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10 Dachboxen im TestGerissene Befestigungen - ein Produkt fiel durch

Qualität hat ihren Preis: Günstige Dachboxen fallen bei der Crashsicherheit durch. Für ein "Sehr gut" reichte es bei keinem der 10 Produkte.

© Uwe Rattay/ÖAMTC
 

Mit der richtigen Dachbox schafft man zusätzlichen Stauraum und erhöht die Sicherheit hinter dem Steuer. Denn mit falsch gesichertem Gepäck im Auto steigt die Verletzungsgefahr bei einem Unfall. Der ÖAMTC hat zehn Dachboxen mit einem Ladevolumen zwischen 400 und 480 Liter, die für den ganzjährigen Transport geeignet sind, auf ihre Handhabung und Sicherheit getestet.

Sechs Dachboxen erhielten die Note "Gut", bei drei reichte es für ein "befriedigend", ein Produkt fiel ganz durch den Test. Alle Dachboxen wurden anhand ihrer Konstruktion, der Handhabung, ihrer Fahreigenschaften und Crashsicherheit getestet. Die Quintessenz: Qualität hat ihren Preis.

Vorne im Test liegt die Dachbox "Motion XT L" von Thule, gefolgt vom Modell "Kamei Oyster 450". Vor allem bei den Handhabungstests, die mit verschiedenen Probanden durchgeführt wurden, hinterlässt die Dachbox von Thule, die für 590 Euro zu haben ist, den besten Eindruck. Einfachste Handhabung, keinerlei Auffälligkeiten bei der Fahrsicherheit und gute Ergebnisse beim Crash bedeuten letztendlich den vordersten Platz. Einzig bei der Prüfung der Regendichtigkeit zeigt die Box leichte Schwächen. Mit dem besten Ergebnis bei der Crashsicherheit zeigt sich die 630 Euro teure Dachbox von Kamei auf Platz zwei.

Tipps für die Wahl der richtigen Dachbox

Beschaffenheit und Ausstattung: "Eine beidseitige Öffnung bietet einen besseren Zugang bei der Beladung, speziell bei höheren Fahrzeugen", so ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Zur Ausstattung gehören auch stabile Spanngurte, es sollten drei Stück im Lieferumfang enthalten sein.
Die richtige Befestigung des Transportguts ist das A & O: Die Stabilität einer Dachbox bei extremen Beanspruchungen steht und fällt oftmals mit der Qualität der Befestigungen innerhalb der Dachbox. Zudem sollten die mitgelieferten Gurte überprüft werden. "Verschlüsse aus Metall sind jenen aus Plastik zu bevorzugen. Ein Textilspanngurt als Reserve sollte immer dabei sein", so der Experte.
Die Dachlast entscheidet über das maximale Gewicht der Beladung: Ein Blick in den Fahrzeugschein lohnt sich. Steffan Kerbl erklärt: "Die eingetragene Dachlast darf unter keinen Umständen überschritten werden. Je nach Eigengewicht der Dachbox und des verwendeten Dachträgers errechnet man die maximale Zuladung und vergleicht diese mit der maximal zulässigen Dachlast des eigenen Fahrzeuges."

Auch bei den beiden Letztplatzierten, den Dachboxen "Zeus 480 L" von Farad und "Reef 580" von G3, waren sich alle Probanden einig. Die Zugänglichkeit zur Box und die Befestigung am Dachträger ging bei weitem nicht so leicht von der Hand, wie bei den besser Platzierten. Beide Dachboxen zeigten zudem deutliche Schwächen beim Citycrash. Da hier Gurte und Befestigungen gerissen und dabei herausstehende Teile bzw. Ladungsverlust zu verzeichnen waren, kamen beide Boxen nicht über das Urteil „ausreichend“ hinaus.

Die Testergebnisse

  1. Thule Motion XT L
  2. Kamei Oyster 450
  3. Atera Casar L
  4. Hapro Trivor 440
  5. Mont Blanc Altitude 450
  6. Norauto Bermude 4000
  7. Jetbag 80 Family
  8. Northline Tirol 420
  9. G3 Reef 580
  10. Farad Zeus 480L

Die Testergebnisse im Detail lesen Sie hier.

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