Mit leuchtend orangen, sehr stacheligen und langsamen neuen Bewohnern macht das Haus des Meeres auf sich aufmerksam. Stachelschweinkrabben sind seit kurzem in dem Zoo zu begutachten. Die gezeigten Exemplare sind laut Angaben des Tiergartens auf einem Lebendfischmarkt in Japan ausgewählt und so vor dem Suppentopf gerettet worden. Der Transport habe demnach unter speziellen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Bedingungen stattgefunden, hieß es am Mittwoch.

Die Stachelschweinkrabben (Paralomis histrix) sind von Kopf bis Fuß mit langen, spitzen Wehrstacheln übersät. Ihre eigentliche Heimat finden sie ansonsten in japanischen Tiefseeschluchten. Ihr Wiener Aquarium ist dem natürlichen Lebensraum nachempfunden. Wichtig dabei ist ein konstant kaltes Meerwasser sowie die Bereitstellung senkrechter Felswände, auf denen die Krebse im Faultiertempo herumklettern. Denn in der kalten, dunklen Tiefsee, wo Nahrung knapp und deren Verfügbarkeit unvorhersehbar ist, wäre ziellose Hektik eine gefährliche Energieverschwendung, hieß es in einer Aussendung des Haus des Meeres.

Stachelschweinkrabben sind seit kurzem in dem Zoo zu begutachten
Stachelschweinkrabben sind seit kurzem in dem Zoo zu begutachten © APA/Haus des Meeres

Neuer Einblick in Meereswelt

Die liebste Nahrung der neuen Bewohner besteht aus Herzmuschelfleisch oder Tintenfischen. Zur Fütterung einmal täglich fangen die Krabben auch an, sich schneller zu bewegen als sonst. Denn ergiebige Futterquellen sind in der Tiefsee selten und heiß begehrt. Der Zoo will mit dem neuen Zugang einen weiteren Einblick in die sonst kaum zugängliche Meereswelt geben.