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Nach UNO-KlimameetingVan der Bellen eindringlich: "Es müssen Taten folgen"

"Die Klimakrise ist eine unmittelbare Bedrohung, und das nicht nur in Ländern wie Mosambik oder in pazifischen und karibischen Staaten, sondern weltweit", bilanzierte Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach seiner Teilnahme beim UN-Klimaschutz-Treffen in New York.

Knappe drei Tage warb das Staatsoberhaupt in New York für mehr Klimaschutz
Knappe drei Tage warb das Staatsoberhaupt in New York für mehr Klimaschutz © (c) APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER (PETER LECHNER)
 

Die Zeit des Redens ist vorbei", hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach seiner Teilnahme beim Klimaschutz-Treffen "Climate and Sustainable Development for All" im UNO-Hauptquartier in New York betont. "Es müssen Taten folgen." Denn "die Klimakrise ist eine unmittelbare Bedrohung", und das nicht nur in Ländern wie Mosambik oder in pazifischen und karibischen Staaten, sondern weltweit.

Knappe drei Tage verbrachte das Staatsoberhaupt samt Delegation in New York und warb dort für mehr Klimaschutz. Der Zeitplan war dicht getaktet, zahlreiche Gespräche - unter anderem mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres oder auch dem ehemaligen New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg, der sich stark für Klimaschutz einsetzt - standen auf dem Programm. Dass es dringenden Handlungsbedarf gebe, darüber habe beim UNO-Treffen jedenfalls Einigkeit geherrscht, bilanzierte Van der Bellen zum Abschluss.

Schließlich gebe es bereits jetzt eine "unmittelbare existenzielle Krise", sagte er. Österreich etwa hat 2018 das heißeste Jahr seit Beginn der Messgeschichte verzeichnet, für "Land- und Forstwirtschaft gab es schwere Einbußen aufgrund der langen Hitzeperioden", erinnerte Van der Bellen. "Wir können nicht die Augen schließen und uns bequem zurücklegen", sagte der Bundespräsident.

Van der Bellen war von der Präsidentin der UNO-Generalversammlung, Maria Fernanda Espinosa Garces, zum hochrangigen Meeting geladen. Die aktuelle Lage sei "wirklich kritisch", es "besteht dringender Handlungsbedarf", betonte Espinosa Garces in ihrer Eröffnungsrede am Donnerstag. Jede Woche gebe es ein neues Beispiel klimabedingter Verwüstungen, sagte auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres. "Mein Appell ist klar und einfach, wir brauchen Maßnahmen, Ehrgeiz und politischen Willen", so Guterres.

Noch vor der Rede Van der Bellens hatte im UNO-Hauptquartier die Jugend, bei deren Aktivitäten bereits Millionen junge Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert haben, das Wort. "Der Klimawandel ist für uns gelebte Realität", sagte eine junge Frau aus dem karibischen Inselstaat Grenada. "Unsere Zukunft liegt in Ihren Händen", gab sie den Staatsoberhäuptern und Delegierten aus aller Welt mit auf den Weg. Auch der Bundespräsident ließ die Jugend zu Wort kommen. Er übermittelte in seiner Rede die Botschaft österreichischer "Fridays for Future"-Aktivisten, welche die Politik ebenso aufgefordert haben, sofort zu handeln und Maßnahmen für den Klimaschutz zu setzen.

Bereits seit Jahrzehnten beschäftigt sich der Bundespräsident mit dem Thema Klimawandel. Zwischendurch habe er bereits geglaubt, "dass der Zynismus siegt". Nun gebe es auch durch die weltweiten Proteste der Jugend wieder mehr Bewusstsein. "Die Klimakrise ist tatsächlich da. Wir sind die letzte Generation, die das ernsthaft noch zügeln kann", sagte Van der Bellen. Deshalb möchte er aus seiner bei der UNO-Klimakonferenz im polnischen Katowice (COP24) im Dezember gestarteten Kampagne für mehr Klimaambitionen eine globale Initiative machen.

Die Klimakrise ist tatsächlich da. Wir sind die letzte Generation, die das ernsthaft noch zügeln kann.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen

Inklusive ihm selbst haben bisher 19 europäische Staats- und Regierungschef das Anliegen unterzeichnet. In New York folgten in den vergangenen Tagen weitere Einladungen, beispielsweise auch an Bloomberg sowie an politische Entscheidungsträger karibischer und pazifischer Staaten. Damit solle "zusätzlicher Druck ausgeübt werden", die Klimakrise endlich zu bekämpfen, erläuterte Van der Bellen.

Das nächste Zusammentreffen im Kampf für mehr Klimaschutz gibt es spätestens in knapp zwei Monaten in Wien. Am 28. Mai findet in der Bundeshauptstadt die Klimaschutzkonferenz R20 Austrian World Summit statt. Neben Mitinitiator Arnold Schwarzenegger wird daran auch die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg teilnehmen.

Zu dieser Konferenz eingeladen hat Van der Bellen in New York auch den Multimilliardär und Klimaschützer Bloomberg sowie Guterres. Der UNO-Generalsekretär wurde vom Bundespräsidenten zu den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen des UNO-Amtssitzes Wien eingeladen, die beiden Veranstaltungen finden an direkt aufeinanderfolgenden Tagen statt.

Kommentare (1)

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brosinor
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Bitte kommens amal nach Graz, Herr vdB!

Da fahrens von früh bis spät wie die Irren mit dem Pkw von A nach B und zurück und das mindestens fünf mal am Tag!
Kinderlungen? Nie gehört, was ist das?

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