Grundlage sind Daten des "European Forest Fire Information System" (EFFIS). Ursache der schweren Brände seien unter anderem die Klimakrise und steigende Temperaturen, die die Brandsaison zunehmend verlängerten, berichtete Legambiente. Besonders betroffen war den Angaben zufolge Sizilien mit 175 Bränden und 4.769 zerstörten Hektar, gefolgt von Kalabrien mit 156 Bränden und 1.543 Hektar. Auch in Regionen Norditaliens, die bisher seltener von frühen Waldbränden betroffen waren, nahm die Zahl der Feuer zu. Im Piemont verbrannten bis Mitte Juni 355 Hektar, in Ligurien 386 Hektar. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte 2026 das bereits schwere Waldbrandjahr 2025 übertreffen.

Im vergangenen Jahr wurden laut Legambiente landesweit 96.517 Hektar durch Feuer zerstört. Die Umweltorganisation forderte die Regierung in Rom auf, die offizielle Waldbrandsaison bereits auf den 15. Mai vorzuverlegen. Zudem verlangte sie eine konsequentere Umsetzung der bestehenden Vorschriften, bessere Datenerfassung sowie stärkere Investitionen in Prävention und den Schutz besonders gefährdeter Gebiete.

Die italienischen Behörden rechnen angesichts der anhaltenden Hitze und Trockenheit in den kommenden Wochen weiter mit einem erhöhten Waldbrandrisiko. Mit dem verstärkten Einsatz von Überwachungstechnik, zusätzlichen Patrouillen und gezielten Ermittlungen soll die Zahl der Brände in den nächsten Wochen möglichst gering gehalten werden.