Besucherinnen und Besucher können bei Touren durch den Park die Vielfalt der Kunstwerke erleben, während das junge Publikum beim künstlerischen Kinderprogramm selbst aktiv werden kann. Das Highlight des Nachmittags stellt die Präsentation des diesjährigen Neuzugangs im Park dar: Martin Gostners Apparat für Park ist die mittlerweile 76. Skulptur in der Sammlung. Ergänzt wird das Angebot durch Musik von Mama Feelgood und Kulinarik von Genusswerk Pur, ein kostenloser Shuttlebus ermöglicht die Anfahrt ab Graz.

Sommerfest im Österreichischen Skulpturenpark
Sommerfest im Österreichischen Skulpturenpark © Universalmuseum Joanneum/F.S.K.

Watte als Apparat der Erinnerung
Drei etwa zwei Meter große, von Bäumen hängende, weiße Watte-Zapfenformen – das ist Apparat für Park von Martin Gostner, der Neuzugang im Österreichischen Skulpturenpark. In den Jahren 1991/92 erschaffen, wurden die Skulpturen 2019 für den Außenbereich des Parks in Premstätten bei Graz neu aufbereitet und werden im Zuge des Spätsommerfestes in Anwesenheit des Künstlers nun erstmals präsentiert. In ihrer Weichheit und Überdimensionalität dekonstruieren sie nicht nur unsere Vorstellung von Zapfen, sie untersuchen als im Außenraum platzierte Arbeiten auch skulpturale Formgebung, Materialität, Fragilität und Präsenz sowie Dauer und Vergänglichkeit. Martin Gostner versieht seine Arbeit, die in erster Linie eine visuelle Wirkung besitzt, mit dem technischen Begriff Apparat, einem Vorrat an Werkzeugen. Geht man davon aus, dass ein visueller Apparat jener mit dem größtmöglichen Vorrat an visuellen Werkzeugen ist, so besitzt eine Plastik aus Watte in ihrer Gestaltlosigkeit und morphologischen Vielfältigkeit den größten Vorrat an möglichen Formen.