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Was unter Volkswagens kommenden Elektroautos steckt

Volkswagen gibt einen ersten Ausblick auf die kommende Elektroflotte: eine Plattform, fünf Marken, 27 Modelle und ein europaweites Ladenetz.

Der Modularen Elektrikbaukasten kurz MEB © VOLKSWAGEN
 

Der große Wasserkühler an der Front erweckt den Eindruck, beim neu entwickelten Modularen Elektrikbaukasten (kurz MEB) handelt es sich um den weitgehend herkömmlichen Unterbau eines Automobils. Indes: Wirklich jedes Teil ist neu und speziell auf massentaugliche E-Mobilität ausgelegt. Statt Carbon wird ausschließlich Stahl verwendet, um Kosten zu sparen – und der Kühler in der Front dient allein dem Zweck, die Akkus thermisch fit zu halten.

Diese sitzen gleichmäßig verteilt im Unterboden und durch den Wegfall des Kardantunnels ergibt sich somit das Platzangebot des Golf auf deutlich weniger Grundfläche. Gewichtsverhältnis? Liegt bei ausgeglichenen 50:50, wobei es als Palastrevolution anzusehen ist, dass der Antrieb, ein E-Motor mit 150 Kilowatt, nicht mehr unter der vorderen Haube sitzt, sondern hinten und so wie beim Käfer die Hinterräder antriebt. Und die Reichweite? Die größte der geplanten Batterievarianten mit 65 kWh soll für mehr als 500 Kilometer Saft liefern.

Detroit Motor Show: VW I.D. Buzz

Der I.D. Buzz orientiert sich optisch am Kult-Bus der 1950er-Jahre, ist aber ein reiner Stromer.

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Mit seinen 3,3 Metern Radstand bietet er im Inneren jede Menge Platz: 660 bis 4600 Liter Laderaum stehen auf dem Programm.

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Für einen brauchbaren Wendekreis soll eine  Hinterachslenkung des Allradlers sorgen.

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Der Buzz ist 4,94 Meter lang, misst in der Breite 1,98 und in der Höhe 1,96 Meter.

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Die Elektromotoren – einer an der Vorder-, einer an der Hinterachse – sollen gemeinsam maximal 374 PS leisten, bei der Reichweite sprechen die Wolfsburger von 600 Kilometern nach dem NEFZ.

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Die 111-kWh-Lithium-Ionen-Akkus benötigen angeblich keine 30 Minuten, um bei einer Ladeleistung von 150 kW einen Ladestand von 80 Prozent zu erreichen.

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Die Höchstgeschwindigkeit des Buzz ist auf 160 km/h limitiert.

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Ab 2025 hält es Volkswagen für realistisch, dass der Bus der Zukunft vollautomatisch fahren kann: Ein leichter Druck auf das VW-Logo und das elektrisch versenkbare Lenkrad verschwindet im Cockpit.

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Während der Fahrer entspannt, erkennen Laserscanner, Ultraschall- und Radarsensoren sowie Kameras andere Verkehrsteilnehmer und das Umfeld.

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Von einem Marktstart ab 2022 ist beim Buzz die Rede.

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Der Baukasten kann mit fünf unterschiedlichen Radständen bestückt werden und Allradler bekommen einen zusätzlichen Motor für die Vorderachse, was natürlich eine große Modellvielfalt ermöglicht: Geplant sind Fahrzeuge in den Größen von Golf, Tiguan, Passat und einem Kleinbus, wobei hier gerne vom Bulli gesprochen wird. Wir können also von einem schicken Retro-Design im Stile der 1950er ausgehen. Insgesamt sollen so 27 verschiedene Modelle entstehen, die möglichst fair auf die einzelnen fünf Konzernmarken, von Audi bis Skoda, aufgeteilt werden.

Showcar: VW I.D. Crozz

Volkswagen ist spät dran – aber dafür geben die Wolfsburger jetzt umso mehr Gas. Oder in diesem Fall wohl eher: Strom. Nach den Premieren der Studie eines kompakten Stadtflitzers auf dem Pariser Autosalon im vergangenen Herbst und dem elektrischen Bulli namens Buzz Anfang 2017 auf der Messe in Detroit hat jetzt das dritte Modell der I.D.-Familie in Schanghai seinen Einstand gegeben: der Crozz.

