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Sieben Jahre eingesperrtBayerisches Justizopfer bekommt vom Freistaat 600.000 Euro

Streit um Zwangsunterbringung in Psychiatrie wurde gütlich beigelegt.

Gustl Mollath nach seiner Entlassung aus der Psychiatrie © EPA
 

Der zu Unrecht gegen seinen Willen mehr als sieben Jahre in der Psychiatrie untergebrachte Gustl Mollath bekommt vom Freistaat Bayern 600.000 Euro. Es sei eine entsprechende gütliche Einigung zwischen Mollath und Bayern erzielt worden, teilte das Landgericht München I am Dienstag mit.

Das Land zahle das Geld ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Damit kann ein im März begonnenes Verfahren abgeschlossen werden. Mit der gütlichen Einigung akzeptierten beide Seiten nun doch einen Kompromissvorschlag, den das Landgericht bereits im Zusammenhang mit dem Prozessauftakt im März vorgelegt hatte.

Der Fall Mollath gilt als einer der größten Justizskandale der jüngeren bayerischen Geschichte. Mollath wurde in einem im Zusammenhang mit einem Rechtsstreit mit seiner früheren Frau geführten Prozess 2006 wegen Wahnvorstellungen zwangseingewiesen. In dem Prozess hatte Mollath über Schwarzgeldgeschäfte seiner Frau für eine Großbank berichtet - später stellte sich heraus, dass die Vorwürfe zutrafen.

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