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Walter Röhrl testetDer Toyota C-HR erregt Aufsehen

Walter Röhrl, Doppel-Rallye-Weltmeister und Kleine-Zeitung-Cheftester, über den Toyota C-HR.

Cheftester Walter Röhrl und der Toyota C-HR: Die Japaner zeigen richtig Mut © OLIVER WOLF
 

Selbst ich muss heute zugeben: Die Hybrid-Technik ist nicht mehr wegzudenken. Damit kann man mehr Leistung und Drehmoment bei Benzinern generieren - daran führt kein Weg vorbei. Aber Hybrid ist nicht nur aufgrund der Fahrkultur eine diskutable Sache, sondern auch, weil man das Benzinsparpotenzial verbessern kann. Wenn man das System beherrscht, sprich das Auto richtig bewegt, das Gaspedal nur sanft berührt und das Auto laufen lässt.

Der Benziner im C-HR mit dem CVT-Getriebe wird ja erst durch E-Motor/Hybridsystem zum 122-PS-Antrieb, mit dem man sehr gut leben kann, weil dadurch auch das Ansprechverhalten entscheidend verbessert wird. Für kleine Motoren ist das die Lösung, mit der man anständig Auto fahren kann, ohne mittreten zu müssen, damit etwas vorwärtsgeht. Aufpassen muss man beim Gewicht durch Batterie und zusätzliche Technik, weil die Autos heute schon so schwer geworden sind.

Modellvorstellung: Toyota C-HR

Beim C-HR geht Toyota beim Design eigene Wege: Sind die Modelle der Japaner sonst optisch eher zurückhaltend, klopft der C-HR in Sachen Styling ordentlich auf den Busch.

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Die Karosserie des Viertürers hat eine rautenförmige Grundstruktur, aus der die Radhäuser prägnant hervorstehen. Eine schwarze Schwellerverkleidung und erhöhte Bodenfreiheit tragen dem SUV-Erbe in der Promenadenmischung Rechnung.

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Verdeckte, an der C-Säule integrierte hintere Türgriffe und eine in den Heckspoiler übergehende Dachlinie prägen im hinteren Bereich das coupéartige Styling.

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Technisch basiert der C-HR wie auch der aktuelle Prius auf der neuen TNGA-Plattform der Japaner. Deren gute Straßenlage und ein direktes Einlenkverhalten sind Resultat der tiefen Schwerpunktlage dieser Konstruktion.

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Bestückt mit der jüngsten Generation des hauseigenen Hybridantriebs sollen die CO2-Emissionen des C-HR bei 82 bis 90 g/km liegen.

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Das System, bestehend aus dem 1,8-Liter-Benziner und einem Elektromotor, leistet 122 PS.

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Alternativ ist der C-HR auch mit dem neuen 1,2-Liter Benziner mit Turbolader und 115 PS erhältlich.

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Er ist wahlweise an ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder an ein stufenloses CVT-Automatikgetriebe gekoppelt.

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Die CVT-Automatik kommt sowohl bei den Varianten mit Frontantrieb als auch bei Allradversionen zum Einsatz.

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Die Ausstattung des in der Türkei produzierten Toyota C-HR umfasst unter anderem das serienmäßige Sicherheitspaket Toyota Safety Sense mit Pre-Collision-System und Fußgänger-Erkennung, Spurhalteassistent, Fernlichtassistent sowie einer adaptiven Geschwindigkeitsregelung.

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Eines habe ich sofort festgestellt: Der Abrollkomfort ist mehr als in Ordnung. Das Auto fährt außerdem im Normalbetrieb - also auf der Geraden - erstaunlich leise. Die Übergänge zwischen E-Motor/Verbrenner passieren, ohne dass man es merken müsste. Toyota setzt dieses System eben seit Langem und in mehreren Modellen ein, da steckt viel Erfahrung drin.

Rein elektrisch wird man nicht mehr als zwei Kilometer schaffen, fein ist es, wenn das Auto bei Tempo 70, 80 in eine Art Segelmodus rollt - obwohl der reine E-Betrieb lediglich bis maximal 50 km/h läuft.

Plus & Minus

+ Systematik. Das Hybridsystem läuft mit all seinen Übergängen zwischen E- und Verbrennungsmotor wie am Schnürchen. Perfekt, man spürt die Erfahrung.
+ Angenehm. Der auffallend gute Abrollkomfort.

- Lautstark. Das Konzept ist auf Verbrauchsminderung ausgelegt, das passt. Ärgerlich nur: Der Motor ist bei höheren Drehzahlen zu laut, braucht dann auch mehr.

Wenn man die artgerechte Behandlung des Gaspedals - für mich eine sportliche Herausforderung - heraußenhat, kann man gute Verbrauchswerte erzielen. Fährt man bergauf oder unter Volllast, dann klingt der Motor aber sehr gequält. Also: herunter vom Gas.

Fahrerisch gibt es nichts zu bemängeln: Die Lenkung ist gut, das Auto fährt schön ums Eck. Ich sitze ein bissl hoch, aber gut für meine Größe - auch hinten ist die „Freiheit“ für Kopf, Knie und Füße fein gelöst. Das überrascht mich, das hätte ich nicht auf 4,36 Metern erwartet.

Toyota C-HR Hybrid

Preis: ab 25.800 Euro.
Motor: 1,8-l-Hybrid e-CVT mit 122 PS Systemleistung; Hybridsystem: Drehstrom-Synchronmotor, Nickel-Metallhydrid-Batterie; max Drehmoment 142 Nm bei 3600 U/min.
Antrieb/Beschleunigung: stufenloses Automatikgetriebe; Vorderrad. 0 auf 100 km/h in 11 Sekunden.
Verbrauch: 3,4 bis 6,6 l/100 km.

Die Ausstattung schaut sauber aus, selbst der Kunststoff erträglich. Im Cockpit herrscht Klarheit, der Monitor ist in der Höhe gut positioniert. Sicherheitssysteme sind ausreichend an Bord, und das Wichtigste: Sie arbeiten gut. Beim Design hab ich mich zuerst ein bissl gewundert, aber: Wie oft haben wir den Japanern vorgeworfen, dass sie sich nichts trauen? Das ist richtig mutiges Design, das junge Menschen anmacht. Wenn ich das gleich in einem jungen Jargon so direkt sagen darf.

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