AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

URLAUBSPLANUNG

Campingfahrzeuge: Freizeit statt Fehlkauf

Mehr als drei Viertel aller 2015 zugelassenen Campingfahrzeuge waren kein Neukauf. Deshalb sollte man genau wissen, worauf man beim Reisemobil aus zweiter Hand achtet. Die besten Tipps.

Die meisten Campingfahrzeuge werden gebraucht gekauft
Die meisten Campingfahrzeuge werden gebraucht gekauft © ÖAMTC
 

Camping hat sich als alternative Urlaubsform längst auch in Österreich etabliert. 2015 lag der Bestand bei insgesamt mehr als 60.600 Wohnmobilen und Wohnwägen. „Der Großteil davon ist allerdings kein Erstbesitz“, weiß Tomas Mehlmauer vom Österreichischen Camping Club (ÖCC). „Das untermauern auch die Zahlen der Statistik Austria, die für das vergangene Jahr 8665 Zulassungen ausweist.“ Rund 6600 Wohnmobile und -anhänger, also mehr als 76 Prozent der Fahrzeuge, wurden gebraucht gekauft. Damit die Investition nicht zum Reinfall wird, hat der ÖCC die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Gewicht: Der erste Blick beim Kauf eines Wohnanhängers sollte dem Zulassungsschein des Zugfahrzeuges gelten. „Dort steht, wie hoch die maximale Anhängelast sein darf“, erklärt der ÖCC-Experte. „Wichtig: Nicht nur das Leergewicht des Wohnwagens, sondern auch Dinge wie Gepäck, vollen Tank oder Sonderausstattung einkalkulieren.“ Das ist auch wesentlich für den Fahrer, der mit einem Führerschein der Klasse B Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht lenken darf. Und um zu sehen, ob das Zugfahrzeug zum Wohnwagen passt.

Reifen: Bei Gebrauchtfahrzeugen ist es wichtig, die Reifen genau zu kontrollieren – denn sie werden gerade bei Wohnwägen ab und an stiefmütterlich behandelt. „Sind die Reifen älter als fünf Jahre, müssen neue her. Und das unabhängig vom Zustand des Profils“, stellt Mehlmauer klar.

Feuchtigkeit: Treten Fäulnisgeruch oder Verfärbungen im Innenraum auf, kann das ein Zeichen für Feuchtigkeit sein. Besonders anfällig: Ecken, Bettkasten, Teppich und Innenverkleidung. „Es empfiehlt sich, alle Staufächer und den Bereich unter dem Bodenbelag auf Flecken zu untersuchen“, rät der ÖCC-Experte. „Dabei kann man gleich auch darauf achten, ob die Verkleidungen von Kästen oder Sitzgarnituren Lüftungsöffnungen zur Vermeidung eines Luftstaus haben.“

Öffnungen: Dichtungsgummis an Türen, Fenstern und Dachluken dürfen nicht spröde sein und müssen richtig schließen. Auch die Fensteraufsteller sollten funktionieren.

Gas: Die Funktion aller Verbrauchsgeräte von Flüssiggas (darunter Heizung, Kühlschrank und Kocher) sollte überprüft werden. „In diesem Zusammenhang ist auch wichtig, dass die Geräte in die Gas-Prüfbescheinigung eingetragen sind“, hält der Campingexperte fest.

Kaufüberprüfung: Ob Kauf von privat oder vom Händler – ein Check in der Werkstatt entlarvt verdeckte Mängel und Schwachstellen an Wohnmobil oder Wohnwagen. Man erhält so eine objektive Diagnose und umfangreiche Detailinformationen zu den Abnutzungserscheinungen und möglichen zukünftigen Mängeln.

Die Checkliste für den Gebrauchtwagenkauf zum Ausdrucken unter www.campingclub.at/checklistegebrauchtwagenkauf

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren