Das Feuer hatte bereits am frühen Dienstagabend weitgehend eingedämmt werden können. Acht bis zehn Hektar Fläche waren betroffen gewesen. In die Karten spielt den zahlreichen Einsatzkräften auch der in der Nacht eingesetzte sowie Mittwochvormittag andauernde Regen. Die Gemeinde Wildermieming sprach dahingehend in einer Aussendung von einer "spürbaren Entspannung" der Lage. Auf den Einsatz von "Bodentrupps" verzichtete man übrigens aufgrund der aktuellen Witterung und des steilen Geländes im unmittelbaren Brandbereich vorerst noch, hieß es.
Im Einsatz standen am Mittwoch rund 50 Kräfte von Feuerwehr, Bundesheer, Bergrettung, Rettung, Polizei sowie der Gemeindeeinsatzleitung. Am Vortag waren es noch 155 Helfer gewesen. Seit Dienstagnachmittag war jedenfalls auch das Bundesheer im Rahmen eines Assistenzeinsatzes in Wildermieming zugegen: Ein Transporthubschrauber Agusta Bell 212, ein AW169 "Lion" sowie ein S70 "Black Hawk" wurden aufgeboten.
Seinen Ausgang hatte der Großeinsatz mit einer dichten Rauchsäule genommen, die sich im Bereich des sogenannten "Grießlehn" ausgebreitet hatte. Zuvor war ein Gewitter über Wildermieming gezogen, deshalb nahm die Polizei auch einen Blitzschlag als Ursache für die Flammen an. Eine dahin gehende genaue Abklärung war aber noch im Gange. Die Gemeinde appellierte an die Bevölkerung, das Gebiet großräumig zu meiden sowie die Zufahrtswege freizuhalten. Durch den Flugverkehr kam es zu einer großräumigen Absperrung. Dies betraf auch einen beliebten Wanderweg über dem Waldbrandgebiet. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht, die Flammen wüteten weitab von besiedeltem Gebiet.
Unterdessen brach Dienstagabend auch ein Waldbrand in Breitenbach am Inn im Tiroler Unterland (Bezirk Kufstein) aus, wenngleich offenbar ein solcher kleineren Ausmaßes. Das Feuer wurde in äußerst unzugänglichem Gelände auf etwa 1.300 Metern Höhe, oberhalb von mehr als 50 Grad steilen Felsschrofen, lokalisiert. Ein groß angelegter Löscheinsatz unter Beteiligung vieler Feuerwehren der Umgebung war die Folge, berichtete die Polizei. Auch Drohnen kamen zum Einsatz. Vier Löschflüge wurden zunächst durchgeführt. Gegen 21.30 Uhr musste der Einsatz wegen der einbrechenden Dunkelheit jedoch vorerst unterbrochen werden, um 5.00 Uhr wurde er wieder aufgenommen. Die Flammen breiteten sich auf etwa 900 bis 1.000 Quadratmetern aus. Die Brandursache blieb vorerst offen, man nahm aber auch hier einen Blitzschlag an.
Einen kleinen Waldbrand verzeichnete man kurz nach 16.00 Uhr auch in Matrei in Osttirol. Im Ortsteil Kienburg brannte ein Wurzelstock sowie der umliegende Waldboden. Als Ursache für das Feuer werde auch hier ein Blitzschlag vermutet. Die Brandstelle befand sich in einem steilen und schwer zugänglichen Waldstück, rund 400 Höhenmeter oberhalb des Tales. Auch hier bot man, neben der Freiwilligen Feuerwehr, einen Polizeihubschrauber und eine Drohne auf. Gegen 19.30 Uhr wurde schließlich "Brand aus" gegeben.