Da war die Rallye-Welt kurz auf den Kopf gestellt. Während das illustre Feld der Historischen Europameisterschaft bei der ersten Sonderprüfung der Rallye Weiz noch bei strahlendem Sonnenschein in den Tag startete, wurden die Piloten der modernen Boliden plötzlich von heftigem Gewitterregen begleitet – und fanden sich zum Teil im Klassement sogar hinter den deutlich leistungsschwächeren historischen Autos wieder. Nach den Sonderprüfungen zwei und drei wurde jedoch wieder alles in die üblichen Bahnen gelenkt und so führt vor dem Entscheidungstag am Samstag nach drei von elf Prüfungen Hermann Neubauer in seinem Toyota Yaris Rally2 die Wertung an. Zwischen dem Staatsmeister und seinem engsten Verfolger, dem regierenden Champion Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2), passt jedoch kein Blatt Papier: Nur sechs Zehntelsekunden trennen die beiden.
Mit knapp eineinhalb Minuten Rückstand auf Gesamtrang fünf liegt der Grazer Günther Knobloch, der jedoch in der ORM 2-Klasse die Nase vorne hat. Der Steirer hält in seinem Renault Clio Rally3 seinen schärfsten Konkurrenten um den Gesamtsieg in der „seriennahen Staatsmeisterschaft“ Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) um 2,7 Sekunden hinter sich. Knoblochs Landsmann Fabian Zeiringer (Renault Clio Rally3) rangiert mit einem Respektabstand von momentan fast einer halben Minute auf dem dritten Platz. Weiter geht es am Samstag um 8 Uhr.