Über die Trilety GmbH ist am Donnerstag am Landesgericht Salzburg ein Konkursverfahren eröffnet worden. Das 1953 gegründete Familienunternehmen aus Hallein hat sich auf Aufbauten für Kehrmaschinen und Straßenwaschgeräte und auf Spezialanfertigungen spezialisiert und seine Produkte weit über die Grenzen Österreichs hinaus verkauft. Wie Kredit- und Gläubigerschutzverbände informierten, liegen die Passiva bei gut 4,3 Millionen Euro. Betroffen sind 207 Gläubiger und 37 Dienstnehmer.

Trilety hat die Aufbauten in Hallein entwickelt und konstruiert und auf vom Kunden bereitgestellte Trägerfahrzeuge aufgebaut. Die Auftraggeber kamen zumeist aus dem kommunalen Sektor. Noch im Jahresabschluss für 2025 rechnete das Unternehmen mit einer positiven Fortbestehensprognose und einem Gewinn für das heurige Geschäftsjahr. Nun teilte es mit, dass der Auftragsstand zwar hoch sei, die liquiden Mittel aber fehlen, um laufende Projekte fertigzustellen.

Teuerung und Lieferkettenprobleme

Als Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit führte die Firma vor Gericht etwa die auch jetzt noch Folgen der Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf die globalen Lieferketten an. Komponenten seien nicht fristgerecht lieferbar gewesen, Aufträge wurden nicht in der üblichen Zeit fertiggestellt. Zugleich hätten der Firma der sprunghafte Anstieg bei den Einkaufspreisen und die hohen Personalkosten zu schaffen gemacht. Auf der Aktiv-Seite stehen laut den Kreditschutzverbänden Anlagevermögen, Vorräte und halbfertige Erzeugnisse im Wert von in Summe rund 2,5 Millionen Euro.

Zukunft ungewiss

Wie das Unternehmen betonte, sei die Suche nach Investoren ohne Erfolg geblieben. Die Zukunft von Trilety ist damit ungewiss. 2014 hat Trilety etwa neun Kehrmaschinen und Waschwagen für die Olympischen Winterspiele nach Sotschi in Russland geliefert, noch im Herbst war das Unternehmen mit dem Salzburger Handwerkspreis ausgezeichnet worden.