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Planet GJ 357 dMöglicherweise bewohnbare Welt in Erdnähe entdeckt

Einen Planeten, auf dessen Oberfläche möglicherweise lebensfreundliche Bedingungen herrschen, hat ein internationales Astronomenteam gefunden.

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"Es ist aufregend, da dies die erste Super-Erde in der Nähe ist, die Leben beherbergen könnte", so die an der Analyse beteiligte österreichische Astrophysikerin Lisa Kaltenegger.

Wobei Nähe hier relativ ist, ist der fragliche Stern GJ 357 doch 31 Lichtjahre von der Erde entfernt und findet sich im Sternbild Wasserschlange (Hydra). Möglich wurde der Fund durch den Transiting Exoplanet Survey Satellite (Tess) der NASA. Mit dessen Hilfe stießen die Wissenschafter im Februar 2019 auf einen Exoplaneten, der auf seiner Umlaufbahn GJ 357 teilweise bedeckt und dadurch dessen Licht abschwächt.

Dieser GJ 357 b genannte Planet entpuppte sich als etwa 22 Prozent größer als die Erde und umkreist seinen Stern elfmal näher als der sonnennächste Planet Merkur unser Zentralgestirn. Die Temperatur auf GJ 357 b wird auf 250 Grad Celsius geschätzt. "Wir bezeichnen GJ 357 b als sogenannte heiße Erde", erklärte Stefan Dreizler vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen. "Obwohl der Planet kein Leben beherbergen kann, ist er ein wichtiger Meilenstein in der Erforschung erdähnlicher Planeten."

GJ 357 d könnte Supererde sein

Die Existenz von GJ 357 b konnte das Forscherteam unter der Leitung des Instituts für Astrophysik der Kanarischen Inseln auf Teneriffa bestätigen. Das gelang mit Hilfe von bodengestützten Daten, aufgenommen seit 1998 an der Europäischen Südsternwarte und am Campanas-Observatorium in Chile sowie am Keck-Observatorium in Hawaii und am Calar Alto-Observatorium in Spanien. Die Ergebnisse erschienen nun in der Fachzeitschrift "Astronomy & Astrophysics".

Überraschenderweise stießen die Wissenschafter in der Folge auf zwei weitere Exoplaneten, welche die Bezeichnungen GJ 357 c und GJ 357 d erhielten. Während GJ 357 c aller Wahrscheinlichkeit nach sehr heiß ist und mindestens das 3,4-Fache der Erdmasse hat, könnte der äußerste bekannte Geschwisterplanet des Systems - GJ 357 d - Bedingungen wie auf der Erde bieten, heißt es in einer Aussendung des Tess-Teams am Mittwoch.

Suche nach Lebenszeichen

GJ 357 d dürfte den Zwergstern alle 55,7 Tage im Abstand von ungefähr 20 Prozent der Entfernung der Erde von der Sonne umkreisen. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass seine Masse mindestens dem 6,1-Fachen der Erde entspricht. "Mit einer dichten Atmosphäre könnte der Planet GJ 357 d flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche halten, wie die Erde", sagte Kaltenegger. Er sei damit "einer der besten Planeten", um mit zukünftigen Teleskopen nach Lebenszeichen zu suchen.

Die Österreicherin, die an Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) forscht und im wissenschaftlichen Team der Tess-Mission ist, simulierte in Kooperation mit dem Doktoranden Jack Madden und seinem Studienkollegen Zifan Lin am Computer die möglichen Bedingungen auf dem Planeten. Dieser könnte sowohl eine felsige Zusammensetzung haben, aber auch eine Wasserwelt sein, wie sie in der Fachzeitschrift "The Astrophysical Journal Letters" berichten. Handelt es sich bei GJ 357 d um eine felsige Welt würde sich seine Größe zwischen der ein- und zweifachen Größe der Erde bewegen. Von seinem Zentralgestirn erhält GJ 357 d in etwa die gleiche Menge an Energie wie der Mars von der Sonne.

"Wir haben die ersten Modelle gebaut, wie diese neue Welt aussehen könnte. Das Wissen, dass flüssiges Wasser auf der Oberfläche dieses Planeten existieren kann, motiviert nach Wegen zu suchen, um Lebenszeichen zu entdecken", so Madden.

Kommentare (19)

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schadstoffarm
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endlich eine reelle Schance

das überleben der Menschheit zu sichern. Oder zumindest Teile davon.

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tomtitan
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Unserer Erde wird es wieder gut gehen,

wenn die Menschheit ausgestorben ist - es ist nur zu hoffen, dass die Menschen bis dahin aufgrund ihrer Gier und Dummheit nicht ALLE Lebewesen ausgerottet haben.

