Laut der Gemeinde Wildermieming habe sich jedenfalls "die Lage über Nacht beruhigt". "Mehrere Glutnester" würden nunmehr noch im Laufe des heutigen Tages gezielt bekämpft werden, hieß es weiters. Im Einsatz stünden derzeit noch 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Bergrettung, Rettung, Polizei und der Gemeindeeinsatzleitung. Damit hat sich diese Zahl weiter verringert: Am Dienstag waren noch 155 Personen an Ort und Stelle gewesen, am Mittwoch noch 80 Kräfte.
Am Donnerstag stünden zudem ein Hubschrauber des ÖAMTC sowie zwei Hubschrauber des Bundesheeres zur Verfügung. Diese werden für Mannschaftstransportflüge am Tau, Materialflüge sowie Löschwasserflüge eingesetzt. Gemeinsam mit den seit Mittwoch eingesetzten "Bodentrupps" bekämpfte man so das Feuer, dessen Brandfläche "zwischenzeitlich in zwei Einsatzgebiete eingeteilt" sei. Damit wolle man die noch vorhandenen Glutnester "schneller, effizienter und geordneter abarbeiten".
Am Ende des Einsatztages soll dann schließlich ein Drohnenüberflug folgen, um zu sehen, "ob wir alle Glutnester erwischt haben", sagte Reiner. Er sei diesbezüglich aber durchaus optimistisch, zumal auch "das Wetter mitspielt" und sich dieses auf die Löscharbeiten positiv auswirke.
Seinen Ausgang hatte der Großeinsatz mit einer dichten Rauchsäule genommen, die sich im Bereich des sogenannten "Grießlehn" ausgebreitet hatte. Zuvor war ein Gewitter über Wildermieming gezogen, deshalb nahm die Polizei auch einen Blitzschlag als Ursache für die Flammen an. Eine dahingehende genaue Abklärung war aber noch im Gange. Die Gemeinde appellierte an die Bevölkerung, das Gebiet großräumig zu meiden sowie die Zufahrtswege freizuhalten. Durch den Flugverkehr kam es zu einer großräumigen Absperrung. Dies betraf auch einen beliebten Wanderweg über dem Waldbrandgebiet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, die Flammen wüteten weitab von besiedeltem Gebiet.