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Ehemann der QueenTrauer in Großbritannien: Prinz Philip mit 99 Jahren verstorben

Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Das teilte der Buckingham-Palast am Freitag in London mit.

Der Herzog von Edinburgh, so sein offizieller Titel, war seit 1947 mit Elizabeth verheiratet
Der Herzog von Edinburgh, so sein offizieller Titel, war seit 1947 mit Elizabeth verheiratet © AP
 

Prinz Philip, Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., ist tot. Er starb im Alter von 99 Jahren in Windsor, wie der Buckingham-Palast am Freitag mitteilte. Erst vor wenigen Wochen war er nach erfolgreicher Herzoperation aus dem Krankenhaus entlassen worden. Nun ist er "friedlich entschlafen", wie es in der Mitteilung im Namen der "zutiefst betrübten" Queen hieß. Im Juni hätte Philip seinen 100. Geburtstag gefeiert.

"Mit tiefer Trauer verkündet Ihre Majestät, die Königin, den Tod ihres geliebten Mannes, seiner Königlichen Hoheit, des Prinzen Philip, Herzog von Edinburgh. Seine Königliche Hoheit ist heute Morgen friedlich in Windsor Castle verstorben. Weitere Ankündigungen werden zu gegebener Zeit erfolgen", hieß es in einem veröffentlichten Statement."Die königliche Familie trauert gemeinsam mit Menschen auf der ganzen Welt um seinen Verlust", so der Buckingham Palace.

Foto © AP

Es ist ein großer Einschnitt für die britischen Royals und Großbritannien. Die BBC spielte die Nationalhymne im Fernsehen - Premierminister Boris Johnson hielt eine live im Fernsehen übertragene Ansprache und würdigte Philip als "Stärke und Stütze" der Queen. "Wir trauern heute mit Ihrer Majestät der Queen", so der Premier.

 

Der Herzog von Edinburgh, so sein offizieller Titel, war seit 1947 mit Elizabeth verheiratet. Seit deren Krönung 1953 war er Prinzgemahl und galt als wichtigste Stütze der heute 94 Jahre alten Queen. Er war einer der markantesten Köpfe des europäischen Hochadels und hatte auch deutsche Wurzeln. Der deutsche Botschafter in London, Andreas Michaelis, würdigte Philip als Brückenbauer zwischen Großbritannien und Deutschland. Er habe dabei geholfen, eine enge Partnerschaft zwischen beiden Ländern zu entwickeln, twitterte der Diplomat.

Prinz Philip und seine deutschen Wurzeln

Im weit verzweigten Stammbaum von Prinz Philip kommen viele Deutsche vor. 1921 wurde der Spross des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg auf der griechischen Insel Korfu als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren.

Sein Vater war Andreas von Griechenland. Seine Mutter Prinzessin Alice von Battenberg stammte aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen. Sie war die Urenkelin der britischen Queen Victoria.

Philip besuchte zeitweilig die Eliteschule Salem in Süddeutschland und sprach gut Deutsch. Für die Hochzeit mit der britischen Thronfolgerin Elizabeth musste er seinen Titel Prinz von Griechenland und Dänemark sowie seine Nationalität aufgeben.

Auch seinen Namen legte er ab: aus Battenberg wurde Mountbatten. So hatte sich die britische Linie der Battenbergs im Ersten Weltkrieg umbenannt, in dem sich Großbritannien und das Deutsche Reich als Feinde gegenüberstanden.

Philip bekam neue Titel zugesprochen: Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth, Baron Greenwich und His Royal Highness - Seine Königliche Hoheit.

Philip galt als fleißiger Royal und ging erst im Alter von 96 Jahren in den Ruhestand. Sein letzter offizieller Auftritt war bei einer Militärparade der Royal Marines im August 2017 vor dem Buckingham-Palast. Ein Hintertürchen hatte sich "Rentner Philip" offen gehalten, nämlich als gelegentlicher Begleiter der Queen bei Terminen. Zuletzt wurde er aber kaum noch in der Öffentlichkeit gesehen. Er war der dienstälteste Prinzgemahl der britischen Geschichte.

Große Teile der Corona-Pandemie verbrachte Philip gemeinsam mit der Queen auf Schloss Windsor in der Nähe von London - abgeschottet durch einen stark reduzierten Kreis an Hofpersonal. Selten hatte das Paar in den vergangenen Jahren ähnlich viel Zeit gemeinsam verbracht.

Der Prinzgemahl war für seinen Charme und Humor bekannt - und zugleich für seine rhetorischen Fehltritte. "Bewerft ihr euch immer noch mit Speeren?", fragte er etwa Ureinwohner während einer Australienreise. Den damaligen deutschen Bundeskanzler Helmut Kohl begrüßte er 1997 sogar mit den Worten: "Willkommen, Herr Reichskanzler."

Bei den von Prinz Harry und seiner Frau Meghan erhobenen Rassismusvorwürfen gegen den Palast wurden er und die Queen jedoch nachträglich aus der Schusslinie genommen.

Auch über das Alter machte Philip seine Witze: "Nichts baut einen mehr auf, als wenn man daran erinnert wird, dass die Jahre immer schneller vergehen und dass der Lack beginnt, vom alten Rahmen abzublättern", schrieb er in einem Brief, als er 2011 den Titel "Oldie des Jahres" bekam.

Sein Lebenslauf

Philip war vierfacher Vater: Neben Thronfolger Prinz Charles gehören auch Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward zu seinen Kindern. Britischen Medien zufolge soll er bei Ärger in der Familie bis zuletzt wichtiger Berater für die Queen gewesen sein, etwa bei den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Andrew.

Philip wurde am 10. Juni 1921 als Prinz von Griechenland und Dänemark auf Korfu geboren. Er stammte aus einer Königsfamilie Griechenlands und war Spross des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Seine Kindheit und Jugend waren unglücklich. Die Familie musste von Griechenland ins Exil nach Frankreich fliehen. Der Vater kümmerte sich kaum um ihn, die Mutter wurde psychisch krank. Als Ziehvater diente sein Onkel mütterlicherseits, Lord Louis Mountbatten, dessen Nachnamen er später annahm.

Im Zweiten Weltkrieg diente Philip bei der britischen Marine. Im Jahr 1939 traf er auf Betreiben von Louis Mountbatten als Kadett erstmals die damals 13-jährige Elizabeth. Es soll Liebe auf den ersten Blick gewesen sein. Sechs Jahre nach der Hochzeit fand 1953 Elizabeths Krönung in der Westminster Abbey in London statt. Als Prinzgemahl musste Philip seine militärische Karriere aufgeben. Louis Mountbatten wurde 1979 bei einem Bombenattentat der IRA (Irisch-Republikanische Armee) getötet - für Philip erneut ein schwerer Schlag.

Obwohl er für sein hohes Alter als erstaunlich rüstig galt, litt Philip in den vergangenen Jahren mehrfach unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam mit 96 Jahren ein neues Hüftgelenk. Erst mit 97 gab er seinen Führerschein nach einem Unfall ab. Kurz vor Weihnachten 2019 kam er für einige Tage ins Krankenhaus - nach Angaben des Palastes eine Vorsichtsmaßnahme. Den Heiligen Abend feierte Philip aber schon wieder mit seiner Familie auf dem Landsitz Sandringham. Bei seinem letzten und längsten Aufenthalt im Krankenhaus 2021 unterzog er sich einem Eingriff am Herzen.

Kommentare (17)
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Heike N.
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Mit 99

Da trifft die Hebamme keine Schuld mehr😁

Eindachsomal
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Heike

I find deinen Kommentar spitze

Mein Graz
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@Heike N.

Sehr einfühlsamer Kommentar.

kukuro05
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auch mit 99...

....eine tolle Erscheinung!
Er wird fehlen.
Ein Ausnahmemensch.

Eindachsomal
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Royal

Bitte ich bin unwissend,können Sie mir erklären was genau seine Lebensleistung war?

Ich kann sie leider nicht erkennen,ausser das er ein vom Steuerzahler sehr sehr Priviligiertes Leben führen durfte.

mobile49
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@eindachsomal

man kann auch einmal die finger von der tastatur lassen

Eindachsomal
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Mobile

Warum ? Ich lebe nicht in Nordkorea

Tikasha
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Glückwunsch

Sie können zu ihren Lebensleistungen jetzt immerhin zählen, über Tote hergezogen zu sein 👍🏻 🥳

Eindachsomal
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Rotdrücker

Ich habe Respekt vor dem Tod,aber diese ganze Royale Heuchelei ist antiquarisch, es gibt Millionen von Menschen die täglich vielfaches für wenig Geld leisten .Hinter einer Königin hinterher wascheln,und ich erinnere an seine unqualifizierten Sprüche ist keine Leistung.Diese ganzen Monarchien egal wo, gehören abgeschaft,der vom Volk finanzierte Adel ist ein Hohn für das hart arbeitende Volk.
Gschisti gschasti für nix.

So liebe Royalisten jetzt dürft ihr rot stricheln.

DannyHanny
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Eindachsomal!

Was befähigt Sie jetzt dazu, seine Leistungen beurteilen zu können?
Weiter' s nehme ich nicht an, dass er Ihr Steuergeld " verprasst" hat.....ausser Sie sind britischer Staatsbürger!

Eindachsomal
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Royal

Erklären Sie dann mal genau was dieser Herr nachweislich geleistet hat,ich finde dieses ganze tam tam zum kotzen .Für mich ist Adel einfach nur ... und nein bin nicht Brite,dann wäre ich schon ausgewandert, denn für solch einen Haufen ließe ich mir keinen Cent wegnehmen.

Mein Graz
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@Eindachsomal

Wenn dir die Royals (die von vielen Briten verehrt werden) am verlängerten Rückgrat vorbei geht ist das deine Sache.
Das gibt dir m.E. nicht das Recht, über sie herzuziehen, denn du bist ja nicht einmal Brite.

Stell dir vor, ein "Ausländer" würde über unseren BP herfallen - würdest du dich da nicht dagegen wehren?

Eindachsomal
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Graz

Der BP ist genauso unnötig.

Eindachsomal
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Graz

Hoch lebe der Adel :) Mir ist jeder arbeitende Ausländer lieber als diese Parasiten des 21.Jahrhunderts

Mein Graz
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@Eindachsomal

Diese "Parasiten des 21.Jahrhunderts" gehen dich absolut nichts an, da du sie nicht durch deine Steuern erhalten musst.

cathesianus
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Nein,

dieser Ignorant wahrscheinlich nicht

Eindachsomal
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Ignorant

Kennen wir uns ? Ihr Royalisten seid lauter Traumtänzer .Mal bilden wie der Adel zu Geld gekommen ist,durch Enteignung, menschenverachtende Ausbeutung des Volkes.
Aber ich bin ein Ignorant,ihr seid die ignoranten.