine eigentlich inhaltlich komplett gleiche Aussage wurde Holzmann übrigens öffentlich fast gesteinigt.

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Lodengrün
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Der traut sich was

Da wird gleich die türkise Meute über ihn herfallen. Hauptargument das alles schon einmal, und nur bei denen (!?), besteuert wurde.

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tannenbaum
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Wenn die ÖVP

will, dass die gesamte Finanzierung dieser Krise die Klein und Mittelverdiener, also der Arbeitnehmer bezahlen soll, dann muss sie mit der FPÖ eine Regierung bilden! Vor Wahlen braucht sich Kurz nicht fürchten, denn der kleine Arbeitnehmer wählt seinen Ausbeuter anscheinend gerne!

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wischi_waschi
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Kogler

Wen Sie schon so große Sprüche klopfen, dann schauen wir mal, wer in Österreich Firmen hat , aber die Steuer ins Ausland bezahlt.
Lutz , Amazon...………….?
Da gehört der Hebel einmal zuerst angesetzt...……..

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KVKG
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@wischi....

Gebe Ihnen vollkommen recht, aber die zeigen dem Staat den Mittelfinger. Ausquetschen kannst nur die Kleinen, und die Erbschafts- und Schenkungssteuer wird über kurz oder lang alle betreffen.

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antipasti
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"Whataboutism"=

Es bezeichnet heute allgemein die Ablenkung von unliebsamer Kritik durch Hinweise auf ähnliche oder andere wirkliche oder vermeintliche Missstände auf der Seite des Kritikers.

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Patriot
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@wischi....: Stimmt schon, aber auch die Reichen im Land müssen endlich ihren gerechten Anteil zahlen!

Nicht nur wir Arbeitnehmer/innen und Pensionist/innen!

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Kleinezeitungapp
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Gerechtigkeit....

.. scheint ein dehnbarer Begriff zu sein wenn es um Leistungen des Staates geht. Ist es gerecht, dass sogenannte “Reiche” von ihrem erarbeiteten Einkommen 50% (in Worten: die Haelfte) an Steuern bezahlen?

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Patriot
24
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@wischi....: Stimmt schon, aber auch die Reichen im Land müssen endlich ihren gerechten Anteil zahlen!

Nicht nur wir Arbeitnehmer/innen und Pensionist/innen!

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KVKG
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@Patriot

Die Reichen richten sich's, wie sie es brauchen. Nehmen Sie nur das Buwog-Kasperltheater. Wenn man diese Figuren rund um Grasser sieht, könnte man fast Mitleid haben. Ich hab nix, bin mittellos, meine Frau zahlt alles, kann mir nix leisten....erbärmlich.

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lucie24
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@ Patriot

Welchen aktiven finanziellen Beitrag leisten bitte Pensionisten? Wenn ich es richtig verstehe sind das Leite, die Geld vom Staat ERHALTEN und das z. T. 40 bis 50 Jahre lang. Bitte helfen Sie mir, wo genau da der aktuelle Beitrag ist...

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Patriot
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@lucie24: Sie werden noch Augen machen, wieviel Lohnsteuer Sie in der Pension zahlen werden!

.

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Trieblhe
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@patriot

hoffentlich, ich wäre mir da nicht so sicher...

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minerva
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na, dann hoffe ich für dich lucie...

das du nicht in diese lage kommst und geld vom staat erhalten mußt!!

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schteirischprovessa
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Die Reichen zahlen Steuern in der höchsten Progressionsstufe,

also 55%.
Die einzigen, die weniger zahlen, sind jene, die KEST-pflichtig sind.
Doch Körperschaftsteuer für das Unternehmen und KEST für die Ausschüttungen ergeben zusammen wieder ähnlich viel.
Ich glaube, es macht mehr Sinn, eine befristete Solidarabgabe für Einkommen z. B. über 120.000 jährlich und für Kapitalerträge, auch ab einer festzulegenden Höhe, zu diskutieren.
Verhindert auch, dass z. B. Unternehmen im Erbschaftsfall in finanzielle Probleme kommen.
Habe das, als es die alte Erbschaftssteuer noch gab, bei einem Einzelunternehmen, erlebt. Hat gerade noch die Kurve kratzen können, einige Zeit waren die Weiterführung und der Erhalt der Arbeitsplätze in Schwebe.

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Patriot
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@steirisch....: 55% zahlen nur Lohnsteuerpflichtige, also Arbeitnehmer/innen!

Bei den Reichen, die der Vizekanzler meint, geht es um jene, die viele Millionen oder gar Milliarden in Aktien oder Stiftungen parken.
Was Sie verbreiten sind klassische fake news a la Trumpp!

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Trieblhe
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@Patriot

Selbständige auch 😉

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tigeranddragon
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Sie

meinen also mit €120.000 brutto pro Jahr ist man reich?

Ganz ehrlich, hören sie einfach einmal auf zu posten....es ist echt unerträglich permanent ihr schwarz/türkises walking dead Geschreibsel lesen zu müssen

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schteirischprovessa
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Man muss nicht reich sei, aber man hat ein sehr gutes Einkommen.

Aber ich habe das mißverständlich gepostet.
Gemeint war, 120.000 netto und wer da nicht für das darüber liegende Einkommen z. B. 5% zusätzliche Abgabe verkraften kann, dem ist nicht zu helfen.
Weder finanziell noch im Charakter.

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