Alles AutomatikEin letztes Händeschütteln mit dem manuellen Schaltgetriebe

Ein Stück Autokultur hat ausgedient: Das manuelle Schaltgetriebe gilt als Anachronismus und gerät zum Auslaufmodell.

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© carloscastilla/stock.adobe.com (Carlos Castilla Jimenez)
 

Automatikfahren – das ging hierzulande jahrzehntelang eigentlich gar nicht, galt als unsportlich und einfach nur fad. Während in den USA oder Japan seit jeher Kuppeln und Schalten die Ausnahme sind, dümpelte in unseren Breiten der Anteil von Automatikgetrieben lange Zeit im einstelligen Prozentbereich vor sich hin. Auch mit den stufenlosen, aber nervig winselnden CVT-Getrieben wollten sich die Europäer partout nicht anfreunden.

Heute ist freilich alles ganz anders. Längst ist die Automatik dabei, dem Schalter den Rang abzulaufen. Spricht sich in Deutschland bereits weit über die Hälfte aller Neuwagenkunden gegen ein händisches Sortieren der Gänge aus, orderten in Österreich im Vorjahr immerhin schon 42 Prozent ihre Autos mit Automatik. Tendenz: stark steigend. Vor fünf Jahren waren es noch 22 Prozent.

Zulassungen Jänner bis Juli 2021: Das sind die meistverkauften Elektroautos 2021

Platz 10

Der BMW i3 verbucht einen Absatz von 470 Exemplaren. Das macht Platz 10 und ein Plus von 41,6 Prozent.

BMW

Platz 9

Von der vollelektrischen Variante des Kia Niro wurden heuer bisher 631 Stück abgesetzt. Damit stromert der Koreaner auf Platz 9 und fährt ein Plus von 39,3 Prozent ein.

KIA

Platz 8

655 verkaufte Stück bringen dem elektrischen Seat Mii den achten Rang. Das macht ein Plus von 311,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

SEAT

Platz 7

Auf Platz 7 arbeitet sich der Audi e-tron vor, von dem heuer bisher 875 Stück verkauft wurden. Das bedeutet ein Plus von 162 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

AUDI

Platz 6

Ein Neueinsteiger findet sich auf Platz 6: 968 Exemplare des neuen elektrischen Fiat 500 wurden heuer bereits verkauft.

FIAT

Platz 5

1091 Fans hat der Renault Zoe gefunden. Damit holt sich die kleine Französin den fünften Rang und ein Minus von 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

RENAULT

Platz 4

Mit 1163 verkauften Stück parkt der Skoda Enyaq als Neueinsteiger auf dem vierten Platz.

SKODA AUTO

Platz 3

Platz 3 geht an einen Neueinsteiger: Das elektrische SUV VW ID.4 hat heuer bislang 1452 Kunden gefunden.

VOLKSWAGEN

Platz 2

Der VW ID.3 stromert auf den zweiten Platz: Er bringt es auf 1867 Verkäufe.

VOLKSWAGEN

Platz 1

Teslas Model 3 bringt es auf 2610 Verkäufe, damit liegt das meistverkaufte Elektroauto 2020 auf Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das ein Plus von 109,6 Prozent.

TESLA
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Die Trendwende wesentlich beschleunigt haben die blitzgescheiten elektronisch gesteuerten Wandlerautomaten und das Doppelkupplungsgetriebe, das erstmals unter der Bezeichnung Direktschaltung (DSG) von Volkswagen 2003 in Großserie eingeführt wurde.

Die neue Generation räumte auf mit allen Vorurteilen, zähmt mit bis zu zehn Stufen den Spritdurst (teilweise weniger Verbrauch als beim Schalter) und wechselt in der Kombination mit Fahrprogrammen über griffige Schaltwippen die Gänge nicht nur schneller, sondern intoniert den Vorgang bei Bedarf auch noch entsprechend mit Auspuffsound. Die Handarbeit kommt zunehmend aus der Mode, und wird von Volumens-Herstellern fast nur noch in den unteren Fahrzeugsegmenten und bei günstigen Einstiegsmodellen angeboten.

Modellvorstellung: Mercedes C-Klasse

Vorbei die Zeiten, als die E-Klasse noch der Umsatzgarant schlechthin bei Mercedes in Untertürkheim war. Im letzten Jahrzehnt mauserte sich deren kleine Schwester, die C-Klasse, nämlich zum volumenstärksten Modell mit dem Stern. Grund genug, bei der neuen Auflage vor allem in den Bereichen Komfort und Digitalisierung noch ein kräftiges Scherflein nachzulegen.

