Zu einem außergewöhnlichen Rettungseinsatz kam es Dienstag am Kufstein in Haus im Ennstal. Ein neun Monate alter Ochse war in eine Doline gestürzt und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Während die Herde vom Landwirt sicher zurück ins Weidegebiet getrieben werden konnte, blieb der junge Ochse verletzt zurück.
Zu Fuß stiegen der betreuende Tierarzt und der Landwirt rund 45 Minuten zum Tier auf. Umgehend wurde der Ochse notfallmedizinisch versorgt, der Landwirt schleppte außerdem 20 Liter Wasser sowie Futter hinauf. Da der junge Ochse stark geschwächt war, wurde eine Hubschrauberbergung veranlasst.
Ochse kam wohlauf im Tal an
In Begleitung der Amtstierärztin Simone Hambauer machten sich die Bergretter mit Spezialausrüstung auf den Weg zum verletzten Tier. Mithilfe eines Bergenetzes wurde der Ochse schließlich sicher per Hubschrauber ins Tal geflogen. Kaum auf der Wiese abgesetzt, begann er auch schon das bereitgestellte Futter zu fressen. Nach Einschätzung der Tierärzte wird sich der Ochse vollständig von den Strapazen erholen.