Covid-19 am SüdpolCorona-Ausbruch in antarktischer Forschungsstation

Die Coronavirus-Pandemie macht auch vor den entlegensten Orten nicht halt. Nun betroffen: eine Forschungseinrichtung in der Antarktis.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Prinzessin-Elisabeth-Station
Luftaufnahme der "Prinzessin-Elisabeth"-Forschungseinrichtung in der Antarktis. © © International Polar Foundation - René Robert
 

Das Coronavirus grassiert derzeit in Österreich und der Welt, die neue Variante Omikron sorgt derzeit für steigende Zahlen rund um die Erde. Dabei macht Covid-19 auch nicht vor einer der entlegensten aller Regionen der Welt halt: der Antarktis. Eine belgische Forschungseinrichtung im Hinterland der Prinzessin-Ragnhild-Küste im Königin-Maud-Land in der Antarktis verzeichnet einen Ausbruch der Krankheit – obwohl alle Mitarbeiter vollständig geimpft sind. Alle Fälle würden aber bisher mild verlaufen, hieß es von offizieller Seite.

Seit Mitte Dezember haben sich mindestens 16 der insgesamt 25 Forscher der "Prinzessin-Elisabeth"-Forschungsstation mit dem Virus angesteckt. Die Situation sei aber nicht dramatisch, sagt Projektmanager Joseph Cheek gegenüber der BBC. "Die Quarantäne einiger Mitarbeiter, die sich mit dem Virus angesteckt haben, war zwar unangenehm, hat aber unsere Arbeit auf der Station insgesamt nicht wesentlich beeinträchtigt."

Princess Elisabeth Antarctica
Die "Prinzessin-Elisabeth"-Forschungseinrichtung in der Antarktis. Foto © (c) International Polar Foundation

Die "Prinzessin-Elisabeth"-Station wurde während des internationalen Polarjahres 2007-2008 errichtet und am 15. Februar 2009 eröffnet. Die auf 1400 Meter Höhe über dem Meeresspiegel in felsigem Gelände gelegene Station wird ausschließlich von Energie aus Wind- und Sonnenkraft versorgt, was die Einrichtung zur ersten energieautarken "Zero Emission"-Forschungsstation in der Antarktis machte.

Nun wurde aufgrund des aktuellen Corona-Ausbruches allen Mitarbeitern der Station angeboten, abzureisen. "Alle haben jedoch den Wunsch geäußert, zu bleiben und ihre Arbeit fortzusetzen", sagt Cheek. Die einzige Änderung: Neuankömmlinge in der Antarktis werden erst wieder empfangen, wenn alle gesund sind.

Wie kam das Virus dort hin?

Wie das Virus auf die Forschungsstation gelangte, war zunächst unklar. Alle Mitarbeiter seien mindestens zwei Mal geimpft und hätten sich vor ihrem Aufenthalt einer zehntägigen Quarantäne sowie mehreren PCR-Tests unterzogen. Vermutet wird demnach, dass es sich um die Omikron-Variante handelt, da die Mitarbeiter vor ihrem Einsatz einen Zwischenstopp in Südafrika gemacht hatten.

Kommentare (2)
hugo30a
1
10
Lesenswert?

14.000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel?

Wow, ich dachte eigentlich, dass der Mount Everest die höchste Erhebung auf der Erde ist. Liebe Redaktion, bitte überprüft und korrigiert diese Seehöhe der Station! Laut Wikipedia liegt die Station nur auf 1400 m Seehöhe.

Kleine Zeitung
0
9
Lesenswert?

Fehler

Sehr geehrter hugo30a,
vielen Dank für Ihren Kommentar! Wir möchten uns für den Fehler entschuldigen und werden ihn so schnell wie möglich ausbessern.
Mit freundlichen Grüßen aus der Redaktion