Gegen 15.30 Uhr war am Samstag ein 61-jähriger Deutscher gemeinsam mit seiner 58-jährigen Ehefrau sowie zwei Hunden mit einem Wohnmobil auf der A9 Pyhrnautobahn in Fahrtrichtung Norden unterwegs. Während der Fahrt bemerkte der Lenker eine leichte Rauchentwicklung im Fahrzeuginneren und hielt an der nächstgelegenen Pannenbucht an.

Unmittelbar nach dem Aussteigen bemerkte er eine starke Rauchentwicklung im Bereich der rechten Fahrzeugseite. Der Mann konnte seine Frau und die Hunde noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die Alarmierung erfolgte durch die Besatzung eines vorbeifliegenden BMI-Polizeihubschraubers, die den Brand erkannte und umgehend an die Landesleitzentrale meldete.

Starke Rauchentwicklung

Beim Eintreffen der zuerst eintreffenden Feuerwehren Kammern und Seiz stand das Wohnmobil bereits in Vollbrand. Unverzüglich wurde unter schwerem Atemschutz ein Löschangriff eingeleitet, wie Pressebeauftragter Stefan Riemelmoser informiert. Aufgrund der starken Rauchentwicklung sowie der Löscharbeiten musste die Richtungsfahrbahn Voralpenkreuz ab 15.50 Uhr für den gesamten nachfolgenden Verkehr gesperrt werden.

Die nachrückenden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Mautern errichteten umgehend eine Schaumlöschleitung und führten anschließend weitere Löscharbeiten unter schwerem Atemschutz mit Löschschaum durch. Durch den kombinierten Löschangriff konnte der Brand rasch unter Kontrolle gebracht und vollständig abgelöscht werden. Abschließend wurde das Fahrzeug mit der Wärmebildkamera auf verbliebene Hitzequellen kontrolliert und gezielt nachgelöscht, um ein Wiederaufflammen auszuschließen.

Große körperliche Belastung für Einsatzkräfte

Da durch die enorme Hitzeentwicklung auch die Straßenböschung Feuer gefangen hatte, wurde diese ebenfalls abgelöscht und ausreichend bewässert. Im Anschluss unterstützten die Einsatzkräfte die Fahrbahnreinigung sowie den Abschleppdienst bei der Bergung des vollständig ausgebrannten Wohnmobils. Der Einsatz stellte die Feuerwehrkräfte aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen und der intensiven Löscharbeiten vor eine besonders große körperliche Belastung.

Um 16.30 Uhr wurde ein Fahrstreifen wieder freigegeben, ab 17 Uhr war die Strecke auf beiden Fahrstreifen wieder frei. Durch den Brand wurde niemand verletzt. Am Wohnmobil entstand erheblicher Sachschaden, so die Information der Landespolizeidirektion.