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Coronavirus3.000 neue Fälle an nur einem Tag, China räumt Fehler ein

Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Alle sieben österreichischen Rückkehrer negativ getestet. Chinesische Börsen machen Milliardenverluste.

© (c) APA/AFP/IVAN DAMANIK
 

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2.829 auf 17.205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. Wir berichten live über die aktuellsten Entwicklungen.

21:20 Uhr: Bereits zwölf Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es zwölf Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen worden ist. In Bayern haben sich inzwischen zehn Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Bei dem neuen Betroffenen handelt es sich um einen weiteren Mitarbeiter eines Automobilzulieferers in Stockdorf bei München, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte.

21 Uhr: G7-Staaten verabreden abgestimmtes Vorgehen

Vertreter der G7-Staaten haben sich nach Angaben des deutschen Gesundheitsministeriums am Montag über Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie verständigt. "Die Minister verabredeten ein so weit als möglich abgestimmtes Vorgehen bei den Reisebestimmungen und Vorsichtsmaßnahmen, bei der Erforschung des neuen Virus und bei der Zusammenarbeit mit der WHO, der EU und China", hieß es in der Mitteilung.

20:00 Uhr: Weiteres Kind von Webasto-Mitarbeiter angesteckt 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag einen neunten Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt. Es handle sich um ein weiteres Kind des Mannes aus dem bayerischen Landkreis Traunstein, bei dem die neuartige Virusinfektion in der vergangenen Woche nachgewiesen worden sei, teilte ein Ministeriumssprecher am Abend in München mit.

17.50 Uhr: Hugo Boss schließt einige Filialen vorübergehend 

Wie andere Händler reagiert auch der deutsche Modekonzern Hugo Boss mit der temporären Schließung einiger Filialen in China auf die Ausbreitung des Coronavirus. Stores, die nicht geschlossen sind, öffnen kürzer. Für eine Aussage bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen sei es noch zu früh. Bereits die Unruhen in Hongkong, wo ein Viertel des China-Umsatzes erzielt wird, hatten Boss zugesetzt. 

17.10 Uhr: Indonesier gegen Quarantäne von Rückkehrern

Hunderte Indonesier haben am Montag aus Furcht vor einer Ausbreitung des Coronavirus gegen die Unterbringung von China-Rückkehrern auf der Insel Natuna demonstriert. Die indonesische Regierung hatte am Vortag 238 Menschen aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen, in der die Atemwegserkrankung zuerst ausgebrochen war. Die evakuierten Indonesier sowie ein Ausländer sollen nun 14 Tage auf der abgelegenen indonesischen Insel nordwestlich von Borneo unterkommen, bevor sie zu ihren Familien zurückkehren können. Die Demonstranten forderten nun die örtlichen Behörden auf, die Evakuierten nicht in der Nähe eines Wohngebietes unterzubringen. "Wir glauben, dass dieses Virus für die Menschen in Natuna sehr gefährlich ist."

16.35 Uhr: Chinas Führung räumt "Fehler" ein 

Chinas Führung hat am Montag "Fehler" im Umgang mit der Coronavirus-Epidemie eingeräumt. Der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Reaktion auf die Coronavirus-Epidemie habe "Fehler und Schwierigkeiten" beim nationalen Notfallmanagement offengelegt. Das System müsse daher verbessert werden. Der Ständige Ausschuss forderte außerdem eine verstärkte Überwachung von Märkten. Der illegale Handel mit Wildtieren müsse streng verboten werden, die Behörden müssten hart dagegen vorgehen.

16.20 Uhr: Geldprämien fürs Vernadern der Nachbarn

Die Furcht vor einer Ansteckung setzt die chinesischen Behörden zunehmend unter Druck und löste teils drastische Maßnahmen aus. Ein Bezirk der Stadt Shijiazhuang im Norden Chinas lockt die Bewohner sogar mit einer Geldprämie von 2.000 Yuan (rund 258 Euro), wenn sie Menschen melden, die in den vergangenen zwei Wochen in Wuhan gewesen sind.

