Das Schönste ist der Wald“, sagten Architekt und Bauherr und nahmen bei der Planung des kleinen Feriendorfs auf der Turracher Höhe an der Grenze zwischen Steiermark und Kärnten Rücksicht auf ihn. Und daher wurden die drei Türme, benannt nach den Kindern des Bauherrn, gemeinsam mit einer „Scheune“ zwischen die Bäume gesetzt. Damit entsteht das Gefühl des „im Wald Wohnens“ und der ansehnliche Zirben- und Lärchenbestand blieb erhalten. Und da die Natur der Maßstab ist, fiel die Entscheidung auch auf die einfachste, „natürlichste“ und älteste Holzbauweise, den Blockbau.
Sonst ist aber vieles in der neuen Zeit angekommen. Man checkt digital mit einem Code ein und „versteckt“ sein Auto gleich bei der Ankunft in einer Garage, in der die Fahrzeuge mittels Liftsystems übereinandergestapelt werden. Die Häuser wurden eines nach dem anderem entworfen und gebaut. Idee und Konzept sollten wachsen wie der Wald und daher ist auch jedes etwas anders.
Urteil der Jury:
„Luki, Toni und Franzi – drei Holzblockhäuser im Wald, von der Scheune als Dependance aus versorgt, laden zum Entdecken ein. Wohlproportioniert aus dem sich ergebenden Maß der Stammlängen sind sie spielerisch zwischen die gewachsenen Bäume gesetzt und bilden ein kleines Feriendorf aus. Als Türme konzipiert hinterlassen sie einen kleinen Fußabdruck in der Landschaft und fügen sich mit ihrer Vertikalität in die Baumstruktur ein. Sie vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und lassen die Bewohner den Ursprung von Wohnen erleben. Konstruktiv eine Symbiose zwischen gegossenem schwarzen Beton und gestapelten, gestrickten 20 x 20 cm-Baumstämmen. Eine Fülle von fein abgestimmten Holzbaudetails versetzt uns in Staunen. Ein solch exzellentes Werk kann nur in bester Zusammenarbeit zwischen Bauherrn, Architekt und Fachplanern ausführender Firmen entstehen.“