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"Alan Kurdi"NGO-Schiff: Schwangere Frau evakuiert

Die Hilfsorganisation Sea-Eye bat Italien um einen Landehafen. Die Frau wurde von einem Schiff der italienischen Küstenwache auf Lampedusa gebracht, wie die Crew des Schiffes am Montag mitteilte.

Die Besatzung des deutschen Rettungsschiffes soll von libyschen Streitkräften bedroht worden sein © (c) AP (Lea Ricking)
 

Die italienische Küstenwache hat am Sonntagnachmittag eine 22-jährige schwangere Nigerianerin evakuiert, die sich mit anderen 90 Menschen an Bord des Rettungsschiffes "Alan Kurdi" befand. Die Frau wurde von einem Schiff der italienischen Küstenwache auf Lampedusa gebracht, wie die Crew des Schiffes in einer Presseaussendung am Montag mitteilte.

Die Hilfsorganisation Sea-Eye, Betreiberin der "Alan Kurdi", bat inzwischen Italien offiziell um einen Landehafen für die Migranten. Das Schiff befindet sich derzeit außerhalb der italienischen Territorialgewässer vor der Insel Lampedusa.

Ein junger Migrant informierte die Crew, dass er seinen Bruder an Bord nicht finden könne. Er sei mit ihm auf dem Schlauchboot gewesen. Seither gilt eine Person als vermisst. Ob die vermisste Person ertrunken ist, ist unklar, so Sea-Eye.

NGO-Schiff soll bedrängt worden sein

Bei der Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer war die Besatzung des deutschen Rettungsschiffs nach eigenen Angaben von libyschen Streitkräften mit Schusswaffen bedroht worden. Drei libysche Schiffe hätten die "Alan Kurdi" bedrängt, Maskierte hätten Warnschüsse in die Luft und ins Wasser abgegeben.

Viele Migranten seien in Panik ins Wasser gesprungen, auch sie seien mit Maschinenpistolen bedroht worden. Die "akute Bedrohungssituation" sei später vorbei gewesen, die Libyer hätten abgedreht, berichtete die Crew. Die Migranten an Bord eines in Seenot geratenen Schlauchbootes waren am Samstag gerettet worden.

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