15.30 Uhr: Lufthansa setzt China-Flüge länger aus

Die Lufthansa lässt wie ihre Töchter AUA und Swiss angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus China-Flüge noch länger ausfallen. Die Ziele Nanjing, Shenyang und Qingdao sollen bis zum Ende des Winterflugplans am 28. März nicht angeflogen werden. Insgesamt fallen damit pro Woche 54 Flüge aus Deutschland, der Schweiz und Österreich nach China weg. Die Sicherheit der Passagiere und Mitarbeiter habe für die Lufthansa Group oberste Priorität, erklärte die Airline. Die 19 wöchentlichen Flüge von und nach Hongkong heben weiter planmäßig ab.

14.50 Uhr: Kuriose Auswüchse rund um das Virus

Im kroatischen Sibenik ließ sich eine Reisegruppe aus Taiwan mit einem Schild, auf dem "Not from China" ("Nicht aus China") fotografieren, um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen. Zuvor waren laut ihren Angaben in den Straßen einige Passanten vor ihnen davongelaufen, wie sie örtlichen Medien erzählten.

Der Humor ist der asiatischen Reisegruppe noch nicht abhanden gekommen
Der Humor ist der asiatischen Reisegruppe noch nicht abhanden gekommen Foto © (c) AP (Ana Ninic)

14.30 Uhr: Coronavirus lässt Chinas Börsen crashen

Die Furcht vor der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat Chinas Aktienmärkten die größten Verluste seit Jahren beschert. Die Shanghaier Börse meldete am Montag einen Kursrutsch um 7,72 Prozent und verlor damit innerhalb eines Handelstages 2,8 Billionen Yuan an Wert, umgerechnet etwa 360 Milliarden Euro. Der zweite Aktienmarkt des Landes im südchinesischen Shenzhen brach um 8,45 Prozent ein, was einen Verlust von zwei Billionen Yuan (260 Milliarden Euro) bedeutete.

13.38 Uhr: Knapp 3.000 neue Corona-Fälle am Montag

Der Ausbruch des Coronavirus hat in Festland-China nun schon mehr Menschenleben gefordert als die SARS-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. Die Zahl der Toten in China erhöhte sich auf 361, die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte um 2.829 auf 17.205 Fälle.

13.15 Uhr: 16 Ausländer in China infiziert

In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenministeriumssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können. Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nich

12.44 Uhr: Alle Rückkehrer negativ getestet

Alle sieben Österreicher, die am Sonntag via Flugzeug aus der vom Coronavirus besondern betroffenen chinesischen Provinz Wuhan nach Österreich gebracht wurde, sind negativ auf die Krankheit getestet worden. Das wurde am Montag bekannt. 

12.31 Uhr: Erster Corona-Verdachtsfall in Villach

Wie die Landessanitätsdirektion Kärnten heute, Montag, mitteilt, besteht der Verdacht, dass sich ein Villacher mit dem Corona-Virus infiziert hat. Der Mann war am 18. Jänner aus China zurückgekehrt und zeigt jetzt grippeähnliche Symptome.

Laut der Landessanitätsdirektion wird noch heute ein Abstrich beim Patienten gemacht und zur Analyse nach Wien geschickt. Mit einem Ergebnis ist frühestens morgen zu rechnen. Der Villacher befindet sich bis zur endgültigen Abklärung in Heimquarantäne.

12.27 Uhr: Zeitweise drei Verdachtsfälle in der Steiermark

Laut einer aktuellen Information des Gesundheitsministeriums gibt es in Österreich fünf weitere Coronavirus-Verdachtsfälle, darunter auch einen in der Steiermark. Laut Landessanitätsdirektion kann der steirische Verdachtsfall mittlerweile aber ausgeschlossen werden. Aus der Spitalsgesellschaft Kages heißt es hingegen, dass sich derzeit sogar drei Patienten zur Abklärung in Grazer Spitäler befinden.


12.11 Uhr: Russische Regierung will erkrankte Ausländer abschieben

Die Regierung in Moskau will ausländische Coronavirus-Patienten aus Russland abschieben. Das Virus sei "in die Liste der besonders gefährlichen Krankheiten" aufgenommen worden, sagte der russische Ministerpräsident Michail Mischustin am Montag während einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung.

