„Finger weg vom Wörthersee!“ Dazu mahnt die SPÖ Kärnten, die den Vorstoß der Wirtschaftskammer Kärnten, den See als „erheblich veränderten Wasserkörper“ einzustufen, ablehnt. Die Fraktion wird daher diese Woche einen entsprechenden Antrag im Kärntner Landtag einbringen, um den Schutzstatus des Wörthersees zu erhalten.
„Der Wörthersee zählt zu den unverkennbaren Naturschönheiten unseres Bundeslandes. Gleichzeitig ist er ein Tourismus-Hotspot und ein soziales Zentrum im Zentralraum Kärnten. Dass man hier einen vernünftigen Dialog führen muss, um unterschiedliche Interessen in Einklang zu bringen, ist klar. Genau dafür wurde der Seendialog eingerichtet – damit wirtschaftliche Nutzung, Naturschutz und gesellschaftliche Interessen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, sagt SPÖ-Klubobmann Luca Burgstaller.
Der Idee, den Schutzstatus des Wörthersees zu senken, sollte man eine geschlossene Absage erteilen, so Burgstaller weiter: „Wir bringen darum in der Landtagssitzung am Donnerstag einen Antrag an die Bundesregierung ein, in dem wir fordern, dass der Wörthersee weiterhin als natürlicher Wasserkörper gelten soll. Damit bleiben die Zielwerte und ökologischen Bestimmungen aufrecht“, sagt der Klubobmann, der mit der Zustimmung aller Fraktionen rechnet.
„Völliger Schwachsinn“
Landeshauptmann Daniel Fellner (SPÖ) bezeichnete die Idee, den See neu einzustufen in einem Kleine Zeitung-Interview gar als „völligen Schwachsinn“ und sagt: „Die gleichen Vertreter, die sich jetzt öffentlich zu Wort gemeldet haben, haben uns gesagt, wir dürfen über sowas ja nicht vor der Sommersaison reden. Es ist notwendig, dass wir den ökologischen Zustand verbessern, denn der See ist ein Schatz, auf den wir schauen müssen.“
Naturerbe erhalten
Konkret heißt es im Antrag, dass der Wörthersee als Naturerbe nur dann erhalten werden könne, wenn man seine Natürlich kein nicht als Hindernis, sondern als Auftrag sehe: „Der Wörthersee zählt zu den Juwelen unseres Bundeslandes und ist ein gesellschaftliches, ökologisches und touristisches Zentrum in Kärnten.“ Wichtig sei es daher, den Seendialog zwischen Bund, Land, Fachleuten und Stakeholdern fortzusetzen, um das Gleichgewicht zwischen Schutz und Nutzung zu bewahren.