Es bestehe weiterhin ein dringender Tatverdacht wegen Erpressung, schwerer Körperverletzung und Urkundenfälschung. Der ehemalige Hipp-Mitarbeiter war am 2. Mai im Bundesland Salzburg festgenommen worden. Er soll jeweils zwei Hipp-Gläser in Österreich, Tschechien und der Slowakei mit Rattengift manipuliert haben, wobei das zweite Glas, das in einer Spar-Filiale in Eisenstadt verkauft worden sein soll, bisher nicht gefunden wurde. In dem im Burgenland sichergestellten Glas waren 15 Mikrogramm Rattengift enthalten. Ein Gutachten ergab, dass die Dosis beim Verzehr nicht lebensgefährlich gewesen wäre, aber gesundheitliche Folgen gehabt hätte.

An der Wohnadresse des Verdächtigen wurde Rattengift sichergestellt, das laut Staatsanwaltschaft in Konzentration und Verhältnis mit jenem vergleichbar ist, das im sichergestellten Glas gefunden wurde. Ein Beweis, dass es sich um dasselbe Gift handle, sei das jedoch nicht, hieß es. Der gebürtige Slowake bestreitet, mit der Tat etwas zu tun zu haben. Lediglich die Urkundenfälschung - gefälschte Gehaltszettel für einen Kredit - gibt er zu.