Rund zehn Millionen Euro hat die Bioenergie-Gruppe mit Sitz in Köflach rund um Jakob Edler in das Biomasse-Heizwerk Premstätten investiert, das heuer im April in Betrieb gegangen ist. Jetzt baut man nach und nach das Leitungsnetz für die Fern-/Nahwärme aus. Hauptkunde ist ams Osram, beim Leitungsabschnitt bis zum Urdl-Wirt hat man bereits 40 Prozent fertiggestellt, im Bereich Bäckweg bis zum Unternehmen Lendhardt-Mossier ist man bei 30 Prozent und den Abschnitt Seering/Schwarzl startet man im August.

Letzteres ist mit 1300 Trassenmetern der längste Abschnitt, dazu kommt eine Querung unter der Autobahn A9. Das kann erst 2027 fertiggestellt werden, am Ende werden Schwarz-Halle, der Gewerbepark Seering sowie die Firma Porr ans Leitungsnetz angeschlossen sein. Diese „moderne Energieversorgung“ aus der unmittelbaren Region „schafft einen echten Mehrwert für unsere Gemeinde“, sagt Premstättens Bürgermeister Matthias Pokorn (ÖVP).

Das Biomasse-Heizwerk selbst verfügt über einen Biomassekessel mit vier Megawatt Leistung und einer sechs MW-starken Ausfallreserve zur Absicherung der Versorgung. Ergänzt wird die Anlage durch eine Rauchgaskondensation, eine integrierte Wärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage mit 280 kWp. Zusätzlich ist das System dafür ausgelegt, überschüssige Regelenergie aus dem Stromnetz über Power-to-Heat in nutzbare Wärme umzuwandeln und ins Wärmenetz einzuspeisen.