Steirischer Passamaner

Dass „eva und adam" derart rasch reüssierte, kam für den Oststeirer nicht ganz unerwartet. In der Bevölkerung ortet der Pomologe nämlich eine tiefe Sehnsucht nach alten Obstsorten, aber bis dato gab es keine Drehscheibe, wo man solche Früchte erwerben und vertiefende Informationen erhalten konnte. „Wir müssen unsere Kunden erst bilden, denn bei vielen Sorten gibt es große Unterschiede zwischen der Pflück- und Genussreife." Ein Beispiel dafür ist der Steirische Passamaner. Die Sorte braucht zur vollen Entwicklung kräftige Kälteimpulse und reift erst langsam am Lager. „Dieses Wissen ist bei den meisten Menschen verloren gegangen", bedauert Wilfling. „Heute lautet das Kriterium: Den Apfel nehmen und essen."

Bei „eva und adam" erfolgt der Verkauf der Streuobstraritäten über kleine Holzkisten und exklusive Geschenkboxen. Eigene Sorten-Steckbriefe ergänzen den Inhalt. Zu den Kunden zählen Kulinarik-Fans ebenso, wie Menschen, die daheim Streuobstbäume pflanzen wollen und noch auf der Suche nach ihren Lieblingssorten sind. Bio-Fuchs Für die Ländliche Entwicklung erfüllt „eva und adam" gleich mehrere Ziele. Es ist ein kooperatives Innovationsprojekt, ist sektorübergreifend aufgestellt, dient der Entwicklung beziehungsweise Wiederentdeckung bäuerlicher Produkte und ermöglicht das Erschließen von neuen Märkten. Auch Bio Austria hat daran sofort Gefallen gefunden und ihm den heurigen Innovationspreis „BioFuchs" in der Kategorie „Überbetriebliches Konzept" verliehen. Näheres auf www.evaundadam.at.