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Fahndung in Den HaagMann sticht mitten im "Black Friday"-Trubel auf Passanten ein

Nach dem Angriff in London gibt es nun Berichte über eine Messerattacke in Den Haag. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Einkaufsstraße "Grote Marktstraat"
Einkaufsstraße "Grote Marktstraat" © APA
 

Bei einem Stichwaffenangriff in einem Kaufhaus in Den Haag sind nach Angaben der Polizei drei Minderjährige verletzt worden. Nach dem flüchtigen Angreifer werde gefahndet, teilte die niederländische Polizei am Freitagabend mit. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst offen. Nach einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP wurde nicht von einem "terroristischen Motiv" ausgegangen.

 

Die bei dem Angriff verletzten Minderjährigen sind aus dem Krankenhaus entlassen worden. Das teilte die Polizei am frühen Samstagmorgen auf Twitter mit. Zum genauen Alter der Opfer gab es keine Angaben.

Auch der nationale Sender "NOS" berichtete unter Berufung auf mehrere Quellen, dass es keinen Hinweis auf ein terroristisches Motiv gebe. Die Behörden bestätigten dies jedoch zunächst nicht. "Wir ziehen derzeit alle Möglichkeiten in Betracht", sagte eine Polizeisprecherin laut ANP mit Blick auf das mögliche Tatmotiv. Es würden "umfangreiche Ermittlungen" angestellt, fügte sie hinzu. Wegen der Komplexität des Falls werde dies einige Zeit dauern. "Wir suchen noch immer nach dem Täter", betonte die Sprecherin.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen "leicht dunkelhäutigen Mann" mit lockigem Haar zwischen 40 und 50 Jahren. Er soll mit einem schwarzen Oberteil, einem schwarzen Schal sowie einer grauen Jogginghose bekleidet gewesen sein.

Bei allen Verletzten handle es sich um Minderjährige, teilte die Polizei am späten Freitagabend im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Wir stehen im Kontakt mit ihren Familien." Zum Alter der Opfer machte sie keine Angaben.

Der Stichwaffenangriff ereignete sich im beliebten Kaufhaus Hudson's Bay auf der bekannten Den Haager Shopping-Meile Grote Marktstraat. Wegen des Schnäppchentags "Black Friday" waren viele Menschen auf der Einkaufsstraße unterwegs. In den Online-Diensten verbreitete Foto- und Video-Aufnahmen zeigten Menschen, die nach dem Angriff panisch durch die weihnachtlich beleuchtete Straße rannten.

Ein AFP-Korrespondent berichtete von einer Menschenmenge hinter einer Polizeiabsperrung in der Einkaufsstraße. Polizeihubschrauber kreisten über dem Tatort, zahlreiche Einsatzfahrkräfte waren vor Ort.

Die Grote Marktstraat liegt in der Nähe des niederländischen Parlaments und zahlreicher internationaler Organisationen, die in Den Haag ihren Sitz haben. Die US-Botschaft empfahl US-Bürgern, das Gebiet um das Parlament wegen "Berichten über einen Sicherheitsvorfall" zu meiden.

In den Niederlanden hat es in den vergangenen Jahren mehrere islamistisch motivierte Anschläge und -versuche gegeben. Am Montag hatte die niederländische Polizei zwei Männer im Alter von 20 und 34 Jahren wegen Terrorverdachts festgenommen, einen von ihnen in Den Haag. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Männer einen Anschlag mit Sprenggürteln und Autobomben am Ende des Jahres geplant.

 

Kommentare (1)

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freeman666
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Lesenswert?

Traurige aber vorhersehbare Entwicklung.

Jetzt in der Weihnachtszeit werden es nicht die einzigen Terroranschläge bleiben. Zum Glück wurde in allen größeren Städten das Polizeiaufgebot massiv erhöht und auch den Geheimdiensten gelingt es schon vorab potenzielle Täter unschädlich zu machen.

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