Die Übungsannahme wurde nicht zufällig gewählt, schließlich fand gerade erst der 50. Jahrestag der Erdbebenkatastrophe im benachbarten Friaul statt. "Das Szenario ist also nicht unrealistisch", meinte Fellner. Ziel der Übung sei es, den Katastrophenschutz zu stärken und die Zusammenarbeit der einzelnen Organisationen weiter zu professionalisieren. Neben Feuerwehren und Rettungsorganisationen werden auch Landes- und Bezirksbehörden, das Bundesheer und zivile Partner eingebunden.
Betont wurde, dass die Details bis zum 13. November geheim gehalten werden: "Die Beteiligten wissen bis dahin nicht, wo das Epizentrum liegen wird." Mitbeübt werden auch die speziell eingerichteten "Leuchttürme" in den betroffenen Gemeinden. Dabei handelt es sich um eigens für den Notfall eingerichtete Stellen, bei denen es im Katastrophen- oder Blackoutfall medizinische Versorgung und Kontakt mit der Außenwelt gibt. Während der reinen Kärntner Übung - es wird also keine grenzüberschreitende Zusammenarbeit geben - könne es in den betroffenen Gebieten Fluglärm, Straßensperren und Sirenenalarme geben. Dafür bat man vonseiten des Landes bereits jetzt um Verständnis.