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Papst vor OrtLaos und Thailand von Erdbeben erschüttert

Das Erdbeben erreichte eine Stärke von 6,1. Papst Franziskus macht derzeit in Thailand Station auf seiner Asienreise.

Papst Franziskus befindet sich gerade in Thailand © AP
 

Die Grenzregion zwischen Laos und Thailand ist von einem Beben erschüttert worden. Der Erdstoß der Stärke 6,1 ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS am Donnerstagmorgen. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. Die Erschütterungen waren demnach auch in der mehr als 700 Kilometer entfernten thailändischen Hauptstadt Bangkok zu spüren.

Dem thailändischen Wetterdienst zufolge waren von dem Beben in Thailand neun Provinzen betroffen. Zudem registrierten die Behörden vier kleinere Nachbeben. Auch die Bewohner der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi konnten das Beben spüren. Drei Stunden zuvor war in der selben Region in Laos bereits ein Erdbeben der Stärke 5,7 nahe des Staudamms Xayaburi verzeichnet worden. Schäden wurden bisher nicht gemeldet.

Papst in Thailand

Papst Franziskus hält sich derzeit in der Region für einen viertägigen Besuch auf. Am Mittwoch traf er in Bangkok ein. Am Donnerstag wollte das Oberhaupt der katholischen Kirche mit dem obersten Geistlichen Führer der Buddhisten in Thailand, Somdej Phra Maha Muneewong, zusammenkommen. Zudem waren Treffen mit Regierungschef Prayut Chan-O-Cha und König Maha Vajiralongkorn geplant. Zu einer Messe im Nationalstadion wurden Zehntausende Menschen erwartet.

Immer wieder kommt es in Südostasien zu schweren Erdbeben. 2016 erschütterte ein Beben der Stärke 6,8 Myanmar, bei dem drei Menschen ums Leben kamen.

Papst zu Kinderprostitution: "Plage" ausrotten

Der Papst hat während seines Besuches den sexuellen Missbrauch von Kindern und Frauen angeprangert.

"Ich denke auch an all jene Frauen und Kinder unserer Zeit, die besonders verletzt und vergewaltigt werden, und jeder Form von Ausbeutung, Sklaverei, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Treffen mit Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha und Regierungsvertretern am Donnerstag in Bangkok.

Dabei lobte Franziskus "Anstrengungen" der Regierung, "diese Plage auszurotten" und "dieses Übel auszumerzen und einen Weg anzubieten, ihnen ihre Würde zurückzugeben". Sextourismus und Kinderprostitution sind in Thailand und anderen südostasiatischen Ländern verbreitet. Auch aus Österreich reisen Männer an, um Sex mit Einheimischen zu haben, oft auch Minderjährigen. Prostitution ist in Thailand eigentlich verboten.

In Thailand ist seit einem Militärputsch 2014 der ehemalige General Prayut an der Macht. Seit einer Parlamentswahl im Frühjahr, die von Manipulationsvorwürfen überschattet wurde, ist er Ministerpräsident einer Koalitionsregierung. Franziskus lobte die Wahlen bei seinem Besuch als "Rückkehr zum normalen demokratischen Prozess". Am Mittwoch hatte Thailands Justiz dem prominentesten Politiker der demokratischen Opposition das Abgeordnetenmandat entzogen.

 

 

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