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Höhepunkt in China erreichtExperte: Coronavirus-Epidemie noch bis April

Das grippeähnliche Virus hat mehr als 1.100 Menschen getötet und fast 45.000 infiziert. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht indes "positive Veränderungen".

© (c) APA/AFP/PHILIP FONG
 

Ein medizinischer Berater der chinesischen Regierung ist überzeugt, dass die Epidemie durch das Coronavirus im April vorbei sein wird, schreibt Reuters. Derzeit hätte die Krankheit in China ihren Höhepunkt erreicht, nun fange die Ausbreitung im Rest der Welt an, meinte der Experte für Infektionskrankheiten am Mittwoch.

Der Berater sagte, er stütze die Prognose auf mathematische Modelle, die jüngsten Ereignisse und die staatlichen Maßnahmen. Dale Fisher, Vorsitzender des "Global Outbreak Alert and Response Network", das von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) koordiniert wird, unterstützte die Theorie. Er meinte, der vorhergesagte "Zeitverlauf" könne durchaus zutreffen. Aber das Virus habe sich auch an anderen Orten ausgebreitet. "Ich bin zuversichtlich, dass irgendwann jedes Land einen Fall haben wird", sagte Fisher. Aber: "Für die überwiegende Mehrheit der Menschen wird es nur eine leichte Krankheit sein, aber sie sollte dennoch mit Respekt behandelt werden", sagte Fisher.

Kenneth Mak aus Gesundheitsministerium in Singapur erklärte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch, es sei schwierig, sich auf Prognosen zu verlassen, dass die Epidemie in diesem Monat in China ihren Höhepunkt erreichen werde. Nichtsdestotrotz würden andere Länder dann auf jeden Fall ein bis zwei Monate hinterherhinken. Das grippeähnliche Virus hat mehr als 1.100 Menschen getötet und fast 45.000 infiziert.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht indes "positive Veränderungen". Er führte diese auf gemeinsame harte Arbeit und die Vorbeugung und Kontrolle zurück, die "spürbare Resultate" erreicht hätten. "Die Ergebnisse sind von allen Seiten schwer erkämpfte Fortschritte", sagte der Präsident am Mittwoch nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua auf einer Sitzung des Politbüros.

Gleichzeitig rief Chinas Regierungschef Li Keqiang zu weiteren Bemühungen auf, "die Arbeit wieder aufzunehmen" und die Versorgung mit medizinisch und täglich Notwendigem sicherzustellen. Auf einem Treffen des Staatsrates am Vortag, über das Xinhua erst am Mittwoch berichtete, lobte der Premier die gute Arbeit aller Behörden im Kampf gegen die Lungenkrankheit.

Die Äußerungen der beiden Spitzenpolitiker fielen vor dem Hintergrund, dass am Wochenanfang eigentlich die wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest ausgelaufen sind und Fabriken und Büros wieder mit der Arbeit anfangen sollen. Viele Unternehmen zögern aber aus Angst vor dem Virus oder fördern Heimarbeit.

Lokale Behörden haben auch Beschränkungen erlassen. Viele Geschäfte und Restaurants haben geschlossen. Auch die Schulen haben den Unterricht weiter ausgesetzt. Viele Menschen, die über das Neujahrsfest in ihre Heimatdörfer gereist sind, können jetzt auch nicht so einfach zurückreisen. Viele Verkehrsverbindungen wie etwa Fernbusse sind ausgesetzt, die Zahl der Züge und Flüge reduziert.

Kommentare (1)

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umo10
6
3
Lesenswert?

Das Virus in China beschleunigt den Umdenkungsprozess

Jetzt wo die Medikamente langsam ausgehen, die Gase der Industrie, die Rohstoffe im Großhandel, ... wird uns langsam bewusst, was wir alles durch unsere Habgier verloren haben

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