Quo vadis Reha-Zentrum Aflenz? Schließung oder Ausbau? Nachdem im April bekannt wurde, dass die betreibende Pensionsversicherungsanstalt (PVA) eine Zusammenlegung der Reha-Kliniken Aflenz und St. Radegund prüft, keimt nun seit einigen Tagen doch Hoffnung im Luftkurort auf.
Nach der jüngsten Gesprächsrunde zwischen Politik und PV-Funktionären vernahm man nämlich, dass die PVA Bereitschaft für einen Verbleib signalisiert habe. Eine offizielle Bestätigung dazu blieb bisher aus, als Gesprächsteilnehmer gab FPÖ-Landesrat Hannes Amesbauer nun bei einer Pressekonferenz in Bruck einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen. Die Möglichkeit für einen Fortbestand in Aflenz bestätigte er dabei, hielt aber auch fest, dass diese an Bedingungen gebunden sei.
Millioneninvestition notwendig
So wolle die PVA einen Partner bzw. Investor an Bord holen und, damit es sich wirtschaftlich rechnet, auch die Bettenzahl erhöhen. 50 bis 100 Betten mehr stünden laut Amesbauer im Raum. Auch das Behandlungsspektrum dort müsse verbreitert werden.
Auch das Land könnte Partner sein, meinte Amesbauer, stellte aber gleichzeitig klar, dass man die Einrichtung nicht komplett übernehmen werde. „Das ist auszuschließen“, so der Landesrat. „Es kann nicht sein, dass Bundeseinrichtungen geschlossen werden und dann das Land einspringen muss.“
Der Ausbau kostet Geld. „Es wird einiges zu investieren sein“, erklärte der Landesrat weiter und rechnete vor: „Eine Sanierung des jetzigen Bestandes würde 10 Millionen Euro kosten, der weitere Ausbau bewegt sich im Rahmen von 30 bis 40 Millionen Euro.“
Konkreteres zu den PVA-Plänen hofft man in einem weiteren Gespräch nach der Sommerpause zu erfahren. „Die Schließung ist noch nicht vom Tisch, aber die bisherigen Gespräche stimmen mich insofern positiv, dass wir zumindest gehört und ernstgenommen werden“, betont der Landesrat.