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Papst will hart durchgreifenMissbrauchsopfer kritisieren Papst-Rede: "Nur leere Worte"

Papst Franziskus hat am Sonntag ein hartes Durchgreifen der katholischen Kirche gegen sexuellen Missbrauch versprochen. "Kein Missbrauch darf jemals vertuscht - so wie es in der Vergangenheit üblich war - oder unterbewertet werden", sagte der Papst.

Missbrauchsopfer sind enttäuscht von der Papstrede © 
 

"Trotz der getroffenen Maßnahmen und der erzielten Fortschritte bei der Verhinderung von Missbrauch ist ein wiederholtes und ständiges Bemühen um die Heiligkeit der Hirten nötig", so der Papst. Die Kirche bekräftige ihren festen Willen, "den Weg der Reinigung mit all ihrer Kraft fortzusetzen", sagte Franziskus.

Sexueller Missbrauch durch Geistliche in der katholischen Kirche wiegt nach Ansicht von Papst Franziskus noch schwerer als in anderen Bereichen der Gesellschaft. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Die weltweite Verbreitung dieses Übels bestätigt, wie schwerwiegend es für unsere Gesellschaften ist, schmälert aber nicht seine Abscheulichkeit innerhalb der Kirche", sagte der Pontifex.

Opfer machen mobil: Demonstrationen gegen Missbrauch in der Kirche

An einem viertägigen Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan beteiligen sich 190 offizielle Teilnehmer.

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Opferschutzverbände und selbst Betroffene fordern null Toleranz, was Missbrauch in der katholischen Kirche betrifft - und Aufarbeitung aller bereits geschehenen Taten.

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Sie fordern von Papst Franziskus und den Kirchenoberen konkrete Ergebnisse am Ende der Konferenz.

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Das Kirchenoberhaupt will die Bischöfe auf der ganzen Welt für das Problem des Missbrauchs sensibilisieren.

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Während in Deutschland, den USA oder Irland das Thema sehr präsent und die Aufarbeitung zumindest begonnen hat, wird Missbrauch etwa in vielen Ländern Afrikas und Asiens nicht als Problem anerkannt.

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Bindende Beschlüsse können die etwa 190 Teilnehmer auf der Konferenz allerdings nicht fassen, was die Betroffenen empört.

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Die Selbstherrlichkeit katholischer Bischöfe, die zwischen sich und dem lieben Gott nur den Papst als Kontrollinstanz sehen, soll ein Ende finden, so eine Forderung.

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In letzter Konsequenz geht es um nicht weniger als eine Verfassungsreform im Aufbau der katholischen Kirche.

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Franziskus steht selbst unter Druck, seine viel beschworene Null-Toleranz-Linie in Taten umzusetzen.

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Alle bisherigen Versprechungen gingen den Opferschutzverbänden noch nicht weit genug, zudem ist der Vatikan von einem geschlossenen Vorgehen weit entfernt.

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"Die Kirche wird sich, auch unter Hinzuziehung von Experten, darüber beraten, wie die Kinder zu schützen sind; wie solche Katastrophen vermieden werden können, auf welche Weise man sich der Opfer annehmen und sie reintegrieren kann; wie man die Ausbildung in den Seminaren verbessert", sagte der Papst. Man werde versuchen, die begangenen Fehler in Chancen zu verwandeln, um dieses Übel nicht nur aus dem Leib der Kirche, sondern auch aus dem der Gesellschaft zu beseitigen.

Sich selbst anzuklagen sei ein weiser Anfang, der mit der heiligen Gottesfurcht verbunden sei. "Lernen, sich selbst anzuklagen, als einzelne Person, als Institutionen, als Gesellschaft. Wir dürfen nämlich nicht der Versuchung unterliegen, andere zu beschuldigen, was ein Schritt in Richtung eines Alibis wäre, das sich der Realität verweigert", sagte der Heilige Vater.

Die Vorsitzenden der 114 Bischofskonferenzen weltweit und weitere rund 70 Teilnehmern führten seit Donnerstag Gespräche, um Wege zu finden, sexuelle Misshandlungen von Kindern durch Geistliche zu verhindern. Für Österreich war der Wiener Erzbischof, Christoph Schönborn, anwesend. Viele Vorschläge und Ideen standen zur Diskussion, bindende Beschlüsse konnten die Teilnehmer auf der Konferenz nicht fassen. Auch eine Abschlusserklärung war nicht vorgesehen.

Mit einem Bußgottesdienst beendeten Papst, Bischöfe und Ordensobere ihr Krisentreffen zum Missbrauch in der Kirche am Samstagabend. "Wir bekennen, dass wir die Schuldigen geschützt und die Opfer zum Schweigen gebracht haben", sprach Neuseelands Kardinal John Dew eines von fünf Schuldbekenntnissen in der knapp einstündigen Andacht in der Sala Regia des Apostolischen Palastes.

