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Rettungsschiff konfisziert Mutmaßlicher Schlepper unter "Eleonore"-Migranten

18-Jähriger aus dem Sudan wurde wegen mutmaßlicher Schlepperei festgenommen. Migranten des deutschen Rettungsschiffs hatten ihn als einen der Schlepper identifiziert, teilte die italienische Polizei mit.

© (c) AP (Francesco Ruta)
 

Das deutsche Rettungsschiff "Eleonore" mit 104 Migranten an Bord traf im Hafen der sizilianischen Stadt Pozzallo ein. Das Schiff wurde beschlagnahmt, teilte das Innenministerium in Rom mit.

Die Migranten durften eine Woche nach ihrer Rettung im Mittelmeer in Italien an Land gehen. Ein 18-Jähriger aus dem Sudan wurde wegen mutmaßlicher Schlepperei festgenommen. Migranten der "Eleonore" hatten ihn als einen der Schlepper identifiziert, teilte die italienische Polizei mit.

Die italienische Polizei hat am Dienstag auch das Rettungsschiff "Mare Jonio" konfisziert, das sich vor der Insel Lampedusa befindet. Dies berichtete das italienische Innenministerium in einer Pressemitteilung. Dagegen protestiert die Hilfsorganisation Mediterranea Saving Humans, die Betreiberin des Schiffes.

Die Crew berichtete, das Schiff sei am Montag mit offizieller Genehmigung der Küstenwache in Italiens Hochheitsgewässer eingefahren. Jetzt werfe man ihr vor, die Gesetze verletzt zu haben. "Das ist die letzte Rache derjenigen, die Menschlichkeit nicht dulden", hieß es in Anspielung auf den scheidenden Innenminister Matteo Salvini, der für die "Mare Jonio" ein Ablandeverbot unterzeichnet hatte.

Die 31 Asylsuchenden an Bord der "Mare Jonio", die fünf Tage lang darauf gewartet hatten, in einen Hafen einfahren zu können, konnten am Montag an Land gehen. Die Küstenwache beschloss, aus "hygienischen Gründen" die Menschen von Bord zu übernehmen, erklärte die Hilfsorganisation am Montag.

Das Schiff hatte unweit der Insel Lampedusa auf die Einfahrt in einen Hafen gewartet. 67 Personen, darunter Frauen und Kinder, durften schon dort das Schiff verlassen.