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bimsi1
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Es gibt dort kein Lebewesen.

Weil Gott den Menschen nach seinem Abbild erschaffen hat und Gott den Menschen zu Erben des Alls eingesetzt hat. Nachzulesen in der Bibel.

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SoundofThunder
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🤔

Mittlerweile werden jährlich Tausende Exoplaneten gefunden. Man schätzt sie auf Milliarden. Wo steht geschrieben dass die Genesis nur auf der Erde stattgefunden hat. Wenn man alle Bedingungen miteinander multipliziert kommt eine Zahl größer als 0 heraus. Das man Leben finden wird (da rede ich nicht von Intelligentem Leben,das findet man selbst auf der Erde nicht) ist so gut wie sicher,ob wir es noch erleben bezweifle ich.

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tomtitan
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"...da rede ich nicht von Intelligentem Leben, das findet man selbst auf der Erde nicht..." - da muß ich widersprechen

im sogenannten, vom Menschen geringschätzig bezeichneten "Tierreich" ist sicher intelligentes Leben zu finden.

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SoundofThunder
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Entschuldigung!

Sie haben vollkommen recht.

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smotron1
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Manchmal wünsche ich mir,

ich könnte mich mit so einem einfach gestrickten Weltbild zufrieden geben. Wie viel leichter wär das Leben doch...

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karis
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Lies nach bei Stephen Hawking

In "Kurze Antworten auf große Fragen" gibt es die Lösung! Allerdings, wir werden sie nicht mehr erleben!

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SoundofThunder
4
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Also wenn ich mich nicht verrechnet habe:

31 Lichtjahre sind ca.293,284 Billionen Kilometer. Die Voyager 2 Sonde fliegt mit 58000km/h durch unser Sonnensystem(Ich glaube,sie hat es gerade erst verlassen). Sie legt im Jahr 508080000 km zurück. Nach Adam Riese wäre die Sonde "nur" 577241,38 Jahre unterwegs. Dieser Planet ist ein "bisschen" außer Reichweite 😬 Das All ist unvorstellbar riesig.

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bietnix
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Du hast den

neuen Plasmaantrieb vergessen. Der ist schon relativ weit!

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SoundofThunder
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Plasmaantrieb?

Auch mit dem Plasma Ionen Antrieb ist nur ein Bruchteil von einem Prozent der Lichtgeschwindigkeit erreichbar. Vorteil ist die Reichweite (falls dem Antrieb nicht vorher die Energie ausgeht). Und es kommt wieder der fehlende Schutzschild zum Tragen. Und selbst wenn die Sonde dann "nur" 300000 Jahre benötigt:Ich bezweifle dass es die Menschheit noch gibt wenn die Sonde das Sonnensystem erreicht hat.

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smotron1
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Naja,

mit Sonnsensgel wärs in geschmeidingen <50000 Jahren möglich - Bremsen wird halt dann spannend. Immerhin: Kommunikation wäre theoretisch mit 30 Jahren Delay möglich sollte es dort intelligentes Leben geben.

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SoundofThunder
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Sonnensegel?

Die müssten immens groß sein. Mindestens so groß wie die Erde. Weil,je weiter man sich von der Sonne entfernt desto geringer der Sonnenwind. Nach der Oortschen Wolke (oder Kuiper Gürtel?) endet der Einfluss unserer Sonne.Das kann der Mensch nicht. Und der Raum ist nicht leer. Vom Staubkorn bis zum Asteroiden ist alles vorhanden. Bei diesen Geschwindigkeiten ist selbst ein Staubkorn gefährlich. Man benötigt einen Schutzschild . Und der ist reine Science Fiction.

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Carlo62
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Nachdem sich elektromagnetische Wellen...

...mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ausbreiten sind es halt doch 31 Jahre delay....

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tomtitan
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Kenn ich! Ist echt schön

dort um diese Jahreszeit (die richtige Kleidung vorausgesetzt).

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Miraculix11
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In Erdnähe

:-)))

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FRED4713
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bei 250 grad

flüssiges wasser??..jo eh...und erdnähe bei 31 Lichtjahre Entfernung....wieviele fantastilliarden Kilometer das wohl sind?...mei Taschenrechner ist eben explodiert.....leilei

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Carlo62
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Ob Wasser bei 250 Grad flüssig ist oder bei 80 Grad schon gasförmig...

...hängt nur vom Druck ab!

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rero03806
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.

250 Grad hat es auf dem GJ 357 b Planeten.
Das mit erdähnlich bezieht sich auf GJ 357 d

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