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Auch Polizei involviert 23 Festnahmen bei Schlag gegen Cosa Nostra auf Sizilien

Ermittlungen betreffen auch korrupte Polizeifunktionäre.

© APA (AFP)
 

Im Rahmen einer ausgedehnten Anti-Mafia-Razzia sind am Dienstag auf Sizilien 23 Personen festgenommen worden. Dabei handelt es sich um Bosse einflussreicher Clans der Cosa Nostra in den Provinzen von Trapani und Agrigent, teilten die Anti-Mafia-Behörden von Palermo am Dienstag mit.

Die Untersuchung betrifft auch zwei hochrangige Polizeifunktionäre, die beschuldigt werden, den Clans vertrauliche Informationen über die Ermittlungen geliefert zu haben, sowie einen Rechtsanwalt. Verschiedenen inhaftierten Mafia-Bossen, wie dem zu lebenslanger Haft verurteilten Giuseppe Falsone, sei es gelungen, untereinander zu kommunizieren, obwohl sie strengsten Haftbedingungen mit Isolierung unterzogen worden waren. Sie konnten mithilfe korrupter Gefängnisaufseher ihren Clans ihre Befehle zukommen lassen, teilten die Ermittler mit.

Botschaften aus dem Gefängnis

Ein Gefängnisaufseher soll der Anwältin eines Bosses erlaubt haben, ihr Smartphone in der Strafanstalt zu nutzen. Damit soll der Mann Botschaften an Mitglieder seines Clans gesendet haben.

Aus der umfangreichen Untersuchung geht hervor, dass der seit 28 Jahren gesuchte Mafioso Matteo Messina Denaro weiterhin die Nummer eins der Cosa Nostra ist. So sei er immer noch derjenige, der strategische Beschlüsse bezüglich der mafiösen Struktur fällt, berichteten die Ermittler. Messina Denaro werden mindestens 50 Morde zur Last gelegt. Den ersten soll er mit 18 Jahren begangen haben.

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