AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Für Facebook-Postings verurteiltPakistani schuldig wegen blasphemischer Cyberkriminalität

Erstmals wurde in Pakistan ein Mann auf Basis des Gesetzes gegen Cyberkriminalität wegen Blasphemie schuldig gesprochen und zu fünf jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit verurteilt. Mehr als 500 Anzeigen gab es seit der Einführung des Gesetzes bereits.

Neues Gesetz in Pakistan gegen Cyberkriminalität: bis jetzt schon 500 Anzeigen © (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

In Pakistan ist erstmals ein Mann auf Basis des Gesetzes gegen Cyberkriminalität wegen Blasphemie schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Lahore verurteilte den Angeklagten zu fünf Jahren Gefängnis und Zwangsarbeit, wie das pakistanische Nachrichtenportal Daily Times am Samstag auf seiner Webseite laut Kathpress meldete.

Grund seien "blasphemische Postings" auf Facebook. Insgesamt gingen dem Bericht zufolge seit Einführung des Gesetzes gegen Cyberkriminalität 2016 mehr als 500 Anzeigen wegen Blasphemie bei den Behörden ein.

Schweres Verbrechen

Blasphemie gilt im mehrheitlich islamischen Pakistan als schweres Verbrechen, das mit der Todesstrafe geahndet werden kann. In der Praxis werden unter Blasphemie nur verächtliche Äußerungen und Taten gegen den Islam, den Koran und den Propheten Mohammed verstanden. Muslime nutzen laut Menschenrechtsorganisationen den Vorwurf der Blasphemie oft bei Nachbarschaftskonflikten oder um bei Immobiliengeschäften Konkurrenten auszuschalten.

Laut dem US-Außenministerium sitzen in den Gefängnissen Pakistans derzeit etwa 40 Menschen, die wegen Blasphemie zu lebenslanger Haft oder zum Tode verurteilt worden sind.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren