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Im Test Ob die Marke Lada Zukunft hat

Lada am Scheideweg: Trotz Konkurrenz im eigenen Konzern und neuer Abgasnormen - ein Comeback wäre greifbar nahe.

Robuster Neustart: mit dem Vesta in mehreren Karosserieformen und 106-PS-Benziner © OLIVER WOLF
 

Aus den Rückspiegeln Jüngerer ist die russische Marke Lada längst verschwunden, deshalb ein wenig Geschichte im Zeitraffer: Die Autos waren lange eine Mischung aus Retrodesign (selbst wenn sie neu waren) und herber Geländetechnik, der Preis schon lange vor der Entdeckung einer Geiz-ist-geil-Mentalität das wichtigste Argument. Vor allem der Taiga galt als unverwüstlicher Kultkraxler. Aber Lada rutschte technologisch ins Niemandsland, Wiederbelebungsversuche durch den Einstieg von Renault bei Lada-Konzernmutter Awtovas brachten anfangs keine Erfolge. Zu groß war der Aufholbedarf, zu tiefe Spuren hinterließen Wirtschaftskrisen, Manager wurden ausgetauscht, ein Ex-Mercedes-Designer wurde für die Modernisierung geholt.

Heute eingebettet in die Konzernstrategie der Renault-Nissan-Mitsubishi-Gruppe, sucht man seinen Platz. Der größte Konkurrent sitzt im eigenen Konzern: Dacia.

Foto © OLIVER WOLF

In Europa baut man einerseits mühsam das Geschäft wieder auf, der deutsche Lada-Importeur hat auch in Österreich eine Dependance, man verkauft hier rund 300 Fahrzeuge und kooperiert mit 45 Vertriebspartnern auch in der Steiermark und in Kärnten. Vor allem das Modell Vesta macht mit seinem Design Hoffnung. Andererseits weiß Max Schmidt, der von Wien aus in einer Art One-Man-Show den Österreich-Vertrieb in Schwung hält: Die schärfer werdenden Abgasgesetze werden hohe Investitionen in die Motoren bei Lada erfordern, sonst droht eine Konzentration auf China, Türkei, Chile und nicht auf Europa.

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Die Preise müssen aufgrund des neuen Prüfzyklus angepasst werden. Der Kultkraxler Taiga erfüllt wiederum nicht in allen Bereichen (z. B. Airbags) die Zulassungsanforderungen, deshalb wird das Auto in unterschiedliche Kleinserien à 1000 Autos aufgelegt. Die Nachfrage sei so größer.

Gute Nachrichten? Zumindest bis 2020 habe man Planungssicherheit für Europa. Der neue Vesta sorgt für erhöhte Nachfrage und Studien wie der 4x4 Vision erregen Aufsehen. Die Strategie 2023 des Renault-Nissan-Konzerns wird den Weg weisen, wohin die Reise letztlich führen wird. Auch das weiß Schmidt.

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