Die Steigerungen fielen je nach Bundesland unterschiedlich aus und reichen von vier Prozent (Kärnten und Steiermark) bis hin zu 14 Prozent in Wien. In Tirol stieg die Sammelmenge um zehn, in Vorarlberg um acht, in Nieder- und Oberösterreich um je sieben und in Salzburg und dem Burgenland um je fünf Prozent. Bei Verpackungen aus Papier und Karton sowie Glas blieben die Sammelmengen bundesweit auf hohem Niveau, hieß es.

Dazu beigetragen habe laut "Österreich sammelt" die Vereinheitlichung der Verpackungssammlung, die 2023 begonnen hat und seit 2025 österreichweit umgesetzt wurde. Hinzu kommen die Ausweitung der Sammlung direkt bei den Haushalten, einfachere Sammelregeln und die begleitende Informationsarbeit.

Obwohl mehr gesammelt wurde, gibt es einen Wermutstropfen: "Entscheidend ist nicht nur, dass mehr gesammelt wird, sondern dass Verpackungen richtig gesammelt werden. Denn die Qualität der Sammlung ist die Grundlage für gutes Recycling", wurde Andreas Pertl, Geschäftsführer der Verpackungskoordinierungsstelle VKS und Sprecher der Initiative, zitiert. Der Anteil der Fehlwürfe lag österreichweit gleichbleibend bei 15 Prozent. Das bedeutet, dass etwa ein Sechstel der Abfälle in der Gelben Tonne und im Gelben Sack dort nicht hingehört. Das erschwere Sortierung und damit auch Recycling.