Knapp acht Monate vor den Kärntner Gemeinderatswahlen rumort es in der SPÖ Velden – wir berichteten. Bei einer außerordentlichen Delegiertenversammlung kam es am Montag zu einer Kampfabstimmung, bei der Gerd Kurath als Parteivorsitzender abgewählt wurde. Ihm folgt Vizebürgermeister Markus Fantur. Das Ergebnis ist eindeutig, kann jedoch nicht über die Gespaltenheit der Partei hinwegtäuschen: Auf Kurath entfielen 31,7 Prozent der Stimmen. 68,3 Prozent der Delegierten wählten Fantur zum neuen Parteivorsitzenden.
„Es ist ein demokratischer Prozess, den man zur Kenntnis nehmen muss“, sagt Kurath auf Anfrage der Kleinen Zeitung. Mehrere Parteimitglieder forderten Kurath vorab zum Rücktritt auf. Er ist offenbar auch wegen seines öffentlichkeitswirksamen Auftretens als Gemeindevorstand bei einigen in der Partei in Ungnade gefallen. Kurath wollte jedoch nicht freiwillig gehen: „Ich denke nicht an Rücktritt. Ich will sachliche, sozialdemokratische Politik für Velden machen. Anderen geht es offenbar nur um Posten“, sagte er vorab. Der frühere Chef des Landespressedienstes und derzeitige Obmann der Dienststellenpersonalvertretung Verwaltung beim Land Kärnten wolle sich in Velden nun auf seine Aufgaben als Gemeindevorstand konzentrieren.
Bürgermeisterin Margit Heissenberger berichtet von einer „guten Diskussion und einer ehrlichen Auseinandersetzung“, die sehr fair abgelaufen sei. „Das Ergebnis ist nun die Basis für die weitere Arbeit in der Partei.“
„Jetzt geht es nicht um Gewinner oder Verlierer, sondern darum, gemeinsam für die Menschen in Velden zu arbeiten“, betonte Fantur nach der Wahl. Sein Ziel sei es, die SPÖ Velden auf die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl vorzubereiten und den Fokus auf politische Anliegen der Bevölkerung zu legen.