11.53 Uhr: Hongkong schloss weitere Grenzübergänge zu China

Wegen des Ausbruchs der Lungenkrankheit hat Hongkong weitere Grenzübergänge nach China geschlossen. Wie Regierungschefin Carrie Lam am Montag mitteilte, bleiben nur noch der Shenzhen Bay-Übergang, die Brücke nach Zhuhai und Macao und eine begrenzte Zahl von Flugverbindungen in die Volksrepublik offen. Dort könnten eingehende Gesundheitskontrollen gemacht werden.

11.49 Uhr: Drei Verdachtsfälle in der Steiermark

Laut Kages gibt es in der Steiermark drei Verdachtsfälle. Drei Personen würden sich demnach zur Abklärung in einem der Kages Spitäler befinden. Weitere drei Fälle gibt  in Niederösterreich, einen in Tirol. Rund 40 Coronavirus-Verdachtsfälle hat es bisher in Österreich gegeben. In all diesen Fällen gab es nach Tests Entwarnung.

11.30 Uhr: Hongkonger Spitals-Mitarbeiter fordern Grenzschließung

Hunderte Hongkonger Krankenhaus-Mitarbeiter haben angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für eine Schließung der Grenze zu Festland-China gestreikt. Sie versammelten sich am Montag vor den Krankenhäusern und verteilten weiße Bänder an Kollegen, um sie zur Streik-Teilnahme zu ermutigen.

Sollten die Hongkonger Behörden der Forderung nicht nachkommen, werde es am Dienstag weitere Arbeitsniederlegungen geben, verkündete die neugegründete Gewerkschaft für medizinisches Personal (HAEA).

11.28 Uhr: Kreuzfahrtschiffe lehnen Passagiere nach China-Reisen ab

Die internationalen Kreuzfahrt-Reedereien lassen künftig keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder mehr an Bord, die in den vergangenen 14 Tagen auf dem chinesischen Festland unterwegs waren. Das teilte der internationale Kreuzfahrt-Verband CLIA am Montag in Hamburg mit.

Zudem würden wegen des Coronavirus Reisen und Routen in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden und der Weltgesundheitsorganisation WHO gegebenenfalls umdisponiert, verändert oder gestrichen. Das liege in der Verantwortung der jeweiligen Reederei.

Die Kreuzfahrtgesellschaften Costa Crociere und MSC hatten wegen des Ausbruchs des Coronavirus bereits alle Kreuzfahrten abgesagt, die von chinesischen Häfen starten. MSC strich drei Anfang Februar geplante Kreuzfahrten ihres Schiffes "Splendida" mit 6.880 Plätzen von chinesischen Häfen in Richtung Japan, teilte die Reederei mit.

11.26 Uhr: Ergebnisse der sieben österreichischen Heimkehrer noch ausständig

Ausständig ist noch das Ergebnis der sieben Österreicher, die mit einer Hercules C-130 des österreichischen Bundesheeres Sonntagabend von Frankreich nach Wien-Schwechat gebracht wurden. Die vier Männer, zwei Frauen und ein Kind wurden in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht werden, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen. Das Ergebnis war Montagvormittag noch ausständig. Krankheitsfall war keiner bekannt, dennoch wird es eine 14-tägige Quarantäne geben.

11.10 Uhr:  Neue Verdachtsfälle in Österreich
 

In Österreich gibt es fünf neue Coronavirus-Verdachtsfälle. Wie das Gesundheitsministerium Montagvormittag bekannt gab, handelt es sich um drei Fälle in Niederösterreich, drei in der Steiermark und einer in Tirol. Die Untersuchungsergebnisse der sieben österreichischen Rückkehrer aus der Corona-Hochrisikoregion Wuhan waren am Vormittag noch ausständig.

Die sechs Erwachsenen und ein Kind zählen nicht zu den Verdachtsfällen, da sie keinerlei Symptome aufweisen. Sie gelten als gesund und befinden sich weiterhin in Quarantäne.

Rund 40 Coronavirus-Verdachtsfälle hat es bisher in Österreich gegeben. In all diesen Fällen gab es nach Tests Entwarnung.

10.50 Uhr: Notklinik mit tausend Betten in Wuhan eröffnet

 Im Kampf gegen das Coronavirus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern in Wuhan hochgezogen. Das "Huoshenshan" ("Berg des Vulkan-Gottes") genannte Hospital hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet. Rund 1.400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden.

Am Spital war seit 23.Jänner Tag und Nacht gearbeitet worden. Ein zweites Hospital mit mehr als tausend weiteren Betten soll am Mittwoch eröffnet werden. Es wird "Leishenshan", "Berg des Feuergottes", genannt. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die beiden Nothospitäler sollen helfen, den akuten Mangel an Krankenbetten zu beheben.

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Das "Huoshenshan" ("Berg des Vulkan-Gottes") genannte Hospital hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet Foto © APA/AFP/STR

 

10.23 Uhr: China braucht "dringend" Masken zum Schutz

China braucht nach eigenen Angaben "dringend" medizinische Schutzausrüstung, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu stoppen. "Was China momentan dringend braucht, sind Atemmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, am Montag in Peking.

Nach Angaben des Industrieministeriums können chinesische Fabriken pro Tag nur rund 20 Millionen Atemmasken produzieren - bei voller Auslastung. In vielen Fabriken läuft die Produktion nach den Ferien zum chinesischen Neujahrsfest aber gerade erst wieder an.

10.09 Uhr: Chinas Notenbank sieht begrenzte Wirtschaftsauswirkung

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf Chinas Wirtschaft werden der Zeitung der chinesischen Notenbank zufolge nur begrenzt und temporär sein. Die Finanzmärkte würden sich langfristig wieder normalisieren, heißt es in einem Kommentar der "Financial News". Die gesunde langfristige wirtschaftliche Basis werde durch den Ausbruch des Virus nicht verändert.

Die Aktienmärkte seien wegen einiger irrationaler Faktoren eingebrochen, heißt es weiter. Als Beispiel werden durch einen "Herdentrieb" ausgelöste Panikverkäufe genannt.

9.40 Uhr: Drohnen verfolgen Menschen in China ohne Mundschutz

 Im Kampf gegen die Lungenkrankheit verfolgt die chinesische Polizei offensichtlich auch mit Drohnen einzelne Menschen, die keinen Mundschutz tragen. Über Lautsprecher werden sie aufgefordert, eine Atemmaske anzulegen oder nach Hause zu gehen, wie auf Videos im chinesischen Internet zu sehen ist.

"Sie sollten nicht draußen rumlaufen, ohne eine Maske zu tragen", sagt eine männliche Stimme aus dem Lautsprecher der Drohne zu einer älteren Frau, wie auf einem Video zu sehen ist, das die Global Times" auf Twitter veröffentlichte. "Besser, sie gehen jetzt nach Hause - und Hände waschen nicht vergessen!" Alle seien doch aufgefordert worden, zuhause zu bleiben. "Jetzt beobachtet sie eine Drohne."

An einer Straßenkreuzung wurden ferner Passanten von der Drohne aus aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. "Der Typ mit dem pinken Schutz am Motorrad", schallte aus der Luft die Stimme einer Polizistin, die mit Sprechfunk über die Drohne spricht. "Ja, sie! Bitte tragen Sie eine Maske."

Wie verbreitet das Vorgehen ist, war aber unklar. Auf anderen Videos ist zu sehen, wie die Polizei aus der Luft auch die Bürger aufklärt. "Gehen sie nur im Notfall raus", sagt ein Polizist in einem Video mit Sprechfunk über die Drohne, die über einer Kreuzung schwebt. "Bitte tragen sie einen Mundschutz, wenn sie rausgehen. Schützen sie sich selbst!"

 

9.30 Uhr: Wuhan-Rückkehrer in Frankreich nicht erkrankt

Etwa 20 unter Beobachtung stehende Passagiere, die aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben sich nicht infiziert. Tests seien negativ ausgefallen, sagte der Staatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Adrien Taquet, am Montag im Sender BFMTV.