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Wie der Name schon sagt, ist er ein Crossover, eine Mischung aus SUV und Coupé. Und wie seine Brüder steht er auf dem modularen Elektrifizierungsbaukasten. Das bedeutet: Der I.D. Crozz ist 4625 mm lang. Für die Breite ergeben sich 1891 mm, hoch ist die Studie 1609 mm. Die Achs- und Antriebsmodule rücken weit nach außen, dazwischen spannt sich ein Radstand von knapp 2,8 Metern.

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Die Lithium-Ionen-Batterie mit einem Energiegehalt von 83 kWh taucht vollständig in den Fahrzeugboden ab und treibt die beiden Elektromotoren mit einer maximalen Systemleistung von 225 kW (306 PS) an.

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Der E-Motor an der Hinterachse treibt standardmäßig an, der vordere wird bei Bedarf zugeschalten. Bis zu 500 Kilometer (nach dem NEFZ) soll der 180 km/h schnelle Crossover mit einer Batterieladung zurücklegen können.

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In 30 Minuten nimmt der Akku per Schnellladesystem an Ladeschnittpunkten mit einer Leistung von 150 kW (DC) wieder 80 Prozent seiner Energiekapazität auf.

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Die Elektroautoarchitektur sorgt für völlig neue Raumverhältnisse: Die Passagiere nehmen auf vier Integralsitzen Platz, im Fond erreicht die Beinfreiheit Oberklasse-Niveau. Große Schwenk-/Schiebetüren und die fehlende B-Säule machen das Beladen einfach, die hinteren Sitzflächen können wie im Kino hochgeklappt werden. Der Kofferraum fasst 515 Liter.

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Bedient wird der Stromer über Touchdisplays, kapazitive Tastenfelder sowie Sprach- und Gestensteuerung. Informationen und Bedienmöglichkeiten, die bislang allein dem Fahrer und Beifahrer vorbehalten waren, können nun auch von den Gästen im Fond genutzt werden. Deren Bedieninseln befinden sich in den vier Türverkleidungen.

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Per Gestensteuerung wird auch die Lichtjalousie geöffnet oder geschlossen. Dabei gleitet ein mit LED-Streifen erzeugter Lichtteppich über den Dachhimmel und erhellt so den Innenraum.

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Ab 2025, so ist Volkswagen überzeugt, wird das vollautomatisierte Fahren den nächsten revolutionären Schub auslösen. Im autonomen Modus „I.D. Pilot“ zieht sich das Lenkrad in die Armaturen zurück.

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Nach außen wird im Robotermodus das Licht des I. D. Crozz zum interaktiven Kommunikationsmittel. Die Leuchtelemente verschmelzen zu einer Frontpartie mit elektronischen, beweglichen „Augen“. Damit kommuniziert er mit anderen Verkehrsteilnehmern oder begrüßt seinen Fahrer, wenn der sich dem Wagen nähert.

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In zwei Jahren rollen die ersten MEB-basierten Volkswagen zu den Händlern. Und wer jetzt schon Lust bekommen hat: Vorbestellungen werden bereits 2019 angenommen. Zu Preisen auf dem Niveau vergleichbarer Dieselfahrzeuge.

Kontinentale Ladezonen

Ionity nennt sich der Zusammenschluss aus der VW Gruppe, BMW, Mercedes und Ford, der bis 2020 in ganz Europa ein flächendeckendes Netz an Ladestationen aus dem Boden stampfen will. Der Plan: Alle 120 Kilometer sollen mindestens zwei Schnelllader bereit stehen, die jeweils eine Ladeleistung von 350 kWh bieten. Damit lässt sich der größte Akku des MEB in nur 30 Minuten zu 80 Prozent aufladen. Zu diesen 2400 Stationen kommt noch das VW-eigene Netz, das sich auf die rund 4000 Händlerbetriebe aufteilen sollen.

Kommentare (2)

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Miraculix11
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Überraschend was der Autor schreibt

Durch den Wegfall des Kardantunnels ergibt sich somit das Platzangebot des Golf auf deutlich weniger Grundfläche. Oha, bis auf ein paar Allradler hat kein VW einen Kardantunnel.

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Zedus
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1
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Gängige Bezeichnung

Kardantunnel oder Mitteltunnel ist eine gängige Bezeichnung.
Viel interessanter finde ich die Daten von VW. Maximal 65kWh Akkus mit über 500km Reichweite. Das wären unter 13kWh/100km, klingt ja äußerst optimistisch. Weiters die Ladeleistung entspricht 100kW im Schnitt. Nicht schlecht für den "kleinen" Akku, aber was die Dinger wirklich können stellt sich erst 2020 heraus. Wenn der Preis passt, könnte das durchaus ein Erfolg werden.

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