Daimler AG

Und für Komfort braucht man Platz: Mit einer Länge von 4751 und einer Breite von 1820 Millimetern übertreffen die Limousine und das T-Modell ihre Vorgänger deutlich. Der Radstand wurde um 25 auf 2865 Millimeter gestreckt, wovon Passagier, aber auch das Gepäck profitieren. Mit einem Volumen von 490 bis 1510 Liter ist der Kofferraum des Kombis 30 Liter größer als bisher.

Daimler AG

Wenn man von den AMG-Modellen absieht, bekommt die neue C-Klasse ausschließlich Vierzylinder-Motoren unter die Haube: Sowohl Diesel (200/265 PS) als auch Benziner (170/204/258 PS) erfahren im niedrigen Drehzahlbereich Unterstützung durch einen integrierten Starter-Generator, sind also Mild-Hybride mit 48-Volt-Bordnetz, das Funktionen wie Segeln, Boosten oder Rekuperieren ermöglicht.

Daimler AG

Eine Neun-Gang-Automatik ist generell Serie, selbst kann also in der C-Klasse nicht mehr geschaltet werden. Optional gibt es aber nach wie vor den Allradantrieb 4Matic.

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Nach dem Marktstart im Sommer folgen auch Plug-in-Hybride, die auf den Motoren mit 1,5 und 2 Litern Hubraum aufsetzen. Genaue Daten verraten die Stuttgarter abgesehen vom 25,4-kWh-Akku, der Leistung der E-Maschine von bis zu 95 kW (129 PS) und der rein elektrischen Reichweite von rund 100 Kilometern, die alle Versionen erreichen sollen, noch nicht.

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Und sollte der Stromspeicher leer sein – mit dem optionalen 55-kW-DC-Lader kann er in nur rund 30 Minuten wieder voll aufgeladen werden. Für das Laden am heimischen Wechselstromnetz ist serienmäßig ein 11-kW-Charger für das dreiphasige Laden an der Wallbox verfügbar.

Daimler AG

Im Innenraum sticht sofort die neue Instrumententafel ins Auge. Vor dem Fahrer prangt ein hochauflösender LCD-Bildschirm, in Ausführungen mit 10,25 oder 12,3 Zoll Bildschirmdiagonale. Der zentrale Touchscreen (9,5 oder 11,9 Zoll) steht hochformatig vor dem Armaturenbrett, was insbesondere für die Navigation deutliche Vorteile bietet. Erstmals in der C-Klasse kommt auch die zweite Generation des Infotainment-Systems MBUX zum Einsatz.

Daimler AG

Ergänzt wird das Panorama der Displays durch ein optionales, farbiges Head-up-Display, das dem Fahrer ein virtuelles Bild einblendet, das in 4,5 Meter Entfernung über der Motorhaube zu schweben scheint.

Daimler AG

Und noch ein Detail gibt es, das die C-vom S geerbt hat: die Hinterachslenkung, die den Wendekreis um 43 Zentimeter verringert. 

Daimler AG

Fast schon Overkill hingegen sind die "Digital Light"-Scheinwerfer, die mit Hilfe von 1,3 Millionen Mikrospiegeln das LED-Licht brechen und ausrichten. Pro Fahrzeug beträgt die Auflösung also über 2,6 Millionen Pixel. Auf Wunsch gibt es dazu noch die Projektionsfunktion: Dieses System projiziert Führungslinien, Symbole und Animationen auf die Straße und kann das Fahren sicherer machen.

Daimler AG
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Bei Premium-Anbietern wie Mercedes und BMW gerät der klassische Handschalter immer mehr zum Exoten in der Modellpalette, in manchen Baureihen geht der Automatikanteil gegen 100 Prozent. Mercedes hat gerade erst angekündigt, dem beherzten Griff in die Zahnräder langsam, aber sicher ein Ende zu bereiten. Auch bei Sportwagen-Hersteller Porsche kommt die Handarbeit abhanden, Siebengang-Schalter sind fast nur noch in Sondermodellen zu haben.

Für Walter Röhrl ein logischer Schritt. "Bei Sportwagen braucht man beide Hände am Lenkrad. Überhaupt gibt es keinen Grund mehr, ein Auto mit Handschaltgetriebe zu fahren. Der Schalter wird eine Sache für Freaks bleiben. Die Automatik ist ein Segen im Stop-and-go-Verkehr und ein Gewinn an Komfort und Sicherheit", so Röhrl.