9.27 Uhr: Chinesische Aktien trotz Wirtschaftshilfen im Sinkflug

Am ersten Handelstag nach den verlängerten Ferien um das asiatische Neujahrsfest sind die chinesischen Aktienmärkte wegen der Coronavirus-Epidemie abgestürzt. Die Börse in Shanghai büßte am Montag rund 8 Prozent ein. Auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gab knapp 8 Prozent nach.

Um eine Panik abzuwenden, setzte die chinesische Regierung auf eine Reihe von Wirtschaftsmaßnahmen, einschließlich der unerwarteten Senkung des Leitzinses.

Doch auch an den übrigen asiatischen Börsen ging es bergab. Der Nikkei-Index schloss in Tokio ein Prozent tiefer bei 22.972 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,6 Prozent.

 

9.18 Uhr: China wirft den USA Panikmache vor

China hat die Reaktion der USA auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus scharf kritisiert. Anstatt Hilfe anzubieten habe Washington "Panik" geschürt, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking. Sie kritisierte, dass die US-Regierung als erste Reaktion die Mitarbeiter ihres Konsulats in Wuhan abgezogen und dem Botschaftspersonal in Peking die Ausreise freigestellt habe.

Hua verurteilte außerdem das von Washington erlassene Einreiseverbot für China-Reisende. Die USA hätten damit ein "sehr schlechtes Beispiel" abgegeben, sagte die Außenamtssprecherin. Die US-Regierung habe China auch "keinerlei substanzielle Unterstützung" angeboten.

9.15 Uhr: Huawei hat Produktion wieder aufgenommen

Der chinesische Telekommunikationsriese Huawei hat die Produktion wieder hochgefahren. Der Betrieb laufe wieder normal, sagt ein Unternehmenssprecher. Der Konzern besitzt eine Ausnahmegenehmigung der Regierung, mit der es bestimmten kritischen Branchen möglich ist, die Produktion von Waren und Konsumgütern trotz Zwangspause zur Eindämmung des Coronavirus wieder aufzunehmen.

Der Sprecher sagt, der größte Teil der Produktion sei in Dongguan, einer Stadt in der südlichen Provinz Guangdong.

9.01 Uhr: Mehr Tote in China durch neuen Virus als bei SARS

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die SARS-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg innerhalb eines Tages. An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen.

Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote - mehr als es durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

 

8. 27 Uhr: Höhepunkt der Epidemie in China später als erwartet

"Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird", sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. "Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen." Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.

Über 300 Todesfälle

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2.829 auf 17.205.

Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. Die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Virus ist mittlerweile höher als während der SARS-Epidemie der Jahre 2002 und 2003. An diesem Erreger waren damals in Festlandchina laut der offiziellen Bilanz 349 Menschen gestorben. Der erste bekannte Todesfall außerhalb Chinas wurde in der philippinischen Hauptstadt Manila verzeichnet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich um einen Chinesen aus der Millionenstadt Wuhan in Hubei. Wuhan gilt als Ausgangsort der Epidemie.

Österreicher heimgeholt

Sieben aus Wuhan heimgeholte Österreicher sind am Sonntagabend wohlbehalten in Wien-Schwechat angekommen. Sie wurden zur Erstversorgung in das Hygienezentrum der Stadt Wien gebracht werden, wo auch die Abstriche für die Virus-Tests erfolgen. Krankheitsfall war keiner bekannt, dennoch wird es eine 14-tägige Quarantäne geben.

Unter den weiteren knapp 250 Menschen, die gemeinsam mit den Österreichern von einer französischen Maschine aus Wuhan ausgeflogen worden waren, wurden etwa 20 wegen möglicher Symptome des Coronavirus noch am Ort der ersten Landung auf der französischen Luftwaffenbasis Istres-Le Tube auf den Erreger getestet. Bisher gibt es in Frankreich sechs bestätigte Fälle von Ansteckungen mit dem Erreger.

Die kalifornische Gesundheitsbehörde bestätigte unterdessen einen neunten Fall einer Infektion mit dem Virus in den USA. Die Frau und ihre Familie sei in ihrem Haus in Santa Clara unter Quarantäne. Die Frau ist kürzlich von einer Reise nach Wuhan zurückgekehrt. Die US-Gesundheitsbehörden stufen die Risiken für die Vereinigten Staaten aber weiterhin niedrig ein, Präsident Donald Trump behauptete in einem TV-Interview gar, man habe das Virus "ausgeschaltet".