"Wir waren zu selbstgefällig"

Bischof Philip Naameh aus Ghana verglich seine Mitbrüder mit dem verlorenen Sohn des biblischen Gleichnisses. Wie diese hätten sie ihr Erbe verschleudert. "Wir waren zu selbstgefällig, uns mit den dunklen Seiten unserer Kirche auseinanderzusetzen", sagte Naameh in seiner Predigt.

 

Missbrauchsopfer enttäuscht

Missbrauchsopfer erklärten sich über den Kinderschutzgipfel enttäuscht. Es würde an konkreten Ergebnissen am Ende der Konferenz fehlen. Opfervertreter bemängelten zudem, dass sie vom Papst nicht empfangen worden seien. Während der Konferenz hatten die Teilnehmer Videoaufnahmen mit Zeugnissen von Missbrauchsopfern gehört.

Die Gipfelteilnehmer sehen die Lage anders. Sie bezeichneten das viertägige Treffen als "Wendepunkt" im Einsatz der Kirche gegen Kindesmissbrauch. In den wenigen Tagen des Gipfels sei das Bewusstsein für die Notwendigkeit, effiziente Strategien im Kampf gegen Kindesmissbrauch umzusetzen, stark gewachsen, sagte Gipfelmoderator Pater Federico Lombardi. Die Gipfelteilnehmer seien von den Zeugnissen der Missbrauchsopfer zutiefst bewegt.

Der deutsche Kardinal Reinhard Marx verteidigte die Rede von Papst Franziskus zum Abschluss der Anti-Missbrauchskonferenz. "Ich kann nicht erkennen, dass das nur qualmiges, nebulöses Gerede war", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntag in Rom. Die Rede sei "sehr konkret, sehr deutlich" gewesen. Der Papst habe in sieben Punkten seine Leitlinien dargestellt, die die Bischofskonferenzen nun in ihren Ländern umsetzen müssten. "

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Danke für Ihr Verständnis.

redniwo
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meine Hoffnung wurde gestärkt

, dass sich der weltweite Heilungsprozess durch das Ergebnis dieser Konferenz beschleunigt hat. Ich hoffe einfach, dass immer mehr Menschen erkennen, dass sie sich durch die Mitgliedschaft in diesem perversen Verein an den Verbrechen mitschuldig machen. Wenn alle Mitglieder kündigen, wäre endlich ein 2000 jähriger Leidensweg zu Ende. Man stelle sich vor, wenn einige tausend kuttenbekleidete Männer keine furchteinflößende Macht mehr hätten, wenn all die Besitztümer dieses Vereines durch Notverkauf an nicht steuerbefreite plötzlich die Steuereinnahmen unserer Länder auffetten, ein Segen für Kinder und Steuerzahler!!

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wahrheitverpflichtet
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SCHEINHEILIGKEIT!

den es wirt nur über die Pfarrer geredet Nonnen haben Jahrhunderte ihre in ihren Klostern untergebrachten kinder misshandelt missbraucht heute würde um folter sagen zu mindest vor Gericht! UND WAS ist mit den Nonnen die von geistlichen misshandelt missbraucht vergewaltigt wurden und werden was ist mit all dehnen die sich in den Kirchen einschleichen um an unsere kinder ran zu kommen! JA ES GIBT sie wirklich die geistlichen die sich ohne Hintergedanken um gesellschaftliche soziale Probleme kümmern aber ist es die Aufgabe der Kirche? Ist es nicht die Aufgabe des staates sich um soziale Missstände in Familienverbänden zu kümmern ist es nicht die Aufgabe eines sozial staates menschen sozial auf zu fangen?

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redniwo
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ja, aber

Nur eines stimmt m E nicht, dieser Verein kümmert sich nicht um irgendwas soziales in selbstloser Weise. Es sind die Spenden und die kostenlose Mitarbeit der einfachen Vereinsmitglieder, die das tun! Und ein Teil dieser Leistung dient dem Systemerhalt, eben genau DIESES Systems. Ich habe hauptsächlich Kirchenmänner vor Kameralinsen gesehen, nicht wirklich arbeitend.

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Ch.Gschiel
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Tatsache...

... ist, dass es in der Kirche großartige Priester und Seelsorger gibt. Tatsache ist aber auch, dass es dort auch grausliche Verbrecher gibt. Diese gehören sofort aus der Kirche entfernt und der Justiz übergeben, damit die anderen ihre gute Tätigkeit weiter ausüben können. Pauschalbeschimpfungen bringen gar nix.

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GordonKelz
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DAS WARS...

...für die nächsten 100 Jahre....!?
Gordon Kelz

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gerbur
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Die machen weiter!

Solange so viele gedankenlos in deren Tempel trotten, so lange werden diese Typen ihr Spiel weitertreiben. Bei mir dürfen die aber nicht anstreifen, da werde ich ungemütlich.

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trucker8143
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Nur Bla Bla

soll heißen nicht erwarten.

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trucker8143
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Nur Bla Bla

Mehr kann mann von diesen Verein erwarten.

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