Apple soll noch heuer und 2027 im ersten Halbjahr fünf neue iPhone-Modelle präsentieren, berichtet die Wirtschaftszeitung „Nikkei Asia“. Trotz Lieferengpässen bei Chips wolle man so – vor allem mit mehr faltbaren Modellen – Marktanteile gewinnen. Laut dem Bericht hat der US-Konzern seine Zulieferer angewiesen, sich auf die Produktion von rund 10 Millionen faltbaren iPhones heuer vorzubereiten. Die vorherige Prognose lag bei 7 bis 8 Millionen.
Zur Speicher-Chip-Problematik schreibt „Nikkei Asia“ unter Berufung auf Branchenkenner weiter, dass Apple bei der Beschaffung von Smartphone-Chips über eine stärkere Verhandlungsposition als viele der Konkurrenzfirmen verfüge. Das gelte auch für weitere Handy-Komponenten.
Apple erhöhte zuletzt die Preise
Apple hat als Reaktion auf die im KI-Boom gestiegenen Speicherchip-Kosten zuletzt die Preise für einige Geräte erhöht. Betroffen sind MacBook-Laptops und iPad-Tablets – sowie HomePod-Lautsprecher und die Streaming-Box Apple TV. Doch die iPhone-Preise ließ Apple zunächst unverändert.
Das Ausmaß des Aufschlags schwankt von Modell zu Modell. Das günstigste MacBook-Modell Neo verkauft Apple in Deutschland nun ab 799 Euro – zuvor waren es 599 Euro. Beim besser ausgestatteten MacBook Pro erhöhte der Konzern den Einstiegspreis von 1.799 auf 2.199 Euro. Der Preis des günstigsten iPad-Modells steigt von 379 auf 499 Euro. Der kleine Lautsprecher HomePod mini kostet nun 139 Euro und damit 30 Euro mehr als bisher.
Apple-Chef Tim Cook hatte zuvor im Interview mit dem „Wall Street Journal“ gesagt, Preiserhöhungen seien angesichts gestiegener Kosten unvermeidlich geworden. Der gesamten Branche macht bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem groß angelegten Bau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Speicherchip-Kapazitäten nicht ausreichen – und die Komponenten-Preise entsprechend in die Höhe schießen.
„Das haben wir noch nie erlebt“
Apple konnte bisher unter anderem dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Nun hieß es vom Konzern: „Wir haben noch nie erlebt, dass die Preise für Komponenten so stark und so schnell gestiegen sind.“ Die Branche stehe „vor einer beispiellosen Herausforderung“.