WHO besorgt

Die WHO ist unterdessen über die Informationsflut zum Coronavirus besorgt. Der Ausbruch des Erregers 2019-nCoV sei von einer "massiven Infodemie", einer Überschwemmung an Informationen begleitet worden. Einige Informationen seien korrekt, andere nicht.

Da die Flut an Informationen es vielen Menschen schwer mache, zwischen Mythen und Fakten zu unterscheiden, hat die WHO eine große Informationskampagne auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien gestartet. Darin beantwortet sie etwa Fragen wie: Kann das Essen von Knoblauch gegen das Coronavirus helfen. Antwort: Dafür gibt es keinen Beleg.

Auch der Rauch von Feuerwerk helfe nicht gegen den Erreger, schreibt die WHO. Die Annahmen von Briefen oder Päckchen aus China sei hingegen ungefährlich. Das Virus überlebe nicht lange auf solchen Objekten. Auf einer gesonderte Webseite rät die WHO unter anderem zum regelmäßigen Händewaschen, auch wenn die Hände "nicht sichtbar dreckig" seien. Erkrankte sollten in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen und letzteres in einen geschlossen Abfalleimer werfen.

Kommentare (10)

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lapinkultaIII
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Dumme Panikmache

In Österreich sterben Jahr für Jahr über 1.000 Menschen an Grippe..... trotzdem sind die Grenzen nicht geschlossen, finden alle Flüge planmässig statt und macht sich kaum jemand Sorgen.

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checker43
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Und wie

viele werden im Dezember 2020 (also auch nach einem Jahr) in China am Corona gestorben sein, wenn man die Leute frei herumreisen lässt?

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hansi01
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Es ist 19:35

Ist die Kleine jetzt total übergeschnappt? Ein Live Bericht muss her. Dummheit tut nicht weh aber darüber live zu berichten würde im Sekundentakt Schlagzeilen bringen

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selbstdenker70
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...

Die Hygiene, gerade im Bereich der Lebensmitteln, offener Straßenverkauf, div. Küchen ect, war in China schon immer mehr als grenzwertig. In vielen Gebieten sind Tee und Potenzmittel das wichtigste im Leben. Somit war es ja sowieso nur eine Frage der Zeit bis so ein Virus Fahrt aufnimmt.

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der alte M.
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Was haben

Tee und Potenzmittel mit Viren zu tun?

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chrisu1702
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Ca.

1 400 000 Einwohner 361 Tote es lebe die Panikmache!

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wnobbe
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Corona-Virus

Es werden ja täglich mehr und es gibt noch kein Medikament dagegen. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht. China zeigt sehr viel Verantwortungsbewusstsein.

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erstdenkendannsprechen
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sie verstehen nicht

wie ein virus funktioniert? auch nicht, welchen schaden es abseits von den toten anrichtet? und ev. einmal daran gedacht, dass man alles tut, um es einzudämmen um eine pandemie zu verhindern (was trotz aller maßnahmen wohl unter umständen nicht geklappt hat). hätte man es eindämmen können, dann wäre der welt einiges erspart geblieben. so aber könnte es - unter umständen - wie die grippe bald zu unserem alltag gehören. mit (geschätztem) dreimal so hohem sterberisiko und ca. 25% von patienten, die nach einer erkrankung intensivmedizinische betreuung brauchen. was das für die spitäler heißt, kann man sich ausdenken. man weiß halt wenig über den virus. vlt. verändert er sich auch noch, wird im sommer sicher abflauen. aber weg kriegen wir den wahrscheinlich nicht mehr. hätte man zu beginn mehr "panik" gemacht, wäre es der welt erspart geblieben.

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Ifrogmi
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Erstens...

... hilft Ihnen das gar nix, wenn sie zu den 300 gehören ;)
Zweitens sind ja nicht 1,4 Mrd erkrankt.
Die Frage ist wie viele der infizierten sterben

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chrisu1702
2
35
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1 400 000 000

ist 1,4 Milliarden.

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