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Almaty in KasachstanBek Air: Zwölf Tote bei Absturz von Passagierflugzeug

Die Fokker 100 war unmittelbar nach dem Start durchgesackt und hatte eine Mauer durchbrochen, ehe sie gegen ein Wohngebäude prallte.

Fokker 100 prallte in eine Betonmauer und in ein zweistöckiges Gebäude
Fokker 100 prallte in eine Betonmauer und in ein zweistöckiges Gebäude © (c) AP (Vladimir Tretyakov)
 

Bei einem Flugzeugabsturz sind am Freitag in Kasachstan zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug mit 95 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern war kurz nach dem Start vom Flughafen der Millionenstadt Almaty abgestürzt und in ein Haus gekracht. Wie durch ein Wunder überlebten die meisten Insassen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 53 Menschen verletzt, darunter neun Kinder.

Auf Videoaufnahmen der Behörden war zu sehen, dass die Maschine der Billigfluglinie Bek Air bei dem Unglück in zwei Teile zerbrach. Ihr Bug hatte sich in ein zweistöckiges Wohnhaus gebohrt, das schwer beschädigt wurde. Im Schnee waren Rettungskräfte im Einsatz, um Überlebende aus dem Wrack zu bergen.

Das Passagierflugzeug vom Typ Fokker 100 sollte von Almaty in die rund 1.200 Kilometer entfernte Hauptstadt Nur-Sultan, das frühere Astana, fliegen. Nach Angaben der Flughafenverwaltung verschwand die Maschine wenige Minuten nach dem Start von den Radarschirmen. Sie prallte gegen eine Betonmauer und krachte dann in das Wohnhaus nordöstlich des Flughafens. Wie das staatliche Fernsehen berichtete, war aber glücklicherweise niemand in dem Haus.

Flugzeugabsturz in Kasachstan: Passagierjet kracht gegen Haus

Nahe der früheren kasachischen Hauptstadt Almaty (Alma Ata) ist eine Passagiermaschine vom Typ Fokker 100 abgestürzt.

(c) APA/AFP/Kazakhstan´s emergencies committ/HO (HO)

Die Maschine war unmittelbar nach dem Start durchgesackt und hatte eine Mauer durchbrochen, ehe sie gegen ein Wohngebäude prallte.

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Das Notfallkomitee des zentralasiatischen Landes legte am Freitag eine Liste mit den Namen von insgesamt zwölf Todesopfern vor.

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Nach Angaben des Notfallkomitees, das für Rettungseinsätze zuständig ist, waren 95 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder an Bord.

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Neben dem Piloten kamen den Angaben zufolge auch elf Passagiere ums Leben. Acht Menschen, darunter der Flugkapitän, starben demnach noch an der Absturzstelle.

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Vier weitere erlagen später ihren schweren Verletzungen, zwei von ihnen noch während der Erstbehandlung am Flughafen.

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Das kasachische Notfallkomitee veröffentlichte eine Liste mit den Namen der zwölf Todesopfer. Neben dem Piloten kamen demnach auch elf Passagiere ums Leben. Acht Menschen, darunter der Flugkapitän, starben noch an der Absturzstelle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums schwebten von den 53 Verletzten zunächst noch zehn Erwachsene in Lebensgefahr.

Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Vize-Regierungschef Roman Skljar sagte, das Heck der Maschine habe beim Start zwei Mal die Start- und Landesbahn berührt. Es müsse aber noch geklärt werden, ob dies auf einen Pilotenfehler oder einen technischen Defekt zurückzuführen sei.

Präsident Kassim-Schomart Tokajew kündigte an, die Verantwortlichen würden "in Übereinstimmung mit den Gesetzen hart bestraft". Seine Regierung habe eine Kommission eingesetzt, um die Ursachen des Unglücks zu untersuchen. Auch das Innenministerium leitete Ermittlungen ein. Den Familien der Todesopfer stellte Tokajew Entschädigungsleistungen in Aussicht. Sein Büro rief eine eintägige Staatstrauer aus.

Der bekannte Geschäftsmann Aslan Nasaralijew, der bei dem Unglück in der Maschine gesessen hatte, veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein Foto seines Sitzplatzes in dem Flugzeug - direkt neben der Stelle, an der die Maschine in zwei Teile zerbarst. "Dank Allah bin ich am Leben und wohlauf", schrieb Nasaralijew.

Bek Air ist nach eigenen Angaben die erste Billigfluggesellschaft der ehemaligen Sowjetrepublik. Die Airline verfügt demnach über eine Flotte von sieben Maschinen des niederländischen Typs Fokker 100. Die kasachische Regierung ordnete an, dass alle Flugzeuge dieses Typs vorerst am Boden bleiben müssen. Für Bek Air erteilte die Regierung für den Zeitraum der Untersuchung ein generelles Flugverbot.

Die Unglücksmaschine war nach Angaben der kasachischen Behörden 23 Jahre alt und hatte erst im Mai eine Sicherheitsüberprüfung bestanden.

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Fokker 100 waren auch bei Austrian bis 2018 im Einsatz

Bei der AUA hatten diese Flieger auch schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Bei der Austrian führten Probleme mit der Hydraulik, der Elektronik oder den Instrumenten dazu, dass mit Fokker 100 durchgeführte Flüge außerplanmäßig immer wieder nach Wien zurückkehren mussten.
Das Flugzeug der Bek Air mit der Kennung UP-F1007 war vorher auch in Deutschland im Einsatz.

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