Modellvorstellung: Hyundai Ioniq 5

Hyundai bringt den ersten Vertreter seiner neuen Elektroflotte: Einem mittelgroßen SUV-Coupé, das auf den Namen Ioniq 5 hört, an den Scheinwerfern in Pixeloptik sofort zu erkennen ist und auf der neuen Elektro-Plattform E-GMP der Koreaner basiert.

HYUNDAI

Und die ermöglicht die Wahl zwischen zwei Batterie-Paketen und zwei Antriebsvarianten: Heckantrieb versehen mit einem Elektromotor, Allrad mit je einem pro Achse.

HYUNDAI

Arbeiten wir uns also durch die Modellpalette nach oben: Den Einstieg bildet die Version mit 58-kWh-Akku und Heckantrieb, die eine maximale Leistung von 125 kW (170 PS) abspulen kann. In Kombination mit dem Allrad erwirtschaften die beiden Elektromotoren eine Systemleistung von bis zu 173 kW (235 PS).

HYUNDAI

Wählt man die 72,6-kWh-Batterie, dann liefert der E-Motor an der Hinterachse eine Leistung von bis zu 160 kW und stellt eine maximale Reichweite von 480 Kilometer in die Auslage. Das Topmodell kommt mit dem größeren Akku, Allradantrieb und einer kombinierten Spitzenleistung von 225 kW (306 PS) und 605 Newtonmeter Drehmoment. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h ist eine Angelegenheit von 5,2 Sekunden. 

HYUNDAI

Die Batterie ist zwischen Vorder- und Hinterachse in den Boden integriert. Was das Laden betrifft, so ist das System standardmäßig 800-Volt-schnellladefähig und kann ohne Adapter auch an 400-Volt-Stationen angeschlossen werden.

HYUNDAI

Das Ladesystem ist nicht nur bei der Spannung, sondern auch bei der Richtung des Stromflusses flexibel: Es beherrscht das so genannte bidirektionale Laden. Daher kann der Akku im Auto dazu genutzt werden, externe Elektrogeräte mit 110- beziehungsweise 220-Volt-Wechselstrom zu versorgen oder bei Bedarf auch ein anderes Elektrofahrzeug aufzuladen.

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4,64, 1,89, 1,61 Meter in Länge, Breite und Höhe – so lauten die Eckdaten des Crossovers, der mit seinem Radstand von 3 Metern auf ein großzügiges Platzangebot getrimmt ist. Das Kofferraumvolumen liegt bei 531 Litern, das sich bei umgeklappten Sitzen der zweiten Reihe auf 1591 Liter ausweiten lässt.

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Für zusätzlichen Stauraum sorgt der vordere Kofferraum mit 24 bis 57 Litern Fassungsvermögen je nach Antrieb. Zudem kann der Ioniq 5 bis zu 1600 Kilogramm an die Anhängerkupplung nehmen.

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Im Cockpit prangen digitale Armaturen und ein Infotainment-Display in der Größe von jeweils 12,3 Zoll. Die Spracherkennung kann einfache Befehle wie das Steuern der Klimaanlage, Öffnen und Schließen der Heckklappe oder das Beheizen des Lenkrads ausführen.

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Neu ist auch das Head-Up-Display mit Augmented-Reality-Funktionen, das die Windschutzscheibe in einen Bildschirm verwandelt. Zwischen den Sitzen findet sich eine bewegliche Mittelkonsole, die sich bis zu 140 Millimeter zurückschieben lässt. In das riesige Panoramadach sind Solarzellen integriert, das bei Sonnenschein Energie in die Batterie einspeist.

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Den endgültigen Garaus für den Schaltknüppel bereitet das Elektroauto. Einem Stromer reicht bekanntlich ein Ein-Gang-Getriebe zur zügigen Fortbewegung. Schon dem ersten Automobil mit Verbrennungsmotor, dem Patent-Motorwagen Nummer 1 von Carl Benz, genügte 1886 ein Gang. Womit sich der Kreis schließt.

Für ein Leben nach dem Tod werden die Gebrauchtwagen sorgen und die Oldtimer ohne Ablaufdatum. Dort wird das Schaltgetriebe in den Kultstatus erhoben werden, mit zweimal kuppeln und Zwischengas und gegebenenfalls mit dem legendären Spruch vom Beifahrersitz aus: Einen schönen Gruß vom Getriebe, drin ist er.

Kommentare (19)
derschwarze
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Das Automatikgetriebe

ist wohl notwendige die Grundlage zum autonomen Fahren. Abstandsradar, Geschwindigkeitsregelung, Einparkassistenz etc., ansonsten wird das nicht realisierbar.

DergeerderteSteirer
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Das braucht im Normalfall kein begnadeter Autofahrer ( Abstandsradar, Geschwindigkeitsregelung, Einparkassistenz etc.), die Leute sollen sich beim fahren auf das konzentrieren was wichtig ist, nämlich das fahren !!

Ein Automatikgetriebe oder ein Doppelkupplungsgetriebe ist unabhängig von den ganzen Helferlein eine tolle Sache !
Es gibt eben allerlei Helferlein, wenns teils auch unnötig ist weil sie es sich verkrampft einreden oder es sich vom Verkäufer aufschwatzen lassen !!

paulrandig
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Ich bin beides gefahren.

Und die Automatik ist heutzutage wirklich schon beachtenswert. Trotzdem fahre ich lieber manuell. Warum?
Es wird uns heute schon so viel vom Autofahren abgenommen, dass die Aufmerksamkeit leicht auf andere Dinge gelenkt werden kann. Nun will ich aber, wenn ich fahre, meine ganze Aufmerksamkeit am Fahren haben, eine möglichst direkte und gefühlsmäßig nachvollziehbare Verbindung zu dieser Maschine haben, jederzeit spüren, was gerade passiert und entsprechend eingreifen können. Lacht mich meinetwegen aus, aber das beste Auto-Gefühl hatte ich im alten FIAT Panda meiner Mutter.

DergeerderteSteirer
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Das mit dem Fiat Panda @paulrandig kann ich nachvollziehen,......

der ist halt noch so richtig puristisch, einfach gebaut, das spürt man man auch, beschäftigt beim fahren ist man auch.
Zweifelsohne Autofahren in Reinkultur weil er superwendig auch ist.
Mir taugt es wenn wer so offen und ehrlich bei seinen Schilderungen ist!

DergeerderteSteirer
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Nur ein Beispiel, wer dieses Automatikgetriebe mal gefahren hat will nix anderes mehr !!


Die 8-Gang-Steptronic im BMW, da gibt's mehrere Modelle in denen sie verbaut sind, vom 1er aufwärts, sogar als Sportgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad erhältlich, sonst auch mit manuellem Modus wo der Schaltknauf nur nach vorne oder hinten angetippt wird , .................. so schnell und unbemerkt wie dieses Getriebe von ZF (Friedrichshafen Deutschand) die Gänge in einem BMW sortiert ist sagenhaft, es liefert neben besten Fahrleistungen, einer spitzenmässigen Effizienz auch einen super niedrigen Verbrauch, ohne Verzögerungen und total ruckfrei !
Ich will da keine Werbung machen, aber dieses Produkt ist herausragend !!

Natürlich gibt's bei den Bayern nun auch das Doppelkupplungsgetriebe, die Getriebesteuerung wählt Gänge selbsttätig oder nach Fahrerwunsch (Schaltwippen/Wählhebel), Es besteht eben aus zwei Teilgetrieben und zwei Kupplungen.
Technisch gesehen ist es ein Direktschaltgetriebe, also daher kein Automatikgetriebe, sondern ein automatisiertes Schaltgetriebe.
Ist auch super zu fahren, mir ist die ZF Steptronic jedoch viel lieber !!

Hausverstand100
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Also

Ich denke, nicht der schlechteste Fahrer zu sein (der beste sicher auch nicht) aber bei 70.000 Jahres-Km beruflich hätte ich gar nichts dagegen, wenn mein Chef für das nächste Firmenauto in eine Automatik investieren würde...
Dem Alter, in dem man glaubt, sich oder jemand anders was zu beweisen müssen und das idiotischerweise im Verkehr, bin ich längst entwachsen.

pescador
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Schaltgetriebe ist noch im Motorsport ein Thema

Bei einem normalen PKW kann ich mir jedoch nicht vorstellen, weshalb man noch mit Schaltgetriebe fahren soll.

plolin
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Ich war immer skeptisch

Aber einmal Automatik - immer Automatik!

Kristianjarnig
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@plolin...

...Naja.

Notgedrungen bin ich auf Automatik umgestiegen weil die Hersteller einfach keine Handschaltung im von mir gewählten Fahrzeug in Kombination mit dem gewählten Motor mehr anbieten. Die Handschaltung gibt es nur im jeweiligen "Billigsegment" der Palette.

Also nichts von freier Wahl oder sogar ein "Wunschgetriebe". Es gab einfach nur 2 verschiedene Automatikgetriebe zur Auswahl. Davon habe ich dann das "bessere" gewählt.

Was soll ich sagen - die Automatik ist was zum "bummeln", fürs dahinrollen. Auch sicherlich etwas feines im Stop und Go Verkehr in der Stadt. Trotzdem kein Kaufkriterium für mich.

