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GroßbritannienKosten des Klimawandels könnten 2070 in die Billionen gehen

Weil etwa Naturkatastrophen zu immer verheerenderen Schäden führen dürften.

© (c) AP (Francisco Seco)
 

Die Kosten des Klimawandels könnten einer aktuellen Prognose zufolge in den kommenden Jahrzehnten in die Billionen gehen. Im Jahr 2070 könnten sie weltweit bereits 5,4 Billionen US-Dollar (umgerechnet rund 4,6 Billionen Euro) betragen, wie Forscher des University College London und der Nichtregierungsorganisation Carbon Disclosure Projekt (CDP) berechneten.

Zum Ende des nächsten Jahrhunderts, im Jahr 2200, könnten sie sogar die Schwelle von mehr als 30 Billionen US-Dollar (mehr als 26 Billionen Euro) erreichen, weil etwa Naturkatastrophen zu immer verheerenderen Schäden führen dürften. Zugrunde liegt dieser Berechnung ein "Weiter-wie-bisher"-Szenario mit einem ähnlichen Ausstoß von Treibhausgasen, das bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von 4,4 Grad führen würde.

Das ignorierte Klima-Abkommen

Das internationalen Klima-Abkommen von Paris besagt, dass die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad gehalten werden soll. Dies ist das alternative Szenario, für das die Forscher in London die Kosten berechnet haben: Würde die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts also zwei Grad betragen, lägen die Kosten im Jahr 2070 demnach bei 1,8 Billionen US-Dollar und würden sich danach weiterhin auf einem ähnlichem Niveau bewegen. Das "Weiter-wie-bisher"-Szenario würde also bereits 2070 rund dreimal so hohe Kosten produzieren - 2200 lägen sie dann sogar rund 17-mal höher.

"Gesetzgeber, Unternehmen und die Finanzbranche sollten proaktiv in die Bekämpfung des Klimawandels investieren, um diese hohen Kosten für drohende Schäden zu vermeiden", appelliert Carole Ferguson vom Carbon Disclosure Project. Anders als viele andere Studien fokussiert sich die Untersuchung aus London nicht auf die drohenden Umweltschäden, sondern lediglich auf die Kosten, die dadurch zu erwarten sind - etwa für den Wiederaufbau von Städten, die von Naturkatastrophen getroffen werden. Dies liefere ein wichtiges Argument für politische Entscheider, schreiben die Forscher - da diese auch die Wirtschaft ihrer Staaten im Blick behalten müssen.

Kommentare (4)

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47er
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Wenn man die steigenden Naturkatastophen beobachtet,

werden in den nächsten Jahren die Aufwendungen für Unwetterereignisse die der Militärausgaben um einiges übertreffen. Der Zauberlehrling Mensch kann den "Eimer" nicht mehr stoppen.

logon 1
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Eine etwas globalere Sicht hat der amerikanische Evolutionsbiologe..

.Jared Diamond in seinem 2005 erschienenen Buch"Kollaps" vermittelt.
Damals schrieb er,das die" Krone der Schöpfung" noch etwa 80 Jahre vor sich hätte und damit bestätigt,dass uns Arthur Köstler zu Recht als "Irrläufer der Evolution" bezeichnete.

erstdenkendannsprechen
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das glaube ich nicht -

aber die anzahl der menschen auf erden könnte sinken (und was das dann akut bedeutet, will sich wohl auch keiner vorstellen).

logon 1
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..da staune ich aber wegen der Verminderung!

Zu Beginn der 1950er Jahre lebten rund 240 Millionen Menschen in auf dem afrikanischen Kontinent. Heute ist die Bevölkerungszahl auf rund 1,3 Milliarden Menschen angewachsen, und hat sich damit verfünffacht. Prognostiziert wird von 2020-2050 wiederum eine Verdoppelung.
Bedeutet also,dass sich eine Bevölkerung auf der gleichen Fläche in 100 Jahren verzehnfacht.
So viel zur Intelligenz des Menschen und zu 60 Jahren Pille.