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Klare Worte von Kardinal"Wir bekennen, dass wir die Schuldigen geschützt haben"

Papst Franziskus beendet heute das erste Gipfeltreffen im Vatikan zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche. Zuvor hatte bereits Neuseelands Kardinal John Dew klare Worte gefunden.

Der Papst zelebriert eine Messe in der Sala Regia
Der Papst zelebriert eine Messe in der Sala Regia © (c) AP (Vincenzo Pinto)
 

Mit einem Bußgottesdienst beendeten Papst, Bischöfe und Ordensobere ihr weltweites Krisentreffen zum Missbrauch in der Kirche am Samstagabend. "Wir bekennen, dass wir die Schuldigen geschützt und die Opfer zum Schweigen gebracht haben", sprach Neuseelands Kardinal John Dew eines von fünf Schuldbekenntnissen in der knapp einstündigen Andacht in der Sala Regia des Apostolischen Palastes.

Papst Franziskus zelebriert zum Ende des ersten Gipfeltreffens im Vatikan zum Thema Missbrauch in der katholischen Kirche mit einer Messe in der Sala Regia. Es folgt die Ansprache des Kirchenoberhauptes, mit der die viertägige Gipfelkonferenz zum Thema Kinderschutz beendet wird. Darin will der Papst Ergebnisse der Konferenz zusammenfassen und Ausblicke auf - die von vielen Opfern und Opferschutzverbänden vehement geforderten - weiteren Schritte geben.

Opfer machen mobil: Demonstrationen gegen Missbrauch in der Kirche

An einem viertägigen Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan beteiligen sich 190 offizielle Teilnehmer.

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Opferschutzverbände und selbst Betroffene fordern null Toleranz, was Missbrauch in der katholischen Kirche betrifft - und Aufarbeitung aller bereits geschehenen Taten.

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Sie fordern von Papst Franziskus und den Kirchenoberen konkrete Ergebnisse am Ende der Konferenz.

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Das Kirchenoberhaupt will die Bischöfe auf der ganzen Welt für das Problem des Missbrauchs sensibilisieren.

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Während in Deutschland, den USA oder Irland das Thema sehr präsent und die Aufarbeitung zumindest begonnen hat, wird Missbrauch etwa in vielen Ländern Afrikas und Asiens nicht als Problem anerkannt.

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Bindende Beschlüsse können die etwa 190 Teilnehmer auf der Konferenz allerdings nicht fassen, was die Betroffenen empört.

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Die Selbstherrlichkeit katholischer Bischöfe, die zwischen sich und dem lieben Gott nur den Papst als Kontrollinstanz sehen, soll ein Ende finden, so eine Forderung.

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In letzter Konsequenz geht es um nicht weniger als eine Verfassungsreform im Aufbau der katholischen Kirche.

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Franziskus steht selbst unter Druck, seine viel beschworene Null-Toleranz-Linie in Taten umzusetzen.

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Alle bisherigen Versprechungen gingen den Opferschutzverbänden noch nicht weit genug, zudem ist der Vatikan von einem geschlossenen Vorgehen weit entfernt.

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Die Chefs der 114 Bischofskonferenzen weltweit und weitere rund 70 Teilnehmern führten seit Donnerstag Gespräche, um Wege zu finden, sexuelle Misshandlungen von Kindern durch Geistliche zu verhindern. Viele Vorschläge und Ideen standen zur Diskussion, bindende Beschlüsse können die Teilnehmer auf der Konferenz nicht fassen. Auch eine Abschlusserklärung war nicht vorgesehen.

Bischof Philip Naameh aus Ghana verglich seine Mitbrüder mit dem verlorenen Sohn des biblischen Gleichnisses. Wie diese hätten sie ihr Erbe verschleudert. "Wir waren zu selbstgefällig, uns mit den dunklen Seiten unserer Kirche auseinanderzusetzen", sagte Naameh in seiner Predigt.

Kommentare (7)

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levis555
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Was ist denn nun mit der katholischen Kirche los ?

Sie sind ohne Halt zu machen binnen weniger Monate direkt vom Mittelalter in die Gegenwart gesaust. Die Aufklärung ausgelassen, das Biedermeier, die Neuzeit versäumt... Da ist es kein Wunder, wenn es einigen älteren Herren ganz schwindlig wird, sodass sie sich zu den merkwürdigsten Vorkommnissen bekennen. So wie unser aktueller Oberhirte „ Ich war ein 68er“... Angst und Bange wird einem ob solcher Bekenntnisse. Als nächstes schaffen die möglicherweise auch noch das Zölibat ab und weisen die Unfehlbarkeit des Papstes in die Schranken!

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gerbur
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Der Kampf gegen diese

perversen Kuttenträger hat erst begonnen. Das Tarnen und Täuschen dürfte weitergehen. Bin schon neugierig, ob und welche List sich der Wiener Kardinal einfallen lassen wird um die Verbrecher in den Reihen der Kirche weiter zu decken.

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MedAH
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Der Zölibat als Lebenslüge!

Schonungslos offenlegen und weg mit dem mittelalterlichen Zölibat. Wird zwar nicht alle zukünftigen (würg) Übergriffe verhindern, aber zumindest eine Verbesserung bringen. Diese sexuellen Übergriffe, die systematisch in der gesamten katholischen Welt überhand genommen haben, gehören schonungslos aufgerollt und schwer bestraft. Unter dem Deckmantel der Nächstenliebe, Verbrechen zu verstecken darf nicht mehr der Normalfall sein.

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gerbur
2
14
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Bußgottesdienst und Basta!

Ab morgen gibt es wieder business as usual, Leute für blöd verkaufen, den Staat abzocken und das Wirtschaftsimperium weiter ausbauen. Weg mit dem Konkordat, weltiche Vermögen der Kirche in einen staatlich kontrollierten Fonds überführen und diverse obskure Ordensgemeinschaften verbieten!

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GordonKelz
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KLARE WORTE ....?

....für wen ,außer der KLZ ?
Gordon Kelz

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pinsel1954
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Busgottestdienst... ein paar Gebete, einen billigen Segen für die Opfer......

.....um Verzeihung bitten.......
Das war es dann wohl für die Opfer!
...und so weitermachen wie bisher und etwas dabei vorsichtiger sein....
Man hat sich über Jahrhunderte daran gewöhnt, also ein Gewohnheitsrechten, werden sich manche Priester denken....

Es ist einfach traurig und beschämend für eine Glaubensgemeinschaft, die gerade im sexuellen Bereich ihren Schäfchen (Untertanen!) ganz große Moralvorschreibungen macht, aber ihre "Würdenträger" die abartigsten Sexualverbrechen begehen und diese von ganz oben noch gedeckt und vertuscht werden.
Der Schein ist alles, die Opfer bleiben ein Leben lang Opfer!

.....ich kann mir nicht vorstellen, dass diese "göttlichen Würdenträger!" jemals an einen Gott geglaubt haben.
"Gott" dürfte in ihren Augen ein "Produkt sein", mit dem man sich ein gutes Leben auf Kosten der gläubigen Schäfchen macht....

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alher
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Buße tun wird etwas zu wenig sein.

Jetzt werden die Schuldigen hoffentlich vor Gericht müssen!!!!

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