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ItalienRömischer Bestatter wirbt mit schwarzem Humor

Mit makabrer Werbung und politischen Statements macht ein Bestattungsunternehmen in Rom auf sich aufmerksam.

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Seit Serien wie "Six Feet Under" ist klar: Tod und schwarzer Humor - das kann ganz gut zusammenpassen. Doch als Bestattungsinstitut mit makabren Sprüchen für seine Dienste zu werben - das muss man sich trauen. Ein Bestatter in Italien macht es vor.

Es ist eine Branche, in der es normalerweise nicht so viel zu lachen gibt. Doch das römische Bestattungsinstitut Taffo sieht gerade darin einen Grund für humorvolle Werbung - und kein Hindernis. "Wenn Sie etwas getrunken haben, lassen Sie wen anderen fahren", schreibt das römische Unternehmen auf seine Plakate. Und darunter: "Sonst fahren wir Sie."

Mit ihrer ungewöhnlichen Masche hat es die Firma zu italienweiter Bekanntheit gebracht. Sie nutzt vor allem Facebook - fast 65.000 Fans hat Taffo in dem sozialen Netzwerk. Zum Tod von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad postete es dort etwa eine Ikea-typische Aufbauanleitung - für einen Sarg. Mit Bezug auf die typischen Produktnamen des schwedischen Möbelriesen war sie stilecht mit "TÄFFO" betitelt.

Dass Taffo mit seinem Marketing erfolgreich ist, lässt sich auch an den Unternehmenszahlen ablesen. Über die letzten zehn Jahre haben die Römer ihren Jahresumsatz nach eigenen Angaben auf zwischen vier und fünf Millionen Euro geschraubt - und damit vervierfacht.

Zugleich sind sie zur Nummer eins in der italienischen Hauptstadt aufgestiegen, einem stark umkämpften Markt angesichts von mehr als 500 örtlichen Bestattungsinstituten. Landesweit rangiert Taffo auf Rang fünf oder sechs, wie Alessandro Taffo sagt, Angehöriger der vierten Generation des Familienunternehmens.

Klare Statements

Als im vergangenen Juli bei staubtrockener Sommerhitze eine Reihe von Waldbränden Italien heimsuchte und die Rede davon war, dass einige auf Brandstiftungen zurückgingen, postete das Unternehmen eine eindeutige Botschaft auf Facebook: "Wenn Du Brände magst, komm zu uns - wir kremieren Dich."

Michele B., einer der Facebook-Fans von Taffo, reagierte darauf so, wie es die Marketing-Abteilung des Unternehmens beabsichtigt haben dürfte: "Ihr habt jetzt meinen Respekt", schrieb er als Kommentar - "und in der hoffentlich entferntesten Zukunft werdet Ihr auch meinen toten Körper bekommen." Taffo antwortete: "Wir haben es nicht eilig, Dich zu sehen, Mike!" Die Werbung scheint also zu funktionieren - zumindest bei der jüngeren Generation.

Kommentare (1)

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GordonKelz
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2
Lesenswert?

GENAU SO .....

....ist der Tod zu betrachten ! Er ist unausweichlich für Jedermann ! Eine der wenigen Gerechtigkeiten auf der Welt . Es gilt nur noch in " verstaubten " Ländern ,wie zB. Österreich ,das Sterben an sich zu erleichtern ....so wie jemand da ist ,der uns auf die Welt geholfen hat ,sollte es auch jemand geben ,der uns das Sterben erleichtert !
Gordon Kelz

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