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In Wien verhaftetUS-"Most Wanted" darf ausgeliefert werden

Der 50-jährige Ex-Soldat hätte sich bereits 2011 in seiner Heimat unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs und Stalkings, Körperverletzung, Entführung und Besitz von Kinderpornografie vor Gericht verantworten sollen.

Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat die Auslieferung eines Ende April 2018 in der Bundeshauptstadt festgenommenen US-"Most Wanted" bewilligt
Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat die Auslieferung eines Ende April 2018 in der Bundeshauptstadt festgenommenen US-"Most Wanted" bewilligt © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat die Auslieferung eines Ende April 2018 in der Bundeshauptstadt festgenommenen US-"Most Wanted" bewilligt, der von den Vereinigten Staaten wegen 74 verschiedener Anklagepunkte strafrechtlich verfolgt wird. Das berichtet die "Kronen Zeitung" (Samstag-Ausgabe).

Sieben Jahre weltweit gefahndet

Der 50-jährige Ex-Soldat hätte sich bereits 2011 in seiner Heimat unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs und Stalkings, Körperverletzung, Entführung und Besitz von Kinderpornografie vor Gericht verantworten sollen. Vor Beginn seiner Verhandlung tauchte der aus Madison im US-Staat Wisconsin stammende Mann unter. Sieben Jahre lang wurde weltweit nach ihm gefahndet, unter anderem mit der von Interpol geführten "Most Wanted"-Liste. Zielfahnder des Bundeskriminalamts (BK) und Beamte des Landeskriminalamts konnten ihn schließlich in einem Geschäft in der Wiener Innenstadt schnappen. Seither befindet sich der frühere Marine in Auslieferungshaft.

Nachdem bereits das Landesgericht für Strafsachen der Übergabe des Mannes an die US-Strafverfolgungsbehörden zugestimmt hatte, hatte nun auch das von diesem angerufene OLG keine Einwände. Eine Auslieferung sei nur dann ausgeschlossen, wenn dem Betroffenen die Todesstrafe drohe, argumentierte das OLG laut "Krone". Der Einwand seines Wiener Rechtsbeistands, eine Strafdrohung von bis zu 800 Jahren Haft - so viel an Strafe muss der 50-Jährige, dem unter anderem die Vergewaltigung seiner Ex-Frau vorgeworfen wird, in seiner Heimat offenbar befürchten - komme der Todesstrafe gleich, ging ins Leere. Der Mann kann sich jetzt noch an den Obersten Gerichtshof (OGH) wenden, um seine Auslieferung doch noch zu verhindern.

 

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