Mittlerweile fahre ich nur noch mit Halbautomatik, d.h. ist suche mir den jeweiligen Gang eingeschränkt selbst aus(die Automatik "pfuscht" trotzdem noch rein.

Grund - ich empfinde (auch eine moderne) Automatik als SEHR träge, die Gangwechsel werden oft im viel zu niedrigen oder, je nach Auswahlmodus, im viel zu hohen Drehzahlbereich vorgenommen(was dann bei einem Diesel einfach nichts mehr bringt).
Hätte ich bei ein und demselben Auto die Wahl - ich würde IMMER den Handschalter nehmen.

Was den "Sicherheitsaspekt" angeht den Herr Röhrl anspricht(sollte er ja selbst wissen, kommt ja "von Fach") - man wechselt den Gang und die Hand ist wieder am Lenkrad - was ist daran unsicher?

Es ist leider wahr. Bei normalen Autos stirbt der Handschalter aus. Aber sicher nicht auf Kundenwunsch hin.

Eine gute Handschaltung bekommt man leider nur noch bei Sportwagen. Schade.

Balrog206
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Also

Von 4 möglichen Fahrmodus wird wohl einer gerecht werden ! Man glaubt doch selbst nicht das jemand immer zum richtigen Zeitpunkt schaltet ! Ein Freund von mir denkt aber ähnlich , unverständlich f mich 😉

Kristianjarnig
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Echte Fahrer...

...vermissen das Schaltgetriebe@balrog. Ist halt so.

Die Automatik ist was für Leute die schon vorher nicht "gerne"(jeder ist schon mal neben sojemanden im Auto gesessen und dachte sich -"warum Schalter er/sie nicht endlich...^^") geschaltet haben.
Immer tat einem der Motor irgendwie leid. Entweder röchelte er untertourig vor sich hin oder es tat einem im Herz weh wenn er gar zu hoch gedreht wurde. Und für diese Gruppe wurde die Automatik entwickelt ;-) . Ich will ja einen gewissen Komfortzuwachs gar nicht abstreiten. Aber das kann es ja alleine nicht sein finde ich.

paulrandig
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Ich wette, dass wir in dreißig Jahren...

...Nostalgie-Autos haben werden. Das sieht so aus, dass man in Elektroautos den Schalthebel austauschen und ein Kupplungspedal dazustellen kann und dann ein perfekt simuliertes Schaltgetriebeauto bedient. Freilich kann man aus einer Datenbank mit hunderten Modellen wählen: Von VW-Käfer über Opel Kadett bis Jaguar. Sowohl die Motorcharakteristik, die Übersetzungen als auch das Geräusch wird perfekt simuliert, und mann kann beim Bergauf-Anfahren sogar den Motor abwürgen.
Ich wette, einige Nostalgiker werden ihre Autos auf Retro pimpen.

melahide
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Also

seitdem ich ein E-Auto mit Automatik habe, verstehe ich gar nicht mehr, warum man ein Schaltgetriebe haben muss ...wenn man früher zb durch eine Stadt fuhr, ständig im Stau, immer auf der Kupplung ... und auch sonst ...

froed
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..

Ein E-Auto hat kein bzw. max ein Untersetzungsgetriebe ;-)

scionescio
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@froed: das wird gerne behauptet, ist aber wie viele Mythen rund ums BEV nicht richtig...

.... schau dir zb einen Taycan an und staune;-)

Der Trend geht klar Richtung Getriebe auch beim BEV, weil der eMotor zwar maximales Drehmoment vom Stand weg hat, aber dabei auch maximale Ströme fließen- und die sind ganz schlecht für die Batterie und die Thyristoren in der Leistungselektronik.

Wie wir alle wissen, ist es schon lange nicht mehr die Mechanik, die häufig ausfällt- es ist wohl eher die Elektronik mit ihren zeitlich beschränkten Bauteilen (zB Elektrolytkondensatoren) und die transienten Ströme, die zu Ausfällen und teuren Reparaturen führen

Balrog206
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Hab

Erstmal einen Automatik , bitte wer will echt noch schalten u Kuppeln !

altbayer
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Ich .....

.... bin von DSG wieder auf manuellen Schalter umgestiegen.

Kristianjarnig
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@altbayer...

...würde ich auch gerne machen. Da müßte ich aber die Marke wechseln(und auch da habe ich dann Zweifel anderswo was vernünftiges zu finden).

Aber ich ziehe auch jederzeit ein manuelles Getreibe einem automatischen vor.

purplish
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@altbayer...

... Der Name ist Programm. ;-)